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	<description>Oratorium Leipzig - Seid gut - wenn Ihr könnt</description>
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		<title>Gustav Mahlers Werke in Dresden und Leipzig – ein Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 15:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Wochen schwebte mir ein Werbefaltblatt ins Haus: Es enthielt die Konzerttermine in der Dresdner Semperoper, insbesondere die Sinfoniekonzerte, welche der Chefdirigent Daniele Gatti leitet. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus: In dieser Saison (2025/26) bringt die Sächsische Staatskapelle gleich drei Sinfonien von Gustav Mahler, die 5., 6. und 7. Und damit nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen schwebte mir ein Werbefaltblatt ins Haus: Es enthielt die Konzerttermine in der Dresdner Semperoper, insbesondere die Sinfoniekonzerte, welche der Chefdirigent Daniele Gatti leitet. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus: In dieser Saison (2025/26) bringt die Sächsische Staatskapelle gleich drei Sinfonien von Gustav Mahler, die 5., 6. und 7. Und damit nicht genug: Es erklingen von Mahler auch noch die Rückert-Lieder und die Kindertotenlieder.</p>
<p>Diese Zusammenstellung geschieht nicht ohne Grund und zeugt von großem Verständnis für die Mahler-Genese: Die drei mittleren Sinfonien, entstanden in den Jahren 1901-1905, sind rein instrumentale Werke ohne Gesang, werden aber hervorragend ergänzt durch die zwei Liedzyklen, welche zur gleichen Zeit komponiert wurden.</p>
<figure id="attachment_17396" aria-describedby="caption-attachment-17396" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-17396" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Cover.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-17396" class="wp-caption-text"><em>Bild: Danielle Gatti mit Cover-Bild</em></figcaption></figure>
<p>Was die Konzert-Saison 2025/26 des Leipziger Gewandhaus-Orchesters betrifft, so werden Werke von Mahler leider nur selten aufgeführt.<br />
Nun gut, im Jahre 2023 fand ein gewaltiger Mahler-Zyklus statt, so dass es verständlich ist, dass in den Folgejahren der Fokus auf andere Komponisten überging. So stellte der Schostakowitsch-Zyklus im Frühjahr 2025 eine Herausforderung für alle Beteiligten dar und darf als sehr gelungen betrachtet werden. In der jetzigen Saison steht der estnische Komponist Arvo Pärt anlässlich seines 90. Geburtstages im Mittelpunkt.</p>
<figure id="attachment_17397" aria-describedby="caption-attachment-17397" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-17397" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gatti-Programm.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-17397" class="wp-caption-text"><em>Bild: Daniele Gatti-Programm</em></figcaption></figure>
<p>Und doch bin ich ein wenig enttäuscht darüber, dass von Mahler lediglich ein Werk im Gewandhaus erklang: Anfang Dezember die 1. Sinfonie unter Leitung von Alan Gilbert. Seine Interpretation war hervorragend, und der enthusiastische Beifall bestätigt meine Meinung. Dieses Frühwerk Mahlers (weithin komponiert und vollendet anno 1888 in Leipzig) enthält bereits die Fülle seiner musikalischen Gedanken.</p>
<p>Mehr Mahler gibt es im Moment nicht in Leipzig. Es bleibt aber die Hoffnung auf die neue Konzertsaison. Auch von den Dresdener Mahler-Konzerten gehören schon zwei der Vergangenheit an. Nur das Konzert Ende Februar 2026 steht noch bevor: Kindertotenlieder und 7. Sinfonie, ein überaus gefülltes Programm.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verspätetes Gedenken: Zum 150. Geburtstag von Maurice Ravel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 16:55:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Ravel]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Monaten bereits, am 7. März 2025 beging die Musikwelt den 150. Geburtstag des französischen Komponisten Maurice Ravel (1875-1937). Über das Leben von Ravel ist nicht übermäßig viel bekannt. An der Art seiner Musik läßt sich aber leicht ablesen, dass der Erste Weltkrieg für ihn die entscheidende Zäsur bildete. Zwar hat Ravel ein Leben lang [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einigen Monaten bereits, am 7. März 2025 beging die Musikwelt den 150. Geburtstag des französischen Komponisten Maurice Ravel (1875-1937).</strong></p>
<p>Über das Leben von Ravel ist nicht übermäßig viel bekannt. An der Art seiner Musik läßt sich aber leicht ablesen, dass der Erste Weltkrieg für ihn die entscheidende Zäsur bildete. Zwar hat Ravel ein Leben lang mit unterschiedlichen Musikstilen experimentiert; doch vor dem Krieg komponierte er weitestgehend impressionistisch in Anlehnung an Claude Debussy (1862-1918).</p>
<p>Hingegen haben die schlimmen Front-Erfahrungen des Ersten Weltkrieges dazu beigetragen, dass sich Ravels Stil immer mehr ins Expressionistische verlagerte. Man vergleiche nur die „Valses nobles et sentimentales“ von 1912 mit dem „La Valse“ von 1920. All das, was er in diesen seinen letzten Lebensjahren komponierte, atmet den Geist ambivalenter Welterfahrung.</p>
