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	<description>Oratorium Leipzig - Seid gut - wenn Ihr könnt</description>
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		<title>Ich verstehe ihren Unmut – Sozialdrama der Extraklasse  (Katholischer Kinotipp)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 15:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Katholischer Kinotipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine 59-jährige Frau leitet eine Reinigungskolonne und hat mit Personalmangel und der Vermittlung zwischen den oft migrantischen Gebäudereinigern, Kundinnen und der Unternehmensleitung zu kämpfen. Als sie versucht, eine Hilfskraft von einem Subunternehmer abzuwerben, setzt sie das unter Druck, einen ihrer eigenen Mitarbeiter zu entlassen. Das quasi-dokumentarische Sozialdrama lenkt den Blick auf einen oft unsichtbar bleibenden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine 59-jährige Frau leitet eine Reinigungskolonne und hat mit Personalmangel und der Vermittlung zwischen den oft migrantischen Gebäudereinigern, Kundinnen und der Unternehmensleitung zu kämpfen. Als sie versucht, eine Hilfskraft von einem Subunternehmer abzuwerben, setzt sie das unter Druck, einen ihrer eigenen Mitarbeiter zu entlassen. Das quasi-dokumentarische Sozialdrama lenkt den Blick auf einen oft unsichtbar bleibenden Arbeitsbereich und erzeugt durch reale Schauplätze, die Besetzung mit Laien und den Verzicht auf musikalische Untermalung den Eindruck hoher Authentizität. Die Hauptfigur erscheint dabei glaubwürdig ambivalent im Bemühen, in einer moralischen Grauzone zu agieren. &#8211; Sehenswert ab 14. (Katholischer Filmdienst)</p>
<figure id="attachment_76374" aria-describedby="caption-attachment-76374" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-76374" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/06/Unmut-Kinotipp-1.jpeg?resize=400%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="225" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/06/Unmut-Kinotipp-1.jpeg?resize=400%2C225&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/06/Unmut-Kinotipp-1.jpeg?w=720&amp;ssl=1 720w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-76374" class="wp-caption-text"><em>Bild: Ich verstehe Ihren Unmut, Katholischer Kinotipp,</em> <em>Fotonachweis ©: Louis Dickhaut, Frederik Seeberger/Wenn Dann Film, Real Fiction</em></figcaption></figure>
<p><strong>Aus der Jury „Katholischer Kinotipp“</strong></p>
<p>„Ich verstehe Ihren Unmut“ ist damit weit mehr als ein klassisches Sozialdrama. Der Film ist eine genaue, kluge und berührende Beobachtung darüber, wie Arbeit Menschen formt, zermürbt und zugleich in ständiger Bewegung hält.</p>
<p>Ein ausgezeichneter Film, der mich sehr intensiv in das Arbeitsleben von Reinigungskräften hineingezogen hat. Die Atemlosigkeit der Handkamera, die ganz dicht an der Objektleiterin Heike dran ist, überträgt sich auf den Zuschauer.</p>
<p>Ich hatte beim Zuschauen tatsächlich zum allerersten Mal in meinem Leben kurz den Gedanken: Vielleicht wäre es besser, sich arbeitslos zu melden, als sich weiter in so ein System zwingen zu lassen. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Selbsterhaltung.</p>
<p>Jetzt wird nun eine Frau gezeigt, die nicht nur Heldin sondern auch eine ambivalente Figur ist: sie betrügt, sie hintergeht, sie verletzt. Aber, sie entschuldigt sich auch und lädt ein zum Fest. Gerade der letzte Teil des Films ist anrührend und von tiefer Feierlichkeit und Schönheit, auch was die Bildgestaltung betrifft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Filmdaten<br />
PRODUKTION: Deutschland 2026<br />
REGIE: Kilian Armando Friedrich<br />
BUCH: Kilian Armando Friedrich · Tünde Sautier · Daniel Kunz<br />
KAMERA: Louis Dickhaut · Frederik Seeberger<br />
MIT: Sabine Thalau (Heike Kamp) · Nada Kosturin (Taja) · Werner Posselt (Detlev) · Thomas Sprekelsen (Herr Nowak) · Sadibou Diabang (Selam)<br />
LÄNGE: 93 Minuten<br />
KINOSTART: 04.06.2026<br />
EMPFEHLUNG: Katholischer Kinotipp</p>
<figure id="attachment_76375" aria-describedby="caption-attachment-76375" style="width: 713px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-76375 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/06/Unmut-Plakat.jpeg?resize=640%2C898&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="898" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/06/Unmut-Plakat.jpeg?w=713&amp;ssl=1 713w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/06/Unmut-Plakat.jpeg?resize=400%2C561&amp;ssl=1 400w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-76375" class="wp-caption-text"><em>Bild: Ich verstehe Ihren Unmut, Plakat,</em><br /><em>Fotonachweis ©: Louis Dickhaut,</em> <em>Frederik Seeberger/Wenn Dann Film, Real Fiction</em></figcaption></figure>
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		<title>Berlinale 26 – ein politischer Eklat und viele unpolitische Filme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 16:58:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war die 76. Berlinale, diesmal mit einem medienwirksamen Auftritt eines Preisträgers mit der Palästinenser-Flagge – ein Minister verließ dann unter Protest den Saal. Längere Zeit hatte man in den Medien den Eindruck, dass dies das einzige Ereignis war – kaum jemand sprach oder schrieb noch über die gezeigten Filme. Und von denen gab‘s sogar [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war die 76. Berlinale, diesmal mit einem medienwirksamen Auftritt eines Preisträgers mit der Palästinenser-Flagge – ein Minister verließ dann unter Protest den Saal.</p>
<p>Längere Zeit hatte man in den Medien den Eindruck, dass dies das einzige Ereignis war – kaum jemand sprach oder schrieb noch über die gezeigten Filme. Und von denen gab‘s sogar viele persönliche und – aus meiner Sicht – auch recht gute Filme.</p>
<p>Der Wettbewerb der diesjährigen Berlinale war mit vielen „unpolitischen“ Filmen bestückt. Einer der wenig politischen Filme gewann dann den Hauptpreis:<br />
