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		<title>Leipziger Rückblick 2024 – Drei weithin unbekannte Jubilare</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 16:34:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende entgegen; und auch diesmal konnten in der Musikwelt Jubiläen großer Künstler begangen werden. Stellvertretend sei der 200. Geburtstag von Anton Bruckner genannt, der am Beginn der Herbstsaison (im Leipziger Gewandhaus, wie auch anderswo) eine angemessene Würdigung erfuhr. Ich möchte nun heute an drei Komponisten erinnern, die in diesem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende entgegen; und auch diesmal konnten in der Musikwelt Jubiläen großer Künstler begangen werden. Stellvertretend sei der 200. Geburtstag von Anton Bruckner genannt, der am Beginn der Herbstsaison (im Leipziger Gewandhaus, wie auch anderswo) eine angemessene Würdigung erfuhr.</p>
<p>Ich möchte nun heute an drei Komponisten erinnern, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag hätten feiern können und leider immer noch ein Schattendasein führen: Arnold Schönberg (1874-1951), Gustav Holst (1874-1934) und Charles Ives (1874-1954).</p>
<figure id="attachment_8088" aria-describedby="caption-attachment-8088" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-8088 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8088" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus zu Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Wenigstens dem Namen nach dürfte der Österreicher Arnold Schönberg vielen musikalisch Interessierten ein Begriff sein; denn er war es schließlich, der die Methode der „Zwölf-Ton-Reihen“ erfunden und damit eine neue, bis heute umstrittene Kompositionstechnik in die Wege geleitet hatte.</p>
<p>Bevor Schönberg jedoch zu dieser Art der Tondichtung griff, komponierte er im spätromantischen Stil, und diese Frühwerke sind es vor allem, die in den Konzerten aufgeführt werden (so das Melodram „Erwartung“, das Mitte November im Gewandhaus erklang).</p>
<p>Schwieriger dürfte es wohl mit dem Engländer Gustav Holst sein. Von ihm ist eigentlich nur ein Großwerk bekannt: die Orchestersuite „Die Planeten“. In expressionistischer Manier führt er in 7 Sätzen durch unser Sonnensystem (ausgenommen: die Erde). Wer diese gewaltige musikalische Reise kennenlernen möchte: Das Gewandhausorchester führt sie noch in diesem Jahr, am 18. und 19. Dezember, auf.</p>
<p>Ja, und der Amerikaner Charles Ives ist vermutlich nur Wenigen bekannt. Dieser geniale Künstler war von Beruf ein erfolgreicher Versicherungsunternehmer und nur nebenher Komponist. In bewußter Abkehr vom traditionellen Stil schuf er Werke, in denen sich unterschiedliche Melodienbögen (Choräle, Tänze, Märsche, Ragtimes) überlagerten und dadurch mitunter schrille Dissonanzen bildeten.</p>
<p>Diese Collagen erinnern in gewisser Weise an die Sinfonien Gustav Mahlers, besitzen aber durchaus starke Eigenheiten. Kein Wunder, daß Ives als Komponist in den USA zeit seines Lebens weitgehend ignoriert wurde. Erst nach seinem Tod setzte sich die Musikwelt mit seinen Werken auseinander.</p>
<p>Dennis Russell Davies hatte den Mut, mit seinem MDR-Sinfonieorchester (im Konzert anläßlich des Rundfunk-Jubiläums am 3. März) die 4. Sinfonie von Charles Ives aufzuführen. In dieser sogenannten „Universe Symphony“ verdichten sich die Themen so extrem, daß man (zumindest auf das erste Hören hin) keine Melodien mehr entdecken kann. Es ist ein Werk, das vielleicht dazu führen könnte, diesem Komponisten nie wieder begegnen zu wollen.</p>