<figure id="attachment_9058" aria-describedby="caption-attachment-9058" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-9058 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_1611.jpeg?resize=400%2C359&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="359" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_1611.jpeg?resize=400%2C359&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_1611.jpeg?resize=1024%2C918&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_1611.jpeg?resize=768%2C689&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_1611.jpeg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-9058" class="wp-caption-text"><em>Bild: © aus Harenberg-Konzertführer</em></figcaption></figure>
<p>Allgemein bekannt dürfte sein „Boléro“ von 1928 sein. Er entstand als Auftragswerk für die befreundete Tänzerin und Choreographin Ida Rubinstein (1885-1960). Dieses Werk besteht aus einem einzigen Thema, das sich allerdings bei jeder Wiederholung steigert, bis es nach etwa einer Viertelstunde in sich zusammenfällt. Ravel sagte selbst darüber: „Ich habe nur ein einziges Meisterwerk komponiert – den Boléro. Leider völlig ohne Musik.“ Dessen ungeachtet wurde der Boléro sein populärstes Stück.</p>
<p>Es gibt aber noch zwei späte Werke, welche leider etwas ins Hintertreffen geraten sind: die Klavierkonzerte in D-Dur und G-Dur, gleichzeitig in den Jahren 1929-1931 komponiert und beide im Januar 1932 uraufgeführt. Das 1. Klavierkonzert (D-Dur) trägt auch den Titel „Für die linke Hand“. Es wurde für den Pianisten Paul Wittgenstein (1887-1961) geschrieben, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verlor. Ein meisterhaft gestaltetes Orchesterwerk! Das 2. Klavierkonzert (G-Dur) gehört zu meinen Lieblingsstücken und ist es wert, dass ich noch in diesem Sommer einen Extrabeitrag darüber verfasse.</p>
<p>Wer mehr über Leben und Werk Ravels erfahren möchte, dem empfehle ich den französisch-belgischen Film „Boléro“ von 2024, der in diesem Frühjahr in den Kinos lief und sicher noch in den entsprechenden Medien erhältlich ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bachfest 2025 – Kammerkonzert im Mendelssohn-Saal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2025 15:19:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bachfest]]></category>
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					<description><![CDATA[Das diesjährige Leipziger Bachfest findet vom 12.-22. Juni statt und steht unter dem Motto „Transformationen“. Gemeint sind dabei die musikalischen Übertragungen, die Johann Sebastian Bach selbst in seinen Werken vorgenommen hat bzw. die von späteren Komponisten arrangiert wurden. Am Sonntagabend, 15. Juni, gestaltete das Gewandhaus Brass Quintett ein Kammerkonzert im kleinen Saal des Gewandhauses. Auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das diesjährige Leipziger Bachfest findet vom 12.-22. Juni statt und steht unter dem Motto „Transformationen“. Gemeint sind dabei die musikalischen Übertragungen, die Johann Sebastian Bach selbst in seinen Werken vorgenommen hat bzw. die von späteren Komponisten arrangiert wurden.</p>
<figure id="attachment_9041" aria-describedby="caption-attachment-9041" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9041" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?resize=400%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="225" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?resize=400%2C225&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Bachfest-Denkmal-Sommer.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-9041" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bachdenkmal in Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Am Sonntagabend, 15. Juni, gestaltete das Gewandhaus Brass Quintett ein Kammerkonzert im kleinen Saal des Gewandhauses. Auch da ging es natürlich um Bach und und seine für Blechbläser transformierte Musik.</p>
<p>Die Krönung war für mich dabei die Darbietung von Bachs Toccata und Fuge d-moll BWV 538 (bearbeitet vom kanadischen Trompeter Frederick Mills). Was bereits auf der Orgel kein leichtes Stück, forderte die Virtuosität der Bläser (im Zusammenspiel und in den Einzelläufen) im hohen Maße heraus. Das ließ sich nicht mehr steigern, weshalb es gut war, dass dieses Werk den Abschluß des Konzertes bildete.</p>
<p>Außerdem erklangen noch drei Stücke aus Bachs „Kunst der Fuge“, die Contrapuncti I, VIII und IX. Da Bach für diese Fugen-Sammlung keine Instrumentalbesetzung vorgeschrieben hatte, läßt sich das Werk auf verschiedene Weise interpretieren; auch die Darbietung durch ein Blechbläser-Ensemble ist praktikabel und gelang in diesem Falle sehr eindrücklich.</p>
<p>Um den Bezug zur Gegenwart herzustellen, erklang zwischen den Bach-Stücken jeweils ein zeitgenössisches Werk. Das hörte sich teils interessant, teils gewöhnungsbedürftig an. Jedenfalls bekamen wir einen Eindruck von der Vielfalt moderner Musik. Sogar zwei Uraufführungen waren darunter: das „Blechballett in 5 Episoden“ von Peter Dörpinghaus (Jg. 1990) und die „Busfanfare“ von Steffen Schleiermacher (Jg. 1960).</p>
