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		<title>Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes –  Malerische Bilder und philosophische Gespräche auf der Kinoleinwand</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 15:28:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Er gilt als der letzte Universalgelehrte. Er wurde europaweit geehrt und war sogar Hofrat: Gottfried Wilhelm Leibniz. Er lebte von 1646 bis 1716, wurde in Leipzig geboren und hat dort die Nikolaischule – neben der Nikolaikirche – besucht. Nun gibt aktuell in dem Kino-Film „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ die preußische Königin Charlotte (Anonia [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Er gilt als der letzte Universalgelehrte. Er wurde europaweit geehrt und war sogar Hofrat: Gottfried Wilhelm Leibniz. Er lebte von 1646 bis 1716, wurde in Leipzig geboren und hat dort die Nikolaischule – neben der Nikolaikirche – besucht.</p>
<p>Nun gibt aktuell in dem Kino-Film „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ die preußische Königin Charlotte (Anonia Bill) den Auftrag zu einem Bild von ihrem ehemaligen Lehrer – dessen Schülerin sie einst war und den sie immer noch hoch verehrt.</p>
<p>Anfangs kommt der etablierte Maler Pierre Albert Detalandre (Lars Eidinger) mit schablonierten Bildern, wo nur noch das Gesicht fehlt – doch die Zusammenarbeit mit Leibniz (Edgar Selge) währt nicht lange. Das wird im Film pittoresk und witzig umgesetzt.</p>
<figure id="attachment_9326" aria-describedby="caption-attachment-9326" style="width: 350px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-9326" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Park.jpg?resize=350%2C255&#038;ssl=1" alt="" width="350" height="255" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Park.jpg?resize=350%2C255&amp;ssl=1 350w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Park.jpg?resize=768%2C561&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Park.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption id="caption-attachment-9326" class="wp-caption-text"><em>Filmbild: Leibniz -Chronik eines verschollenen Bildes, Fotonachweis ©: Ella Knorz, if&#8230;Productions/ERF Filmproduktion</em></figcaption></figure>
<p>Anders wird es erst bei der niederländischen Malerin Aaltje Van De Meer (Aenne Schwarz). Anfangs ist sie als Mann verkleidet und dann recht selbstbewusst als Frau agierend.</p>
<p>Die Gespräche sind genussvoll philosophisch und das Zusammenspiel und Miteinander der beiden &#8211; Wissenschaftler und Künstlerin &#8211; ist phänomenal erquickend. Da kommt der Film so richtig in Fahrt. Als Zuschauender schaue ich gespannt den optischen und darstellerischen Experimenten zu – das sind optische wie auch schauspielerische Kabinettstücke!</p>
<p>Verantwortlich für diesen Opus von Film ist der 92-jähriger Edgar Reitz – ein Altmeister des deutschen Films. Man fragt sich immer wieder, wie es Reitz geschafft hat dieses Filmprojekt umzusetzen &#8211; jahrelang hat er es geplant und betrieben.</p>
<p>Denn im Film passiert wenig, der Fokus liegt auf dem Dialog, dem Nachdenken und dem optischen Experiment: Mit nahezu geometrisch, mathematisch austarierten Bildern im „herbstlichen Gewand“ – alles mit großer Ruhe, fast in Stille, gefilmt. Das ist im Kino eigentlich nicht üblich, da will ich eher mitfühlen und betroffen sein. Und nicht einen Lehrvortrag hören oder sehen: über eine Rechenmaschine beispielsweis oder das duale Zahlensystem, das mit 0 und 1 alles beschreibt – Oder vielleicht doch!?</p>
<p>Also, mit herbstlichen Bildern draußen und an niederländische Malerei erinnernden Bildern innen werde ich vor allem durch die Gedankenwelt dieses Gottfried Wilhelm Leibniz geführt.</p>
<p>Lasse ich mich auf diese über 100 Film-Minuten ein, erfahre ich viel über Malerei, über die bekannte Monaden-Theorie des Leibniz, auch über seinen Glauben und Gottesbild.</p>
<p>Herzpillen, weil zu aufregend, braucht man bei „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ nicht. Doch trotzdem, wie ich meine, lohnend – gerade im Kino.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leibniz – Chronik eines erschollenen Bild<br />
Mit: Edgar Selge (Gottfied Wilhelm Leibniz)<br />
Regie: Edgar Reitz<br />
Länge: 104 Minuten<br />
Kinostart: 18.09.2025</p>
<figure id="attachment_9325" aria-describedby="caption-attachment-9325" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-9325 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Portraet.jpg?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="360" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Portraet.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Portraet.jpg?resize=350%2C197&amp;ssl=1 350w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Leibniz-Portraet.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-9325" class="wp-caption-text"><em>Filmbild: Leibniz (Edgar Selge), Fotonachweis ©: Ella Knorz, if&#8230;Productions/ERF Filmproduktion</em></figcaption></figure>
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