„Gelbe Briefe“ des deutschen Regisseurs Ilker Catak (Das Lehrerzimmer).</p>
<figure id="attachment_51004" aria-describedby="caption-attachment-51004" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-51004" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/03/berlinale-26-Upper-Platz.jpeg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-51004" class="wp-caption-text"><em>Bild: Berlinale 2026</em></figcaption></figure>
<p>Welche Filme konnte ich nun sichten?</p>
<p>Es waren diesmal nur sieben: Darunter Filme aus der Rubrik „Berlinale Special“, dem „Wettbewerb“ und aus dem „Forum“ – hier, im „Forum“, lief dann gleich der für mich beste Film „Vier minus drei“ des österreichischen Regisseurs Adrian Goiginger (Der Fuchs) über eine Frau, die durch einen Auto-Unfall ihren Mann und die zwei Kinder verloren hat: „Vier minus drei“! Ein zutiefst berührender und erschütternder Film zum Thema Trauer und Trauerarbeit, aber nicht ohne „Hoffnungsschimmer“.</p>
<p>Ein weiterer Film aus Österreich lief dann im „Wettbewerb“: „The Loneliest Man in Town“, nach Meinung einiger Kritiker einer der ambitioniertesten und vielleicht künstlerisch besten Filme dieser Berlinale. Erzählt wird die Geschichte eines alternden Elvis-Nachahmers aus Wien – den es wirklich gibt und der sich im Film selbst spielt.</p>
<p>Das „Alter“ und „das Altern“ spielte dann in weiteren Wettbewerbsfilmen eine Rolle: einmal in einem USA-Dokumentarfilm um die inzwischen verstorbene Künstlerin YO „Yo (Love is a Rebellious Bird)“ und ein Film zum Thema „Sex im Alter“ und „Demenz“ mit Juliette Binoche als ratlose Tochter in „Queen at See“.</p>
<p>Oder im „Berlinale Special“ die Horror-Fernseh-Serie der ARD „House of Yang“ – davon sah ich drei Teile und hätte die anderen drei gern auch noch gesehen. Es ging um mehrere Generationen in einem geheimnisumwitterten Haus mitten im Schwarzwald. Zu sehen dann in diesem Herbst 26 in der ARD-Mediathek.</p>
<p>Große Erwartungen knüpfte ich an die US-Produktion „Das Testament der Ann Lee“. Aber so richtig zufrieden war ich nach diesem aufwendig gefilmten Historien-Musical dann doch nicht. Es ging um die geistliche Bewegung der „Shaker“ in den USA Mitte des 18. Jahrhunderts. Ihr Motto „Mit sexueller Reinheit und schüttelnden Bewegungen direkt zum lieben Gott“.</p>
<p>Ein Superstar der Berlinale war diesmal der US-Amerikaner Channing Tatum. Bei seinem Eintreffen auf dem „roten Teppich“ vor dem Berlinale Palast am Freitag (20.02.2026) war Kreisch-Alarm der meist weiblichen Fans angesagt. Im Wettbewerbsfilm „Josephine“ spielte er einen Vater, der seiner achtjährigen Tochter zur Seite stehen muss: sie wurde zur Zeugin einer Vergewaltigung. Das war spannendes US-amerikanisches Independent-Kino und Channing Tatum lässt es zu, dass er in diesem Film als starker Mann wirklich „demontiert“ wird.</p>
<p>Wenn es nun die großen Kracher-Filme bei der diesjährigen Berlinale nicht gegeben hat, ragten die von mir gesichteten Filme doch weit über das Mittelmaß hinaus.</p>
<p>Das kommt sicherlich auch auf das Konto der neuen Leiterin Tricia Tuttle – ich kann nur sagen: „Weiter so“.</p>
<p>Ach so, noch eine Bemerkung „ganz am Rande“: Wenn ich beispielsweise zum auf der Eintrittskarte angegebenen „Uber Platz 2“ in Berlin mittels irgendeiner App kommen wollte, gab es den nicht; oder die Rathausstraße 1 am „Alex“. Die Berlinale-Veranstalter sollten bei der Gestaltung ihrer Hefte mal die alten Druckvorlagen ändern – das würde sich lohnen.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kinotipp: ISLANDS – wenn man vom Tourismus lebt, aber sich nicht als Tourist fühlt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 May 2025 16:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Filmtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Gerster]]></category>
		<category><![CDATA[Islands]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wie Du lebst, möchte ich mal Urlaub machen“ – Wer kennt diesen Spruch nicht, oder hat ihn nicht schon einmal selbst gesprochen? So geht es in dem Film „Islands“ dem Tennistrainer Tom (Sam Riley): Er gibt Tennisstunden für Touristen und nicht nur einmal rutscht seinen Schülerinnen und Schülern der Satz raus, wie gut er’s doch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">„Wie Du lebst, möchte ich mal Urlaub machen“ – Wer kennt diesen Spruch nicht, oder hat ihn nicht schon einmal selbst gesprochen?</p>
<p>So geht es in dem Film „Islands“ dem Tennistrainer Tom (Sam Riley):<br />
Er gibt Tennisstunden für Touristen und nicht nur einmal rutscht seinen Schülerinnen und Schülern der Satz raus, wie gut er’s doch hat.</p>
<p>Und eigentlich stimmts ja auch: Denn so richtig Urlaub oder auch mal richtig wegfahren, das macht Tom alles nicht. Denn sein Leben treibt bisher recht „sonnig“ so dahin.</p>
<p>Nun kommt aber eine hübsche und attraktive junge Frau und Mutter und bittet um Tennisstunden für ihren siebenjährigen Sohn (Dylan Torell).</p>
<p>Letztlich bekommt diese Anne (Stacy Martin) den ausgebuchten Tennislehrer Tom auch „rum“ und später bringt der Vater Dave (Jack Farthing) den Sprössling zum Unterricht.</p>
<p>Lange dauerts nicht, dass für Tom aus Arbeit auch Spaß und fröhliche Familienrunden werden. Da wird viel geredet, geflirtet und plötzlich ist der Mann und Vater Dave spurlos verschwunden und der Krimi beginnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8873" aria-describedby="caption-attachment-8873" style="width: 1000px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8873 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Filmbild.jpg?resize=640%2C268&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="268" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Filmbild.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Filmbild.jpg?resize=400%2C168&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Filmbild.jpg?resize=768%2C322&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-8873" class="wp-caption-text"><em>Bild: Filmbild zu Islands</em></figcaption></figure>