<figure id="attachment_9042" aria-describedby="caption-attachment-9042" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9042" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=400%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=1021%2C1024&amp;ssl=1 1021w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=768%2C770&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=1531%2C1536&amp;ssl=1 1531w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=70%2C70&amp;ssl=1 70w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?resize=700%2C700&amp;ssl=1 700w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?w=1595&amp;ssl=1 1595w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/06/Brass-Quintett.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-9042" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft (außen)</em></figcaption></figure>
<p>Darüber hinaus betätigten sich die fünf Musiker als Moderatoren, wobei sie Interessantes über ihre Blasinstrumente und über die jeweiligen Musikstücke vermittelten.</p>
<p>Diese Mischung aus Alt und Neu, aus Musik und Wort wirkte sehr unterhaltsam. Allerdings fehlte mir bei den modernen Werken der musikalische Bezug zu Bach.</p>
<p>Möglicherweise stehe ich mit dieser Kritik allein; denn der tosende Applaus am Schluß zeigte reine Begeisterung an und erzwang gewissermaßen eine Zugabe: Nicht mit Bach, sondern mit dem Lied „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms schickten die Musiker uns nach Hause.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schostakowitsch-Festival in Leipzig, vom 15. Mai bis 1. Juni 2025 – am zweiten Abend “spricht“ Schostakowitschs Frau Irina über sein Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 21:51:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war zu später Stunde als am zweiten Abend des Schostakowitsch-Festivals im Leipziger Gewandhaus (Mendelssohn-Saal), am 16. Mai um 22:30 Uhr, ein höchst bemerkenswerter Dokumentarfilm zum Leben von Schostakowitsch &#8211; einer der wohl bekanntesten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts &#8211; zu sehen war: „Two. The Story of Shostakovich‘s Wife” (Zwei – Die Geschichte erzählt von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war zu später Stunde als am zweiten Abend des Schostakowitsch-Festivals im Leipziger Gewandhaus (Mendelssohn-Saal), am 16. Mai um 22:30 Uhr, ein höchst bemerkenswerter Dokumentarfilm zum Leben von Schostakowitsch &#8211; einer der wohl bekanntesten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts &#8211; zu sehen war: „Two. The Story of Shostakovich‘s Wife” (Zwei – Die Geschichte erzählt von Schostakowitschs Frau)</p>
<figure id="attachment_8941" aria-describedby="caption-attachment-8941" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8941" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/sch.jpg?resize=260%2C260&#038;ssl=1" alt="" width="260" height="260" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/sch.jpg?resize=400%2C400&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/sch.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/sch.jpg?resize=70%2C70&amp;ssl=1 70w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/sch.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption id="caption-attachment-8941" class="wp-caption-text"><em>Bild: Ankündigung durch das Leipziger Gewandhaus (Screenshot Ausschnitt)</em></figcaption></figure>
<p>Die russische Filmemacherin Yelena Yakovich bekam 2021 die 27 Jahre jüngere Ehefrau Schostakowichgs, Irina Antonovna Supinskaja (Ehefrau von 1962 bis 1975), „vor die Kamera“ und „entlockte“ ihr noch nie gehörte Aussagen zum Leben dieses russischen Komponisten Dimitri Dmitrievitch Schostakowski (1906 bis 1975).</p>
<p>Untersetzt wird diese „Erzählung“ durch teilweise noch nie gesehene Dokumentaraufnahmen aus Privat-Archiven.</p>
<p>Es ist dem Leipziger Gewandhaus zu danken, dass dieser Dokumentarfilm in deutscher Erstaufführung während des Schostakowitsch &#8211; Festivals zu sehen und die russische Filmemacherin auch zugegen war. Der Film lief im russischen Original mit englischen Untertiteln.</p>
<p>Das schien das anwesende Publikum mit vielleicht 250 Zuschauerinnen und Zuschauern nicht zu stören – die meisten hielten bis zum Schluss auch aus und spendeten einen langen und starken Applaus.</p>
<p>Sicherlich, man musste sich ein entlang der dargebotenen Geschichte Schostakowitschs „durchbeißen“. Denn seine Ehefrau Irina sprach sehr schnell, die Untertitel waren teilweise dreizeilig und nach wenigen Sekunden wieder verschwunden. Aber &#8211; durchaus nachvollziehbar – weil jetzt das Leben Schostakowitschs aus dieser bemerkenswerten Frau nach jahrzehntelangem Schweigen quasi „heraussprudelte“.</p>
<p>Der Grund: Schostakowitsch hatte ihr vor seinem Tod Irina abgerungen, nichts über sein und ihr gemeinsames Leben zu erzählen. Dieses Versprechen hat sie nun nach fast 50 Jahren gebrochen, zum Glück!</p>
<p>Es gehörte zur Kunst der Filmemacherin Yelena Yakovich lange Gespräche geführt und auch vielfältiges und seltenes Material eingearbeitet zu haben.</p>
