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	<description>Oratorium Leipzig - Seid gut - wenn Ihr könnt</description>
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		<title>„Bogabunda“ in Opfenbach (Allgäu) –  professionelles integratives Laientheater</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 14:45:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musical]]></category>
		<category><![CDATA[Bogabunda]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 2. Juli 1994 gab es das Musical für Kinder und Ältere „Bogabunda“ in der Dresdner Eissporthalle &#8211; anlässlich des ersten „ostdeutschen“ Katholikentages. Das ist inzwischen 32 Jahre her. Und nun gab es im Allgäu &#8211; in Offenbach, nicht weit vom Bodensee entfernt – eine Wiederaufführung dieses einzigartigen Stückes – als integratives Theaterprojekt mit Kindern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 2. Juli 1994 gab es das Musical für Kinder und Ältere „Bogabunda“ in der Dresdner Eissporthalle &#8211; anlässlich des ersten „ostdeutschen“ Katholikentages.</p>
<p>Das ist inzwischen 32 Jahre her. Und nun gab es im Allgäu &#8211; in Offenbach, nicht weit vom Bodensee entfernt – eine Wiederaufführung dieses einzigartigen Stückes – als integratives Theaterprojekt mit Kindern und Behinderten. Hauptorganisatorin ist Teresa Pawlak, damals hat sie mit ihren sechs Töchtern das Musical in Dresden gesehen. Heute spielten nun sogar die Enkelkinder mit.</p>
<p>Alles fand während des Anna-Festes am 26. Juli 2026 in der Offenbacher Kirche statt – die Kirche war gut gefüllt. Und zum Schluss sangen alle „Gemeinsam wollen wir glücklich sein“ – quasi das Schlusslied aus dem besagten Musical.</p>
<figure id="attachment_86277" aria-describedby="caption-attachment-86277" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-86277 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-AbschluA%C2%9Fbild-mit-Beteiligten.jpeg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-86277" class="wp-caption-text"><em>Bild: „Bogabunda“ in Opfenbach – Abschlussbild mit Beteiligten, © Katholische Gemeinde Opfenbach</em></figcaption></figure>
<p>Beeindruckend an dieser Aufführung war, wie dieses anspruchsvolle Theater-Stück – sowohl von der Choreographie wie auch von der technischen Umsetzung her – mit einfachen Mitteln auf die „Bühne“ gebracht wurde.</p>
<p>Und: die Geschichte kam an, das konnte man an den Reaktionen nach der Vorstellung gut merken.</p>
<p>Angefangen hatte es, dass Teresa Pawlak das Video von der letzten Original-Aufführung vom 12. Februar 1995 in der „MUKO-Musikalischen Komödie“ (Leipziger Operetten- und Musical Theater) den kleinen und großen Akteuren gezeigt hat. Das hätte bei der dargebotenen Professionalität durchaus zur „Lähmung“ bei den Akteuren führen können – aber nein: es gab ein begeistertes Mitmachen, wie Teresa Pawlak berichtete, bis zum Schluss.</p>
<figure id="attachment_86280" aria-describedby="caption-attachment-86280" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-86280" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-Vorbereitung-in-Opfenbach.jpeg?resize=400%2C260&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="260" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-Vorbereitung-in-Opfenbach.jpeg?resize=400%2C260&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-Vorbereitung-in-Opfenbach.jpeg?resize=1024%2C666&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-Vorbereitung-in-Opfenbach.jpeg?resize=768%2C500&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/07/Bogabunda-Vorbereitung-in-Opfenbach.jpeg?w=1305&amp;ssl=1 1305w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-86280" class="wp-caption-text"><em>Bild: „Bogabunda“ in Opfenbach – Vorbereitung mit Original-Video, © Teresa Pawlak</em></figcaption></figure>
<p>Die Organisatorin Teresa tat während der Proben noch etwas sehr Beeindruckendes: sie fragte die beteiligten Kinder, welches Tier sie denn spielen wollten und bekam zur Antwort: Hund, Katze, Schmetterling – alles Tiere, die nicht im Original vorkommen. Doch die Mitmach-Freude der Kinder war gesichert.</p>
<p>Teresa Pawlak hofft, dass Jüngere nun diese Theater-Arbeit im Ort Opfenbach als Leitung übernehmen &#8211; eine professionelle Vorlage wurde mit der Aufführung von „Bogabunda“ jetzt im Allgäu gesetzt.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tradition und Aufbruch &#8211; Das Musical „Anatevka“ in Leipzigs „Musikalischer Komödie“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 16:14:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musical]]></category>