<p>Alle Lösungsvarianten stehen jetzt offen und sogar die Polizei rückt an, vorne weg ein „erbarmungsloser“ Kommissar. Doch auf die eigentliche Lösung bin ich als Zuschauer doch nicht gekommen. Aber das soll hier nicht erzählt werden.</p>
<p>Aber: der Film lohnt.</p>
<p>Zumal der Regisseur Jan-Ole Gerster für Überraschungsfilme „aus dem Alltag heraus“ bekannt ist: „Oh Boy“ (2012) – über einen ziellos in der Nacht durch Berlin streuenden jungen Mann oder „Lara“ (2019) über eine gerade 60igjährige Beamtin, die sich einfach durch ihren Geburts-Tag treiben lässt.</p>
<p>Für seinen neuesten Film hat sich der Regisseur ein internationales Darsteller-Ensemble und mit den Leonine Studios ist auch ein international renommierter Film-Verleih „im Boot“.</p>
<p>Gersters Islands-Film bedient viele Genre-Muster wie Liebes-Drama oder Psycho-Krimi oder versprüht Traumschiff-Flair. Genau einordnen, in irgendeines dieser Genres, kann man „Islands“ jedoch nicht.</p>
<p>Vielleicht war das der Grund dass der Film in diesem Jahr bei der Berlinale in der Sektion „Berlinale Special“ zu sehen war. Da laufen Filme, die demnächst im Kino oder auf Streaming-Plattformen zu sehen sind und über gängige Genre-Filme weit hinaus gehen. Das erfüllt „Islands“ zweifellos.</p>
<p>Und mancher oder manche wird nach dem Kinobesuch vielleicht verstehen, dass &#8211; wer auch immer in der Tourismusbranche tätig ist, auch mal Urlaub machen muss &#8211; aber bestimmt nicht dort, wo er oder sie gerade arbeitet.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Islands</strong><br />
Produktion: Deutschland 2024<br />
Regie: Jan-Ole Gerster<br />
Verleih: Leonine Studios<br />
Länge: 120 Minuten<br />
Kinostart: 8. Mai 2025</p>
<figure id="attachment_8872" aria-describedby="caption-attachment-8872" style="width: 675px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8872 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Plakat.jpg?resize=640%2C948&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="948" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Plakat.jpg?w=675&amp;ssl=1 675w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Islands-Plakat.jpg?resize=270%2C400&amp;ssl=1 270w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-8872" class="wp-caption-text"><em>Bild: Islands-Plakat</em></figcaption></figure>
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		<title>Des Teufels Bad – ein Film über eine „von Menschenhand gemachte“ Glaubenskrise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2024 17:22:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine junge Bäuerin aus Oberösterreich fühlt sich Mitte des 18. Jahrhunderts nach ihrer Heirat nicht wohl. Sie ist überfordert und wird von ihrer Schwiegermutter gegängelt, als ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Als ihre Depressionen immer schwerer werden und ihr niemand beisteht, greift sie zu einem schockierenden Mittel, um ihrem unerträglichen Leben zu entkommen. Das düstere Drama [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine junge Bäuerin aus Oberösterreich fühlt sich Mitte des 18. Jahrhunderts nach ihrer Heirat nicht wohl. Sie ist überfordert und wird von ihrer Schwiegermutter gegängelt, als ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Als ihre Depressionen immer schwerer werden und ihr niemand beisteht, greift sie zu einem schockierenden Mittel, um ihrem unerträglichen Leben zu entkommen. Das düstere Drama zeichnet das Psychogramm einer verzweifelten Frau, die von einem rigiden Glaubenskodex in die Katastrophe getrieben wird. Der überzeugend ausgestattete und gespielte Film droht durch Folk-Horror-Elemente bisweilen allerdings ins Groteske zu kippen.</p>
<p>Katholischer Filmdienst</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8346" aria-describedby="caption-attachment-8346" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8346" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bade-Film-Bild.jpg?resize=400%2C216&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="216" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bade-Film-Bild.jpg?resize=400%2C216&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bade-Film-Bild.jpg?resize=768%2C415&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bade-Film-Bild.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8346" class="wp-caption-text"><em>Filmbild: Des Teufels Bad</em></figcaption></figure>
<p>Eine erschütternde Geschichte aus dem „katholischen Leben“ vor 200 Jahren.</p>
<p>Klar, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Menschen, die den Freitod gewählt hatten oftmals auf kirchlichen Friedhöfen oder auch kirchlich nicht bestattet – das galt für „beide“ Kirchen. Das wird nun in „Des Teufels Bad“ sehr nachvollziehbar erzählt – auch der Gewissens- und Glaubenskonflikt der Hauptprotagonistin ist plausibel.</p>
<p>Im Übrigen stützt sich der Film auf historische Akten dazu. Dass das nun teilweise wie ein Horror-Film bebildert wird und am Schluss quasi ein Hinrichtungs-Volksfest stattfindet – hat durchaus ein „Geschmäckle“.<br />
Und, für Jugendliche unter 18-Jahren ist das nichts! Ansehen, sollte man sich diesen Film als Erwachsener aber schon &#8211; gerade im Gedenken an die damals betroffenen Frauen und Männer, auch Kinder.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Des Teufels Bad<br />
Produktion: Österreich, Deutschland 2024<br />
Regie: Veronika Franz, Severin Fiala<br />
Mit: Anja Plaschg (Agnes)<br />
Länge: 121 Minuten<br />
Kinostart: 14. November 2024</p>
<figure id="attachment_8345" aria-describedby="caption-attachment-8345" style="width: 707px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8345 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bad-Plakat.jpg?resize=640%2C905&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="905" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bad-Plakat.jpg?w=707&amp;ssl=1 707w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Teufels-Bad-Plakat.jpg?resize=283%2C400&amp;ssl=1 283w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-8345" class="wp-caption-text"><em>Plakat: Des Teufels Bad</em></figcaption></figure>