<p>Es gelang eine außergewöhnliche Sicht auf Schostakowitsch, der mit einer zu tiefst russischen Seele vor allem Komponist war und zeitlebens blieb, unter schwierigsten politischen Bedingungen – und, immer seine Werke aufführen konnte.</p>
<p>Es ist zu hoffen, dass „Two. The Story of Shostakovich‘s Wife” (Zwei – Die Geschichte erzählt von Schostakowitschs Frau) einen deutschen Verleih findet und damit auch einem größerem deutschen Publikum zugänglich wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8935" aria-describedby="caption-attachment-8935" style="width: 185px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8935" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-Gewandhaus-Screenshot-1-1.jpg?resize=185%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="185" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-Gewandhaus-Screenshot-1-1.jpg?resize=185%2C400&amp;ssl=1 185w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-Gewandhaus-Screenshot-1-1.jpg?resize=473%2C1024&amp;ssl=1 473w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-Gewandhaus-Screenshot-1-1.jpg?resize=709%2C1536&amp;ssl=1 709w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-Gewandhaus-Screenshot-1-1.jpg?w=739&amp;ssl=1 739w" sizes="auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px" /><figcaption id="caption-attachment-8935" class="wp-caption-text">Bild: Ankündigung durch das Leipziger Gewandhaus (Screenshot)</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8925" aria-describedby="caption-attachment-8925" style="width: 185px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8925" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-kinoglaz-fr-screenshot.jpg?resize=185%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="185" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-kinoglaz-fr-screenshot.jpg?resize=185%2C400&amp;ssl=1 185w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-kinoglaz-fr-screenshot.jpg?resize=473%2C1024&amp;ssl=1 473w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-kinoglaz-fr-screenshot.jpg?resize=709%2C1536&amp;ssl=1 709w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Film-Ankuendigung-kinoglaz-fr-screenshot.jpg?w=739&amp;ssl=1 739w" sizes="auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px" /><figcaption id="caption-attachment-8925" class="wp-caption-text"><em>Bild: Erstankündigung, in Frankreich (Screenshot)</em></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein einzigartiges Projekt: „Internationale Bonhoeffer-Messe“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2025 17:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Bonhoeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges, am 9. April 1945, wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer 39jährig im KZ Flossenbürg hingerichtet. Inzwischen gelten seine Schriften, insbesondere die Texte, die er 1943/44 im Gefängnis schrieb, als geistig-geistlicher Wegweiser für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft. &#160; Anläßlich seines 80. Todestages entstand der Gedanke, ein Chorstück [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges, am 9. April 1945, wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer 39jährig im KZ Flossenbürg hingerichtet. Inzwischen gelten seine Schriften, insbesondere die Texte, die er 1943/44 im Gefängnis schrieb, als geistig-geistlicher Wegweiser für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8900" aria-describedby="caption-attachment-8900" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8900" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=400%2C324&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="324" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=400%2C324&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=1024%2C829&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=768%2C622&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=1536%2C1244&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8900" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bonhoeffer-Messe (Programmheft innen)</em></figcaption></figure>
<p>Anläßlich seines 80. Todestages entstand der Gedanke, ein Chorstück zu schreiben, welches das Ordinarium der katholischen Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) mit Gebetstexten Bonhoeffers verbindet. Initiatoren waren dabei die Sänger des Vokalquintetts „Ensemble Nobiles“. Sie taten sich zusammen mit dem australischen „Sydney Chamber Choir“ (unter Leitung von Sam Allchurch) und dem Leipziger „GewandhausChor“ (unter Gregor Meyer). Das Ordinarium komponierte Paul Heller, einer der Sänger vom „Ensemble Nobiles“. Für die Vertonung der Bonhoeffer-Texte konnten Komponisten aus mehreren Ländern gewonnen werden: aus den USA, aus Großbritannien, Neuseeland, Australien und Deutschland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8901" aria-describedby="caption-attachment-8901" style="width: 307px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8901" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=307%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="307" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=307%2C400&amp;ssl=1 307w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=785%2C1024&amp;ssl=1 785w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=768%2C1002&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=1178%2C1536&amp;ssl=1 1178w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?w=1226&amp;ssl=1 1226w" sizes="auto, (max-width: 307px) 100vw, 307px" /><figcaption id="caption-attachment-8901" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bonhoeffer-Messe </em><em>(Programm-Heft außen)</em></figcaption></figure>