<p>Aber Ives kann auch anders. Kürzlich hörte ich auf YouTube eine ausgezeichnete Interpretation der 2. Sinfonie von Charles Ives, mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung des venezolanischen Ausnahme-Dirigenten Gustavo Dudamel. Dieses Video möchte ich abschließend sehr empfehlen. Es paßt gut in die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bruckners 200. Geburtstag – auch in Leipzig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 13:26:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Komponist Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 im oberösterreichischen Ansfelden geboren. An den Orten, an denen er später als Organist und Hochschullehrer wirkte (Stift St. Florian, Linz und Wien), wird das Ereignis seines 200. Geburtstages gewiß groß gefeiert werden. Und in Leipzig? Ist da der fromme Katholik Anton Bruckner angekommen? Ja, das ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Komponist Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 im oberösterreichischen Ansfelden geboren. An den Orten, an denen er später als Organist und Hochschullehrer wirkte (Stift St. Florian, Linz und Wien), wird das Ereignis seines 200. Geburtstages gewiß groß gefeiert werden.</p>
<p>Und in Leipzig? Ist da der fromme Katholik Anton Bruckner angekommen?<br />
Ja, das ist er. Denn Leipzig, diese ehemals protestantische und mittlerweile fast säkularisierte Stadt, hat eine überaus lange Bruckner-Tradition aufzuweisen.</p>
<p>Begonnen hatte alles mit dem damals noch jungen Dirigenten Arthur Nikisch, der am 30. Dezember 1884 die 7. Sinfonie Bruckners im Leipziger „Stadttheater“ zur Uraufführung brachte. Mit diesem großartigen Werk erlebte Bruckner die endgültige Anerkennung als Sinfoniker.</p>
<p>Als Bruckner im Oktober 1896 starb, war es wiederum Arthur Nikisch, der (nunmehr als Kapellmeister des Gewandhauses) unmittelbar darauf das Adagio der 7. Sinfonie aufführte und damit den Verstorbenen ehrte.<br />
Seither stehen die Werke Bruckners regelmäßig auf den Programmen des Gewandhauses und seiner Orchester. Die Dirigenten Blomstedt und Nelsons haben sogar einen Zyklus aller Bruckner-Sinfonien gestaltet.<br />
Bild: Gewandhaus</p>
<figure id="attachment_8088-2" aria-describedby="caption-attachment-8088-2" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-8088 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8088-2" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Wenn in der kommenden Woche die neue Konzertsaison beginnt, darf Bruckner natürlich nicht fehlen. Den Anfang macht diesmal das Sinfonie-Orchester des MDR. Unter Leitung seines Chefdirigenten Dennis Russell Davies, der sich schon des öfteren der Werke Bruckners annahm, erklingt am 4. September (dem eigentlichen Jubiläums-Tag) die 8. Sinfonie. (Dieses Konzert wird am selben Tag zeitversetzt von MDR Kultur und <a href="https://www.mdr.de/presse/medieninformaiton-mdr-klassik-spielzeit-konzertsaison-100.html" target="_blank" rel="noopener">MDR Klassik</a> übertragen.)</p>
<p>Es folgt am 6. und 8. September die 6. Sinfonie mit dem Gewandhausorchester unter Andris Nelsons.<br />
Und der Ehren-Dirigent des Gewandhausorchesters Herbert Blomstedt läßt es sich nicht nehmen, im Laufe des Konzertjahres die 7. und 8. Sinfonie aufzuführen.</p>
<p>Bevor Bruckner seine Sinfonien schrieb, komponierte er hauptsächlich geistliche Werke. Ich erinnere mich noch gut, wie ich als Jugendlicher von den Thomanern unter Erhard Mauersberger die Motette „Locus iste“ hörte. Dies war meine erste Begegnung mit Anton Bruckner. Sicher werden in nächster Zeit auch vom heutigen Thomanerchor Motetten Bruckners zu hören sein.</p>
<p>Doch auch der Gewandhaus-Chor unter Leitung von Gregor Meyer wird Bruckner mit einem geistlichen Konzert ehren: Am 5. Oktober erklingen im Leipziger Gewandhaus neun seiner Motetten und die Messe in e-Moll.<br />
Auf dieses Konzert freue ich mich besonders.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hörtipp: 8. Sinfonie von Anton Bruckner, zu hören (zeitversetzt) am 4. September,<br />
20:03 auf MDR KULTUR und <a href="https://www.mdr.de/presse/medieninformaiton-mdr-klassik-spielzeit-konzertsaison-100.html" target="_blank" rel="noopener">MDR KLASSIK</a></p>
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