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		<title>Gloria – frühbürgerliche Frauenpower mit Musik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 13:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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					<description><![CDATA[Gloria war der „Unterhaltungs-Tupfer“ bei der diesjährigen Berlinale. Handlungsort ist eine venezianische klosterähnliche Musikschule am Beginn des 19. Jahrhunderts, wo gesellschaftlich chancenlose Mädchen quasi verwahrt werden. Unter Leitung eines Maestros, der nicht nur musikalisch eine Null ist, sollen sie in der Kapelle vor Ort alle ein Konzert geben. Doch der Konzert-Plan, sogar in Gegenwart eines [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gloria war der „Unterhaltungs-Tupfer“ bei der diesjährigen Berlinale.</strong></p>
<p>Handlungsort ist eine venezianische klosterähnliche Musikschule am Beginn des 19. Jahrhunderts, wo gesellschaftlich chancenlose Mädchen quasi verwahrt werden. Unter Leitung eines Maestros, der nicht nur musikalisch eine Null ist, sollen sie in der Kapelle vor Ort alle ein Konzert geben.</p>
<figure id="attachment_8106" aria-describedby="caption-attachment-8106" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8106" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Bild.jpg?resize=400%2C240&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="240" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Bild.jpg?resize=400%2C240&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Bild.jpg?resize=768%2C461&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Bild.jpg?resize=500%2C300&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Bild.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8106" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gloria-Filmbild</em></figcaption></figure>
<p>Doch der Konzert-Plan, sogar in Gegenwart eines neugewählten Papstes, kippt – und dann wird’s poppig und nicht nur musikalisch unterhaltsam.</p>
<p>Gloria ist ein bunter venezianischer Bilderreigen, angesiedelt in genau ausgestatteten Filmsets. Manchmal möchte man sogar den Film anhalten, um diese Bilder mit leichten Pastelltönen genießen zu können – Bilder, wie aus einer Galerie.</p>
<p>Die Handlung ist konventionell angelegt: Unterdrückte Mädchen schaffen einen Weg nach oben. Nebenbei gibt’s da auch noch eine Entwicklung untereinander bis da Solidarität und gemeinsames Handeln wirklich möglich werden.</p>
<p>Alles wird über die 100 Filmminuten spannend und gut anschaubar präsentiert. Und dann erfahre ich als Zuschauer auch so manches über die bürgerliche Welt vor 200 Jahren. Und: Seitenhiebe auf die katholische Kirche mit ihrer Männerdominanz gibt’s auch – das gilt ja bis heute.</p>
<p>„Gloria“ ist der erste Film der italienischen Pop-Sängerin Margherita Vicario. Sonst füllt sie Konzertsäle mit ihren Songs, jetzt gab‘s für ihren Film „Gloria“ Standing-Ovations bei der Uraufführung. Vicario zeigt mit ihrer ersten Regie-Arbeit Gespür für Timing und für musikalische Effekte – oft reißt das wirklich mit. Wen kümmert‘s, dass die Musik sogar nicht in die frühbürgerliche Kulisse passt. Da klingt‘s nach Reggae und Jazz, modern rhythmisch wird der Musik-Score oft untersetzt.</p>
<p>Letztlich geht’s bei diesem Film ja um eine Utopie und die Frage: Was wäre, wenn die Frauen damals vor über 200 Jahren ihre Talente hätten wirklich entfalten können? Und, diese kritische Frage-Stellung kommt durchaus an. Den großen Protest vermittelt „Gloria“ von Margherita Vicario allerdings nicht – gute Unterhaltung und einen Wohlfühl-Abend im Kino verspricht der Film aber allemal.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gloria<br />
Regie: Margherita Vicario<br />
Produktion: Italien/Schweiz 2024<br />
Länge: 100 Minuten<br />
Kinostart: 29.08.2024</p>
<figure id="attachment_8107" aria-describedby="caption-attachment-8107" style="width: 707px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8107 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Plakat.jpg?resize=640%2C905&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="905" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Plakat.jpg?w=707&amp;ssl=1 707w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gloria-Plakat.jpg?resize=283%2C400&amp;ssl=1 283w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-8107" class="wp-caption-text">Bild: Gloria-Filmplakat</figcaption></figure>
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		<title>Sterben und Sterbende begleiten – zwei aktuelle Filme in der Diskussion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2024 14:08:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei jeder Berlinale kristallisieren sich Themen heraus. Stand da vor einigen Jahren das Thema „Frau“, ein anderes Jahr das Thema „Migration“ so jetzt vielleicht das Thema „Sterben“ in einem besonderen Focus der Berlinale 2024. Zu diesem Thema gab es dann einen Film mit dem Titel „Sterben“, der da im „Wettbewerb“ in diesem Jahr lief und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei jeder Berlinale kristallisieren sich Themen heraus. Stand da vor einigen Jahren das Thema „Frau“, ein anderes Jahr das Thema „Migration“ so jetzt vielleicht das Thema „Sterben“ in einem besonderen Focus der Berlinale 2024.</p>
<p>Zu diesem Thema gab es dann einen Film mit dem Titel „Sterben“, der da im „Wettbewerb“ in diesem Jahr lief und sogar den Drehbuchpreis gewonnen hat. Und dann gab es noch den Film „Ivo“ über eine Palliativ -Pflegerin, der wiederum lief bei der diesjährigen Berlinale im „Panorama“. Das sind nun zwei explizit zum Thema präsentierte Filme bei diesem größten Film-Festival der Welt in diesem Jahr.</p>
<p>Anlass nun für mich, beide Werke einmal zu vergleichen und eventuell auch einmal einem aktuellen gesellschaftlichen Diskurs in unserem Land zum Thema „Sterben“ etwas auf die Spur zu kommen.</p>