<p>Am Sonntag, 11. Mai 2025, wurde dieses gewaltige Werk im Saal des Leipziger Gewandhauses aufgeführt. Es bildete den Abschluß der Bonhoeffer-Gedenktage, die vom 6.-11.5. mit diversen Vorträgen und Konzerten in Leipzig stattfanden. Das sorgte für viel Prominenz auch bei diesem Konzert.</p>
<p>A-capella-Konzerte bedürfen großer Konzentration. Das trifft auf ein 70-Minuten-Werk wie die Bonhoeffer-Messe besonders zu. Dass die Chöre sich nach jedem Gesangsstück anders aufstellten, führte zu ständig neuen Klangerlebnissen.</p>
<p>Natürlich ließe sich über die einzelnen Vertonungen noch manches sagen. Erwähnen möchte ich lediglich das letzte Stück. Für das weithin bekannte Bonhoeffer-Gedicht „Von guten Mächten“ hatte der Kirchenmusiker Manfred Schlenker (1926-2023) bereits in den 60er Jahren eine Melodie komponiert und sie zu einer „Bonhoeffer-Motette“ erweitert. Diese arbeitete er auf Wunsch des „Ensemble Nobiles“ im Jahre 2020 um. So erhielt das Gesamtwerk einen würdevollen Abschluß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
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		<title>Kammermusik in Berlin – mit dem „Trio Orelon“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2025 13:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Orelon]]></category>
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					<description><![CDATA[Gleich hinterm Berliner Bebelplatz, an die Staatsoper grenzend, befindet sich der „Pierre-Boulez-Saal“. Er wurde im Jahre 2017 eingeweiht und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Am 13. Februar 2025 war es uns vergönnt, in diesem Saal ein Kammerkonzert mit dem „Trio Orelon“ zu erleben. &#160; Der Name „Orelon“ kam mir irgendwie bekannt vor, und dann fiel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich hinterm Berliner Bebelplatz, an die Staatsoper grenzend, befindet sich der „Pierre-Boulez-Saal“. Er wurde im Jahre 2017 eingeweiht und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Am 13. Februar 2025 war es uns vergönnt, in diesem Saal ein Kammerkonzert mit dem „Trio Orelon“ zu erleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8617" aria-describedby="caption-attachment-8617" style="width: 1600px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8617 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?resize=640%2C258&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="258" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?resize=400%2C161&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?resize=1024%2C413&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?resize=768%2C310&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?resize=1536%2C619&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/02/Berlin-leuchtet.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-8617" class="wp-caption-text"><em>Bild: Berlin leuchtet – Lichtinstallation des Berliner Bebelplatz im Herbst 2024 ©Hansjürgen Wollmann</em></figcaption></figure>
<p>Der Name „Orelon“ kam mir irgendwie bekannt vor, und dann fiel es mir ein: Wir hatten das Trio schon einmal im Oktober 2023 im Leipziger Mendelssohn-Saal gehört.</p>
<p>Dieses Ensemble gründete sich im Jahre 2019 und konnte inzwischen mehrere Preise erwerben. Unsere Erwartungen waren entsprechend hoch und wurden auch nicht enttäuscht.</p>
<p>Die Musiker (Judith Stapf (Violine), Arnau Rovira (Violoncello) und Marco Sanna (Klavier)) gestalteten ein anspruchsvolles Programm.</p>
<p>Zu Beginn erklang ein bizarres Werk des kürzlich verstorbenen Wolfgang Rihm aus den Jahren 1983-84. Zwischen den mitunter schwer zu ertragenden Dissonanzen konnten wir kurz aufscheinende klassische Melodien erkennen. Im Nachhinein erfuhren wir, daß sich Rihm in diesen Stücken („Fremde Szenen“) mit dem Komponisten Robert Schumann auseinandergesetzt hatte. So war es sehr passend, daß im Anschluß ein Klaviertrio von Schumann erklang (F-Dur op. 80). Dieses Werk entstand in den Jahren 1847-49, zu einer Zeit, in der Schumann bereits an Depressionen litt. Tatsächlich durchzieht die Musik – bei aller Virtuosität – eine tiefe Melancholie. Nach der Pause hörten wir das Klaviertrio op. 24 von Mieczyslaw Weinberg.</p>
<p>Weinberg, der als polnischer Jude seine ganze Familie im Holocaust verloren hatte und nach abenteuerlicher Flucht schließlich in Moskau landete, schrieb das Trio dort im Jahre 1945. Die Freundschaft mit Dimitrij Schostakowitsch verhalf ihm zu kongenialen Inspirationen; politisch aber waren Beide gefährdet. Das spiegelt sich in den vielen Werken wider, die Weinberg in jenen Jahren schrieb. Auch das dargebotene Klaviertrio enthält viel Melancholie, zugleich aber den festen Willen, die Trauer zu überwinden. Trost und Hoffnung erwachsen aus den Rückbezügen auf die jüdische Volksmusik wie auch auf klassische Formen.</p>