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					<description><![CDATA[Man mag über den Stil amerikanischer Musicals denken, wie man will: Unbestritten bleibt, daß sie es oft schaffen, wichtige Lebensthemen eindrucksvoll zu vermitteln. Das gilt in ganz besonderer Weise für das Musical „Anatevka – der Fiedler auf dem Dach“. Der Inhalt des Musicals geht auf die Geschichten „Tevje der milkhiger“ des jiddisch schreibenden Dichters Scholem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man mag über den Stil amerikanischer Musicals denken, wie man will: Unbestritten bleibt, daß sie es oft schaffen, wichtige Lebensthemen eindrucksvoll zu vermitteln. Das gilt in ganz besonderer Weise für das Musical „Anatevka – der Fiedler auf dem Dach“.</p>
<p>Der Inhalt des Musicals geht auf die Geschichten „Tevje der milkhiger“ des jiddisch schreibenden Dichters Scholem Jankew Rabinowitsch (1859-1916) zurück, der unter seinem Pseudonym Scholem Alejchem bekannt geworden ist. Diese Vorlage von „Tevje dem Milchhändler“ inspirierte verschiedene amerikanische Künstler zu einem abendfüllenden Bühnenwerk, welches am 22. September 1964 auf dem New Yorker Broadway uraufgeführt wurde und von dort aus in die ganze Welt ging, selbst in die damalige DDR. Zwischen 1971 und 1988 lief es, dank der Inszenierung Walter Felsensteins, in der „Komischen Oper“ Berlin, wo ich damals das Glück hatte, es zu sehen.</p>
<figure id="attachment_7347" aria-describedby="caption-attachment-7347" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-7347" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-aussen-e1702051598426-224x300.jpg?resize=300%2C401&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="401" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-aussen-e1702051598426.jpg?resize=224%2C300&amp;ssl=1 224w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-aussen-e1702051598426.jpg?w=347&amp;ssl=1 347w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7347" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft (Deckblatt)</em></figcaption></figure>
<p>In Leipzigs „Musikalischer Komödie“ wurde es 1991 erstmalig aufgenommen und hatte nun am 11. Februar 2023 erneut Premiere. Wir erlebten die Aufführung am 26. November.</p>
<p>Auf Grund der vielfältigen künstlerischen Mittel (Sprachtexte, Sprechgesang, Lieder, Instrumentalstücke, Chöre, Tänze, bis hin zur Akrobatik) gelingt es dem Musical, ein Gesamtbild des jüdischen Lebens in einem osteuropäischen „Schtetl“ (in dem fiktiven Ort „Anatevka“) zu zeichnen. Ein Thema durchzieht dabei von Anfang an das Stück: das Thema „Tradition“.</p>
<p>Für die Einwohner Anatevkas ist es selbstverständlich, die Gewohnheiten ihres jüdischen Glaubens zu bewahren. Dabei fragen sie nicht nach den Ursprüngen jener Riten, sondern praktizieren sie einfach. &#8211; Das bringt große Vorteile mit sich. Zum einen entwickeln sie eine lebendige Gottesbeziehung, wie sie sich unnachahmlich in den humoristisch-vertrauten Gebeten Tevjes zeigt. Zum anderen aber ermöglichen sie ein festes menschliches Miteinander. Am eindrücklichsten wurde mir dies bewußt bei dem gesungenen Gebet zur Eröffnung des „Schabbes“. Da verbindet sich jüdische Spiritualität mit enger familiärer Zusammengehörigkeit.</p>
<figure id="attachment_7348" aria-describedby="caption-attachment-7348" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7348" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-innen.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" /><figcaption id="caption-attachment-7348" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft (innen)</em></figcaption></figure>
<p>Es wäre nun aber ein Irrtum, wollte man annehmen, daß diese Traditionen ein problemloses Leben garantieren. Gerade Tevjes Familie ist dafür ein Gegenbeispiel. Von seinen fünf Töchtern sind drei im heiratsfähigen Alter, und für Tevje (wie auch für seine Frau Golde) ist es „Tradition“, daß er als „Hausvater“ die potentiellen Ehepartner auswählt. Seine Töchter aber möchten jeweils den Mann heiraten, den sie lieben, ob es nun ein armer Schneider, ein Anarchist oder ein Nichtjude ist. Da tut sich Tevje schwer, den Willen seiner Töchter zu akzeptieren. Aber: Er begreift schließlich, daß Liebe einen höheren Wert darstellt als rituelle Gesetzmäßigkeiten. In einem berührenden Duett gestehen sich Tevje und Golde ihre tiefe Liebe, die auch nach 25 Jahren nicht erloschen ist. &#8211; Auch von außen kommen Probleme auf die Einwohner Anatevkas zu, nicht zuletzt die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung im Vorfeld der russischen Revolution von 1905. Am Ende müssen sie sogar ihren Ort verlassen.</p>
<p>Umrahmt wird das Musical von einer imaginierten Gestalt, dem „Fiedler auf dem Dach“. Immer einmal wieder, an verschiedenen Stellen spielt er auf der Geige melancholisch-schöne Melodien. Daß er nicht nur den Beginn, sondern auch den Schlußpunkt setzt, gibt dem Ganzen eine unsagbare Hoffnung.</p>
<p>Es wäre mein Wunsch, daß dieser Leipziger Inszenierung noch eine lange Zukunft beschieden ist; denn sie besticht durch hohe Qualität. In dieser Saison gibt es leider nur noch eine Aufführung am Mittwoch, 13. Dezember 2023, um 19.30 Uhr. Wärmste Empfehlung für alle Kurzentschlossenen!</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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