<figure id="attachment_7912" aria-describedby="caption-attachment-7912" style="width: 283px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-7912" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/06/Sterben.jpg?resize=283%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="283" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/06/Sterben.jpg?resize=283%2C400&amp;ssl=1 283w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/06/Sterben.jpg?w=707&amp;ssl=1 707w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" /><figcaption id="caption-attachment-7912" class="wp-caption-text"><em>Bild: Plakat- Sterben</em></figcaption></figure>
<p>Also, der Film „Sterben“ von Matthias Glasner hat inzwischen sogar den Deutschen Filmpreis (Goldene Lola) bekommen und wurde auch während der Berlinale mit einigen Filmpreisen bedacht.</p>
<p>Doch dieser „Preis-Regen“ sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei dem Film „Sterben“ um ein das Thema doch leider nur unzureichend erfassendes Film-Werk handelt. Zumal „Sterben“ auch durch seine Film-Länge von 182 Minuten (!) wie ein Monumentalfilm daherkommt. Da wurden Erinnerungen an den ähnlich langen US-amerikanischen Monumentalfilm „Oppenheimer“ (Oscar 2024) wach. Und es klaffen die Unterschiede hinsichtlich eines monumentalen Werkes noch eklatanter auseinander.</p>
<p>„Sterben“ hat großartige Einzelszenen – herausragend dabei eine Mutter-Sohn-Gespräch (Corrinna Harfouch und Lars Eidinger). Zurecht hat Corrina Harfouch dafür auch die Goldene Lola für die beste Leistung als Schauspielerin in diesem Jahr bekommen. Aber dann gibt’s Szenen, die komödiantisch daher kommen – wie die Zahnarztszenen mit Roland Zehrfeld und Lilith Stangenberger &#8211; aber nicht komödiantisch und einfach „daneben“ sind. Sicherlich, der Film von Glasner „dokumentiert“ auch ein Stück die aktuelle Ohnmacht in unserer Gesellschaft bei diesem Thema und zeigt auch den aktuellen gesellschaftlichen Wunsch jeden – auch wenn es nur der kleinste ist – Transzendenz-Gedanke, Gedanken an Gott, auszublenden.</p>
<figure id="attachment_7911" aria-describedby="caption-attachment-7911" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-7911" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/06/Ivo.jpg?resize=400%2C235&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="235" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/06/Ivo.jpg?resize=400%2C235&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/06/Ivo.jpg?w=726&amp;ssl=1 726w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7911" class="wp-caption-text"><em>Bild: Ivo &#8211; Kinotipp</em></figcaption></figure>
<p>Das macht nun der zweite Berlinale-Film „Ivo“ zum Sterbe-Thema gar nicht. Schon am Beginn des Filmes ist ein Kreuz „im Blick“. Später sitzt die Hauptfigur Ivo mit einer jungen Frau in einer Kirche und weist diese zumindest darauf hin, dass beim Thema Sterben der Gedanke an Gott oder Göttliches nicht „ganz abwegig“ ist.</p>
<p>„Ivo“ ist aus meiner Sicht auch deshalb der bessere Film zur Thematik, weil er nahezu komplett ein Berufs-Problem-Feld bei einem Sterbe-Beruf zeigt. Und: Diese Frau „Ivo“ kommt mir nahe, berührt mich – ich fühle mit ihr als Zuschauender mit. Beim Film „Sterben“ fällt mir bezüglich dieser Intensität keine Figur ein.</p>
<p>Dennoch sollte man sich beide Filme ansehen und eine eigene Meinung bilden.<br />
Es geht ja um ein Thema, das in unserer Gesellschaft nicht erst durch die Frage des „aktiven oder begleiteten Suizid“ immer wieder aktuell ist.</p>
<p>Thomas Bohne<br />
Mitglied der Katholischen Filmkommission</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sterben</strong>, Deutschland 2024<br />
Regie: Matthias Glasner<br />
Mit: Lars Eidinger, Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld, Robert Gwisdek<br />
Länge: 182 Minuten<br />
Kinostart: 25. April 2024</p>
<p><strong>Ivo</strong>, Deutschland 2024<br />
Regie: Eva Trobisch<br />
Länge: 104 Minuten<br />
Mit: Minna Wündrich, Pia Hierzegger, Lukas Turtur, Pierre Siegenthaler,<br />
Kinostart: 20. Juni 2024</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="vc_empty_space"   style="height: 20px"><span class="vc_empty_space_inner"></span></div><div class="vc_btn3-container vc_btn3-inline" ><a class="vc_general vc_btn3 vc_btn3-size-md vc_btn3-shape-rounded vc_btn3-style-modern vc_btn3-color-grey" href="https://oratorium-leipzig.de/news/" title="News">Zurück zur Übersicht</a></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Berlinale 2024 – wesentlich erfreulicher als im letzten Jahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 13:51:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist die 74. Berlinale, eines der größten Filmfestivals weltweit – nahezu eine halbe Million an Tickets, die verteilt oder verkauft werden. Allerdings gibt es die Tickets jetzt nur noch „online“ – der Vorteil: es gibt keine endlosen Warteschlangen mehr an den Kassen; der Nachteil: ohne iphone ist man „kurz entschlossen“ vor Ort quasi machtlos. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die 74. Berlinale, eines der größten Filmfestivals weltweit – nahezu eine halbe Million an Tickets, die verteilt oder verkauft werden. Allerdings gibt es die Tickets jetzt nur noch „online“ – der Vorteil: es gibt keine endlosen Warteschlangen mehr an den Kassen; der Nachteil: ohne iphone ist man „kurz entschlossen“ vor Ort quasi machtlos.</p>
<figure id="attachment_7543" aria-describedby="caption-attachment-7543" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7543" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?w=1500&amp;ssl=1 1500w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-online-24-1.webp?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7543" class="wp-caption-text"><em>Bild: Berlinale 24 – online</em></figcaption></figure>
<p>Und es ist die letzte Berlinale des künstlerischen Leiters Carlo Chatrian – und seine Handschrift war besonders beim Wettbewerb zu spüren: eine große Bandbreite an Filmen, im Stil wie in der Filmgattung – historische, politische, existentielle und auch unterhaltsame Musikfilme zum Beispiel.</p>