<p>Die Ovationen nach dem Konzert wollten nicht enden. Würde es eine Zugabe geben? Da ergriff die Geigerin Judith Stapf das Mikrophon, bedankte sich herzlich bei den Zuhörern, sagte dann aber, daß die Musiker auf eine Zugabe verzichten müßten, weil nach dem Weinberg-Trio nichts Anderes mehr folgen könne. Ich mußte ihr rechtgeben: Nach so einem gewaltigen Werk war die Stille angemessen.</p>
<p>Ein wunderbares Konzert!</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hans Zimmer – der Meister ohne „Meisterabschluss“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 15:56:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Er hatte eine Woche Klavierunterricht. Eine Musikausbildung im eigentlichen Sinn hatte der jetzt 67-jährige Hesse und Wahl-Engländer nie. Er gehört aber zu den erfolgreichsten Film-Komponisten Hollywoods, genau genommen: der Filmgeschichte – Hans Zimmer. Am 20. Oktober 2024 gab‘s nun in der QUARTERBACK Immobilien ARENA in Leipzig die „The World of Hans Zimmer“ – eine von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er hatte eine Woche Klavierunterricht.</strong><br />
<strong>Eine Musikausbildung im eigentlichen Sinn hatte der jetzt 67-jährige Hesse und Wahl-Engländer nie.</strong><br />
<strong>Er gehört aber zu den erfolgreichsten Film-Komponisten Hollywoods, genau genommen: der Filmgeschichte – Hans Zimmer.</strong></p>
<p>Am 20. Oktober 2024 gab‘s nun in der QUARTERBACK Immobilien ARENA in Leipzig die „The World of Hans Zimmer“ – eine von Hans Zimmer autorisierte multimediale Show – mit Live-Orchester, RückPro-Fläche und spektakulärer Bühnentechnik.</p>
<figure id="attachment_8254" aria-describedby="caption-attachment-8254" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8254" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Gespraech.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8254" class="wp-caption-text"><em>Bild: Hans Zimmer im „virtuellen“ Gespräch</em></figcaption></figure>
<p>Hans Zimmer war nicht persönlich anwesend aber über Video-Einspielung „zu sehen“ und sogar mit Akteuren auf der Bühne „im Gespräch“ – das war technisch auch gut gemacht..</p>
<p>Die Akteure auf der Bühne wiederum waren meist junge talentierte Leute – vom Dirigenten des Orchesters mal abgesehen.</p>
<p>Das waren alles hochqualifizierte Musiker und Show-Leute – Weltklasse, möchte ich sagen.</p>
<p>Und dann lief diese „The World of Hans Zimmer“ ab – mit Filmausschnitten zu den von ihm komponierten Filmmusiken.</p>
<p>Dabei waren beispielsweise Musiken zu den Filmen „The Rock“, „Gladiator“, „Inception“, „Keine Zeit zu Sterben“ (James Bond, 007) und „König der Löwen“ zu hören.</p>
<figure id="attachment_8255" aria-describedby="caption-attachment-8255" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8255" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/10/Hans-Zimmer-Show.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8255" class="wp-caption-text"><em>Bild: „World of Hans Zimmer“ – Bühnenshow</em></figcaption></figure>
<p>Den „Schlusspunkt“ bildete „Der Fluch der Karibik“ – da kam die ganze Wucht des Entertainments in der QUARTERBACK-Halle „zum Tragen“.</p>
<p>Das Publikum war begeistert und hielt die drei Show-Stunden gut aus – allerdings mit einer 20-minütigen Pause.</p>
<p>Inzwischen ist bekannt, dass es im nächsten Jahr eine Hans-Zimmer-Show unter Anwesenheit des Meisters persönlich geben wird.</p>
<p>Wir freuen uns.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
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		<title>Rückschau auf ein ungewöhnliches Projekt &#8211; Beethovens 9. Sinfonie vervierfacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 16:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[ARTE]]></category>
		<category><![CDATA[Beethoven]]></category>
		<category><![CDATA[Sinfonie]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 200 Jahren, am 7. Mai 1824, erlebte die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven ihre Uraufführung. Anläßlich dieses Jubiläums wurde am 7. Mai d.J. das große Werk zeitgleich in vier Konzertsälen gespielt: in Leipzig, Paris, Mailand und Wien. Dem Fernsehsender ARTE ist es zu danken, daß er uns den Einblick in alle vier Interpretationen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 200 Jahren, am 7. Mai 1824, erlebte die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven ihre Uraufführung. Anläßlich dieses Jubiläums wurde am 7. Mai d.J. das große Werk zeitgleich in vier Konzertsälen gespielt: in Leipzig, Paris, Mailand und Wien.</p>
<figure id="attachment_7827" aria-describedby="caption-attachment-7827" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7827" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Ankuendigung-Faksimile-Ausdruck.jpg?resize=300%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Ankuendigung-Faksimile-Ausdruck.jpg?resize=300%2C400&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Ankuendigung-Faksimile-Ausdruck.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Ankuendigung-Faksimile-Ausdruck.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Ankuendigung-Faksimile-Ausdruck.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7827" class="wp-caption-text"><em>Bild: Faksimile – Ankündigung der 9. Sinfonie von Beethoven (Ausdruck)</em></figcaption></figure>
<p>Dem Fernsehsender ARTE ist es zu danken, daß er uns den Einblick in alle vier Interpretationen ermöglichte, indem nacheinander jeweils ein Satz aus einer der vier Städte übertragen wurde.</p>
<p>Der erste Satz (Allegro ma non troppo un poco maestoso) kam aus Leipzig. Da das Gewandhausorchester mit den Kompositionen Beethovens sehr vertraut ist, konnte die Auffführung unter ihrem Chef Andris Nelsons nur gelingen. Tatsächlich spielten die Musiker die unterschiedlichen Teile, insbesondere die dunklen Stellen, sehr einfühlsam.</p>
<p>Und doch übertraf die Interpretation des zweiten Satzes (Molto vivace – Presto) aus Paris den Eindruck der Leipziger Aufführung. Dies lag vor allem an der inspirierenden Ausstrahlung des jungen Dirigenten Klaus Mäkelä, der seit einigen Jahren schon dem Orchestre de Paris vorsteht. So brillant habe ich dieses schroffe Scherzo noch nie gehört.</p>
<p>Umso enttäuschender empfand ich den dritten Satz (Adagio molto e cantabile), der aus der Mailänder Scala übertragen wurde. Das Dirigat von Riccardo Chailly entsprach nicht den Erwartungen, die er als einstmaliger Gewandhauskapellmeister geweckt hatte. Oder lag es am Mailänder Opernorchester? Jedenfalls ging mir das Adagio nicht so nahe wie sonst.</p>
<p>Überraschender dann der vierte Satz (Presto – Allegro assai) mit dem Schlußchor von Schillers „Ode an die Freude“ aus Wien.</p>
<figure id="attachment_7828" aria-describedby="caption-attachment-7828" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7828" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Artikel-200-Jahre.jpg?resize=300%2C323&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="323" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Artikel-200-Jahre.jpg?resize=371%2C400&amp;ssl=1 371w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Artikel-200-Jahre.jpg?resize=951%2C1024&amp;ssl=1 951w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Artikel-200-Jahre.jpg?resize=768%2C827&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Artikel-200-Jahre.jpg?w=1372&amp;ssl=1 1372w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/9-Sinfonie-Artikel-200-Jahre.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7828" class="wp-caption-text"><em>Bild: Artikel zu 200 Jahre „Götterfunken“ mit Notenblatt-Faksimile (Ausdruck)</em></figcaption></figure>
<p>Unter Leitung des tschechischen Dirigenten Petr Popelka gelang den Wiener Symphonikern im Zusammenklang mit Chor und Solisten ein festliches Finale.</p>
<p>Um sich – unabhängig von meiner Einschätzung – ein eigenes Urteil zu bilden, empfiehlt es sich, die Sendung in der ARTE-Mediathek nachzuhören.</p>
<p>Auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut, dass der berühmten „Neunten“ eine solch würdige Ehrung zuteil wurde.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.arte.tv/de/videos/119406-001-A/ludwig-van-beethoven-symphonie-nr-9/" target="_blank" rel="noopener">Arte Mediathek, Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9</a><br />
Leipzig, Paris, Mailand, Wien<br />
vom 07. Mai 2024<br />
bis 06. Mai 2025 verfügbar</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gewandhaus am 4. Mai 2023 &#8211; Begegnung mit einem unbekannten Dirigenten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2023 15:41:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Brahms]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
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					<description><![CDATA[Für das „Große Konzert“ am 4. Mai im Gewandhaus hatte ich mir eine Karte besorgt, weil ich gern einmal wieder eine meiner Lieblingssinfonien, die 4. Sinfonie von Johannes Brahms (1833-1897) hören wollte. Vor der Pause sollte noch ein zweites großes sinfonisches Werk erklingen: „Die Seejungfrau – Fantasie für Orchester“ von Alexander Zemlinsky (1871-1942), einem nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für das „Große Konzert“ am 4. Mai im Gewandhaus hatte ich mir eine Karte besorgt, weil ich gern einmal wieder eine meiner Lieblingssinfonien, die 4. Sinfonie von Johannes Brahms (1833-1897) hören wollte.</p>
<p>Vor der Pause sollte noch ein zweites großes sinfonisches Werk erklingen: „Die Seejungfrau – Fantasie für Orchester“ von Alexander Zemlinsky (1871-1942), einem nicht sehr bekannten Komponisten, dessen Werke aber erfreulicherweise immer öfter in den Konzertsälen zu hören sind. Zemlinsky gehörte neben Gustav Mahler und Arnold Schönberg zu jenen Komponisten, die am Beginn des 20. Jahrhunderts in Wien den Übergang von der Spätromantik zur Moderne vollzogen – jeder auf seine Weise.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_6780" aria-describedby="caption-attachment-6780" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6780" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/03/Gewandhaus-Abend.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-6780" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus am Abend</em></figcaption></figure>