<p>Letzterer hieß GLORIA! und erzählte von Mädchen in einem „Internat“, die Musik machen und um die Anerkennung ihrer Begabungen kämpfen. Das macht dieser italienische Wettbewerbsbeitrag sehr unterhaltsam, allerdings nicht ganz ohne Lücken in der Logik des filmischen Erzählens.</p>
<p>Dagegen war eine wirklich gut erzählte Geschichte der österreichische Film DES TEUFELS BAD. Unglaublich was da im Europa des 17. und 18. Jahrhundert abgelaufen ist, auch unglaublich damals die Verirrungen in der Theologie – in beiden Kirchen!</p>
<p>Ein typischer Chatrian, so sage ich mal, war aus meiner Sicht BLACK TEA, eine asiatisch-afrikanische Geschichte von Taiwan koproduziert und europäisch mitfinanziert, viel durch Frankreich und Luxemburg. Schon in Locarno seinerzeit im Jahre 2013 konnte ich die Vorliebe Chatrians für asiatische Geschichten und asiatisches Kino erleben und bewundern, an diese Filme musste ich jetzt bei BLACK TEA öfters denken.</p>
<p>Aus dem Wettbewerb sah ich dann noch: ANOTHER END, eine doch recht komplizierte Science-Fiction-Geschichte über Bewusstseins-Verpflanzung und ich sah den Dokumentarfilm ARCHITECTON, der war bildgewaltig und machte nachdenklich zum Thema Beton und wie wir damit in Zukunft unserer Erde gestalten.<br />
Wirklich enttäuschend war bei den von mir gesichteten Wettbewerbsfilmen der deutsche Film STERBEN: ein dreistündiges Epos ohne Originalität und Nachdenkenswertes und ohne erkennbaren Stil, manchmal aufgesetzt parodistisch und gerade da wirklich „daneben“. Dieser Film ist für mich eher ein erschütterndes Beispiel, wie deutsche Film-Förderung am Publikum und am Thema vorbeiführt.</p>
<p>Dagegen waren aber zwei Filme aus der Rubrik „Berlinale Spezial“ ein Volltreffer. Einmal der deutsch-tansanische Dokumentarfilm „Das leere Grab“ über das Recht in seiner Heimat bestattet zu werden und die tschechisch-amerikanische Netflix-Produktion „Spaceman“ über ein außerirdisches Wesen, das menschlicher ist als die Menschen selbst.</p>
<p>All das war zu sehen in der „Verti Music Hall“ an der Mercedes-Benz-Arena. Die Vorstellungen liefen diesmal wesentlich „freundlicher“ ab als noch im letzten Jahr. Diesmal konnte man im Veranstaltungsort zwischen den Vorstellungen bleiben. Eine Herausforderung ist nach wie vor das Toiletten-Angebot für Frauen, da helfen auch Unisex-Regelungen im Toilettenbereich wenig – Ergebnis: schier endlose Warteschlangen von Frauen. Zu einem Festival gehört natürlich auch Experimentelles, gerade mit Blick auf die deutsche Filmgeschichte nach der „68iger Revolution“.</p>
<figure id="attachment_7542" aria-describedby="caption-attachment-7542" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7542" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/02/Berlinale-Flitner-24.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7542" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bettina Flitner vor dem Screening ihres Filmes „ich“ im Gespräch</em></figcaption></figure>
<p>Die Retrospektive war spannend: „Ich“ von Bettina Flitner, die auch da war und bekannte, dass sie das Filme-Machen inzwischen aufgegeben hat und ein Dokumentarfilm von Hellmuth Costard über das alternative Filmgeschäft in den 70igern im „westlichen Teil“ Deutschlands.</p>
<p>Alles in allem war die Berlinale im Jahr 2024 ein höchst erfreulicher Blick in die Welt des Films. Schade, dass das bisherige Leitungsteam mit Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian den „Staffelstab“ schon wieder abgibt.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auf der Adamant – ein kleines Paradies in Paris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 17:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Adamant]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[GoldenerBär]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Adamant ist eine auf der Seine schwimmende Pariser Tagesklinik für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Im ersten Teil seiner geplanten Trilogie wirft der Dokumentarfilm einen Blick auf den von kreativen Therapieansätzen bestimmten Klinikalltag. Im Zentrum des Films steht das Gespräch. Ein zugewandtes, wenn auch mitunter etwas idealisierendes Porträt, das das Miteinander von Menschen mit und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7177" aria-describedby="caption-attachment-7177" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7177" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/adamant-2.jpg?resize=400%2C215&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="215" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/adamant-2.jpg?resize=300%2C161&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/adamant-2.jpg?resize=768%2C413&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/adamant-2.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7177" class="wp-caption-text"><em>Bild: Filmbild-Auf der Adamant</em></figcaption></figure>
<p>Die Adamant ist eine auf der Seine schwimmende Pariser Tagesklinik für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Im ersten Teil seiner geplanten Trilogie wirft der Dokumentarfilm einen Blick auf den von kreativen Therapieansätzen bestimmten Klinikalltag.</p>
<p>Im Zentrum des Films steht das Gespräch. Ein zugewandtes, wenn auch mitunter etwas idealisierendes Porträt, das das Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zeigt – auf Augenhöhe und abseits der administrativen Mühlen eines Gesundheitswesens, in dem das Individuum oft nicht mehr gesehen wird. &#8211; Sehenswert ab 14.</p>
<p>(Katholischer Filmdienst)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Originaltitel: SUR L&#8217;ADAMANT<br />
Produktionsland: Frankreich/Japan<br />
Produktionsjahr: 2022<br />
Regie: Nicolas Philibert<br />
Genre: Dokumentarfilm<br />
Auszeichnung: BerlinaleBerlinaleBerlinale-Gewinner 2023 (Goldener Bär)<br />
Länge: 109 Minuten<br />
Kinostart: 14.09.2023</p>