<p>Als Dirigent des Abends wurde ein mir bis dahin noch ziemlich Unbekannter angekündigt: Klaus Mäkelä. In irgendeiner Zeitschrift hatte ich gelesen, daß es sich bei dem 27jährigen Finnen um ein „Ausnahmetalent“ handeln solle; aber solch großes Wort muß erst einmal eingelöst werden.</p>
<p>Um es gleich zu sagen: Klaus Mäkelä hat es eingelöst. Am Dirigentenpult stand ein junger Mann, der einerseits im Überschwang der Jugend mit vollem Körpereinsatz agierte, der zugleich aber die nötige Sensibilität für musikalische Details aufbrachte. Unter seiner Stabführung gelangten die beiden sinfonischen Werke zu künstlerischem Glanz.</p>
<p>Dem Dirigenten Klaus Mäkelä wird vermutlich eine steile Karriere beschieden sein. Bereits jetzt arbeitet er mit namhaften Orchestern zusammen, und im Jahre 2027 soll er Chefdirigent des Concertgebouworkest Amsterdam werden. Es bleibt ihm zu wünschen, daß er sich dann auch jene jugendliche Frische erhalten kann, die am Abend des 4. Mai die Zuhörer im Gewandhaussaal so sehr begeisterte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verbeugung vor komponierenden Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2022 18:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kammerkonzert am 19. Oktober im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses Während ihres Aufenthaltes in Leipzig wohnte die englische Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) in der Salomonstraße 19. Davon zeugt inzwischen auch eine schöne Gedenktafel – schräg gegenüber von unserem Oratorium. Verständlich also, daß wir Oratorianer besonders sensibel geworden sind für weithin benachteiligte und vielfach vergessene Künstlerinnen. Auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kammerkonzert am 19. Oktober im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses</strong></p>
<p>Während ihres Aufenthaltes in Leipzig wohnte die englische Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) in der Salomonstraße 19. Davon zeugt inzwischen auch eine schöne Gedenktafel – schräg gegenüber von unserem Oratorium. Verständlich also, daß wir Oratorianer besonders sensibel geworden sind für weithin benachteiligte und vielfach vergessene Künstlerinnen.</p>
<p>Auch das Trio Orelon (Gewinner des internationalen Kammermusikwettbewerbs in Graz 2022) hat sich dem Anliegen verschrieben, vergessene Komponistinnen bekannt zu machen.</p>
<figure id="attachment_6474" aria-describedby="caption-attachment-6474" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6474" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/10/Gewandhaus-Herbst.jpg?resize=400%2C345&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="345" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/10/Gewandhaus-Herbst.jpg?w=1463&amp;ssl=1 1463w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/10/Gewandhaus-Herbst.jpg?resize=300%2C259&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/10/Gewandhaus-Herbst.jpg?resize=1024%2C883&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/10/Gewandhaus-Herbst.jpg?resize=768%2C662&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/10/Gewandhaus-Herbst.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-6474" class="wp-caption-text"><em>Gewandhaus Leipzig im Herbst 2022</em></figcaption></figure>
<p>Unter dem Titel „Beethovens Töchter“ gestaltete das Trio (mit Judith Stapf (Violine), Arnau Rovira i Bascompte (Violoncello) und Marco Sanna (Klavier)) am 19. Oktober im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses ein Kammerkonzert mit Werken von Beethoven und einigen jüngeren Komponistinnen.</p>
<p>„Töchter“ von Beethoven sind sie alle nicht – weder biologisch noch stilistisch. Indirekt stimmt es aber doch. Denn wer von den Jüngeren kommt schon an Beethoven vorbei?? Selbst der große Brahms mußte sich jahrelang an ihm abarbeiten.</p>
<p>Unter den aufgeführten Komponistinnen war Ethel Smyth nicht vertreten. Aus einem einfachen Grund: Sie hat nur ein Trio für Violine, Oboe und Klavier geschrieben, nicht aber für eine klassische Besetzung.Daf</p>
<p>ür konnten die anderen Frauen umso mehr zur Geltung kommen: die Amerikanerin Amy Beach (1867-1944) mit ihrem spätromantischen Sound, in dem unterschwellig ihre Heimat zu erkennen war, und die Französin Louise Farrenc (1804-1875) mit ihrem romantischen Impetus, der mich sehr an Robert Schumann erinnerte. Und das alles wunderbar verschränkt mit der Musik Beethovens.</p>
<p>Die Krönung des Abends war für mich die Zugabe: ein Satz aus einem Trio von Lili Boulanger (1893-1918). Klassische Moderne vom Feinsten! Was hätte aus dieser Komponistin noch werden können, wenn sie nicht so früh an der Spanischen Grippe hätte sterben müssen?!<br />
Jedenfalls dürfen sie nicht vergessen werden – die oft zu Unrecht vernachlässigten komponierenden Frauen.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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