<figure id="attachment_7178" aria-describedby="caption-attachment-7178" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7178 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Adamant-Plakat.jpg?resize=640%2C901&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="901" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Adamant-Plakat.jpg?w=710&amp;ssl=1 710w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Adamant-Plakat.jpg?resize=213%2C300&amp;ssl=1 213w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-7178" class="wp-caption-text"><em>Bild: Plakat &#8211; Auf der Adamant</em></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Katholischer Filmtipp &#8211; Das Lehrerzimmer</title>
		<link>https://oratorium-leipzig.de/lehrerzimmer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2023 18:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Filmtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerzimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Das war der Geheimtipp bei der diesjährigen Berlinale 2023. „Das Lehrerzimmer“ – „Den musst Du gesehen haben!“ Ja, war gar nicht so leicht darauf zu kommen. Denn dieser Film lief nicht im „Wettbewerb“, sondern in der Sektion „Panorama“. Da vermutet man so einen „Knaller“ auch nicht gleich. Um was geht es? Die junge, engagierte Lehrerin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das war der Geheimtipp bei der diesjährigen Berlinale 2023. „Das Lehrerzimmer“ – „Den musst Du gesehen haben!“</p>
<p>Ja, war gar nicht so leicht darauf zu kommen. Denn dieser Film lief nicht im „Wettbewerb“, sondern in der Sektion „Panorama“. Da vermutet man so einen „Knaller“ auch nicht gleich.</p>
<p>Um was geht es?</p>
<p>Die junge, engagierte Lehrerin Carla (Leonie Benesch) fällt durch innovativen und einfallsreichen Unterricht auf. Diese 7. Klasse in diesem fast Vorzeige-Gymnasium hat sie im Griff. Alles super, alles wunderbar!? Und dann passiert es: Im Lehrerzimmer wird sie bestohlen, dort, wo nur die „Erwachsenen“ rankommen. Und dann kommt hinzu. Carla hat eine „Beweis-Aufnahme“, die zufällig mittels Laptop-Kamera gemacht wurde. Alles klar!</p>
<p>Nein, nichts ist klar, denn jetzt wird’s richtig schwierig: Die Beschuldigte streitet alles ab. Dann, ihr Sohn, ein Schüler, wird Opfer eines beispiellosen Mobbings. Das Erziehungs-Schulkollektiv bekommt nichts mehr in den Griff. Aus der Vorzeigeschule scheint eine Problemschule zu werden. Erschütternd, ein Elternabend, der vollkommen aus dem Ruder läuft.</p>
<figure id="attachment_6876" aria-describedby="caption-attachment-6876" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6876" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/05/Lehrerzimmer-e1683310368169-300x200.webp?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="267" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/05/Lehrerzimmer-e1683310368169.webp?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/05/Lehrerzimmer-e1683310368169.webp?resize=768%2C513&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/05/Lehrerzimmer-e1683310368169.webp?resize=715%2C477&amp;ssl=1 715w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/05/Lehrerzimmer-e1683310368169.webp?w=791&amp;ssl=1 791w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-6876" class="wp-caption-text"><em>Bild: Filmbild – Lehrerzimmer</em></figcaption></figure>
<p>„Das Lehrerzimmer“ ist letztlich ein Kammerspiel, alles spielt in dieser Schule.<br />
Kein anderer Ort – nicht die Wohnung oder Privatsphäre der zunehmend ratlosen Erfolgs-Lehrerin. Keine entspannten Naturaufnahmen – nur Schule, alles im Schulgebäude.</p>
<p>Und das ist die Herausforderung für die routinierte Kamera-Frau Judith Kaufmann: Bilder, im kinounüblichen Format 4:3 gedreht, in und an einem Ort – aber Bilder, die immer wieder gefangen nehmen, in Blau- und Grautöne gehalten.</p>
<p>Sicherlich, herausragend das Spiel von Leonie Benesch als Lehrerin Carla, die inzwischen für den deutschen Filmpreis nominiert wurde.</p>
<p>Doch letztlich überzeugt das ganze Ensemble in der Schule: Erwachsene und Heranwachsende.<br />
Und, obwohl im Film alles immer komplizierter und trostloser wird – ich bleibe als Zuschauer dran, bis zum Schluss.</p>
<p>„Das Lehrerzimmer“ sollten zunächst einmal alle schauen, die irgendwas mit Schule zu tun haben.<br />
Aber auch für uns andere. Denn: Obwohl nur Schule im Film vorkommt, ist vielmehr als Schule drin! Das Ganze erweist sich schließlich als Mikrokosmos, der für unser Miteinander in Kirche und Gesellschaft übertragbar ist.</p>
<p>„Das Lehrerzimmer“ macht lange nachdenklich und ist ein Kinoerlebnis dazu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thomas Bohne<br />
Mitglied der Katholischen Filmkommission</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Lehrerzimmer<br />
Bild: Kinotipp-Lehrerzimmer<br />
(Kinotipp der Katholischen Filmkritik)<br />
Deutschland 2023<br />
Regie: Ilker Catak<br />
Kamera: Judith Kaufmann<br />
Darsteller: Leonie Benesch als Carla Nowak<br />
Länge: 98 Minuten<br />
Kinostart: 4.05. 2023</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Berlinale 23 – manches neu, nicht alles besser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 16:44:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale23]]></category>
		<category><![CDATA[Filmtipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man jetzt zur Berlinale will, muss man sein Ticket elektronisch erwerben. Das heißt: www.berlinale.de eingeben und dann sich über Ticket und so weiter vorarbeiten. Gut ist es dann auch, wenn ich das alles ausdrucken kann. Die Zeit des Anstellens an Kassen oder Anstellens nach Restkarten ist vorbei. Das ist gut und auch schlecht, denn ohne [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_6715" aria-describedby="caption-attachment-6715" style="width: 380px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6715" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?resize=380%2C285&#038;ssl=1" alt="" width="380" height="285" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Promi-Ankunft-1.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /><figcaption id="caption-attachment-6715" class="wp-caption-text"><em>Bild: Ankunft von Festival-Prominanz</em></figcaption></figure>
<p>Wenn man jetzt zur Berlinale will, muss man sein Ticket elektronisch erwerben. Das heißt: <a href="http://www.berlinale.de" target="_blank" rel="noopener">www.berlinale.de</a> eingeben und dann sich über Ticket und so weiter vorarbeiten.</p>
<p>Gut ist es dann auch, wenn ich das alles ausdrucken kann. Die Zeit des Anstellens an Kassen oder Anstellens nach Restkarten ist vorbei.</p>
<p>Das ist gut und auch schlecht, denn ohne iPhone bin ich jetzt bei der Berlinale verloren. Da bleibt dann nur, ankommende Gäste zu beobachten – auch nicht schlecht.</p>
<p>Das scheint der Berlinale gegenwärtig keinerlei Abbruch zu bescheren. Alle der von mir besuchten Vorstellungen waren knacke voll, ganz gleich ob zu früher oder später Stunde.</p>
<p>Dann ist auch noch die Zeit der durchweg deutschen Festivalfassungen vorbei.</p>
<p>Denn beispielsweise Filme unter der Rubrik „Berlinale Spezial“, Filme mit gesichertem Kinostart in Deutschland,  liefen nur in englischer Fassung; auch die Serien-Filme, „Berlinale Series“. Das grenzt das Publikum auf Fach-Publikum und besonders interessiertes Publikum ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was ist nun mein Eindruck von der Berlinale 2023?</strong></p>
<figure id="attachment_6716" aria-describedby="caption-attachment-6716" style="width: 380px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6716" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?resize=380%2C285&#038;ssl=1" alt="" width="380" height="285" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Mercedes-platz.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /><figcaption id="caption-attachment-6716" class="wp-caption-text"><em>Bild: Mercedes-Benz-Platz von der Verti Music Hall aus fotografiert</em></figcaption></figure>
<p>Also, es gibt manch Neues, beispielsweise werden die Wiederholungen aus Wettbewerb und Berlinale Spezial nicht mehr im Friedrichstadt-Palast sondern in der neu gebauten Verti-Music-Hall am Mercedes-Platz (gegenüber Mercedes-Benz-Arena) gezeigt.</p>
<p>Das ganze Arial hat eher den Charme eines bunten Beton-Allerlei, ohne erkennbaren Stil und nicht einladend. Die einmal begonnene Ungemütlichkeit geht dann im Innenraum der Music-Hall weiter. Und weil man sich an Unfreundlichkeit einmal gewöhnt hat, wundert ein dann der unhöfliche Rausschmiss nach der Vorstellung gar nicht mehr – selbst mit einer weiteren Karte muss man raus, das heißt man kann dann in einem abgesteckten Bereich neben der Garderobe ohne Tisch und Stuhl „notparken, und die gerade erworbene Kaffeetasse lässt sich dann „leicht auf einer Garderobenfläche abstellen“ &#8211; alles sehr unerfreulich. Vorbei die Zeit im Friedrichstadt-Palast, wo man nach Vorzeigen seiner Folge-Karte gemütlich am Kaffee-Tisch sitzen blieb.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie sah es denn nun bei den Filmen aus?</strong></p>
<figure id="attachment_6717" aria-describedby="caption-attachment-6717" style="width: 380px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6717" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Summer-Plakat.jpg?resize=380%2C507&#038;ssl=1" alt="" width="380" height="507" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Summer-Plakat-rotated.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Summer-Plakat-rotated.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Summer-Plakat-rotated.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Summer-Plakat-rotated.jpg?w=1512&amp;ssl=1 1512w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/02/Berlinale-Summer-Plakat-rotated.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /><figcaption id="caption-attachment-6717" class="wp-caption-text"><em>Bild: Festival-Plakat „Donna Summer”</em></figcaption></figure>
<p>Ich hatte die Gelegenheit einige Filme im Bereich „Berlinale Spezial“ und im Bereich „Wettbewerb“ zu sehen. Auffällig waren diesmal sehr viele Dokumentarfilme:</p>
<p>„Kiss the Future“ (über mutige Menschen vom Krieg verwüsteten Sarajevo und ein Konzert der Gruppe U2“, „Love to Love Yo, Donna Summer“ (ein berührendes Portrait der Disco-Ikone Donna Summer in der 70igern) und „Boom! Boom! The World vs. Boris Becker“ (mit einem ins Mikrophon heulenden Boris Becker, kurz vor seinem Gefängnisaufenthalt).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann <em>Spielfilme</em> aus dem Wettbewerb:</p>
<p>„Disco Boy“ (ein Fremdenlegionär-Drama, das sich zum Antikriegsfilm wandelte), „Le grand chario“ (ein französischer Familienfilm über eine Puppenspieler-Dynastie. Kam zunächst sympathisch daher und wurde dann richtig ärgerlich als ein Familienmitglied das Kreuz vom Sarg der Oma abschraubte und noch auf dem Friedhof einfach wegschmiss, ohne inhaltlichen Zusammenhang &#8211; einfach so – aus meiner Sicht mehr als grenzwertig. Ich habe so eine Blasphemie im Kino schon lange nicht mehr gesehen!), „Roter Himmel“ (ein deutscher Film mit herausragenden Schauspielerleistungen und einer durch und durch überzeugenden Filmstory, angesiedelt im mecklenburgischen Wald unweit vom großen Meer, aus meiner Sicht der beste Berlinale-Film seit langer Zeit)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schließlich konnte ich noch in der Kategorie<em> „Berlinale Series“</em> zwei Teile der dänischen Serie „Agent“ sehen; sehr unterhaltsam und komisch – machte Lust auf mehr!</p>
<p>Ach so, im Bereich<em> „Berlinale Spezial“</em> bekam ich noch den australischen Horrorfilm „Talk to me“ zu sehen, der war innovativ und spannend und dann noch mit einer Botschaft verbunden.</p>
<p>Ich blicke nun auf das Erlebte und Gesehene auf der Berlinale 2023 zurück, bin gespannt – was da so alles am Samstag (25.2.23) einen Preis bekommt, hoffentlich nicht der Puppenspielerfilm aus Frankreich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thomas Bohne CO</p>
<p>&nbsp;</p>
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