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		<title>Ein Kulturerlebnis der besonderen Art &#8211; „Lady Macbeth von Mzensk“ im Leipziger Opernhaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 14:31:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[„Lady Macbeth von Mzensk“ &#8211; ein seltsamer Name. Wo liegen seine Ursprünge? Der literarische Ausgangspunkt ist das Drama „Macbeth“ von William Shakespeare (1564-1616): die Geschichte vom Königsmörder Macbeth und seiner Frau. Der russische Dichter Nikolai Leskow (1831-1895) erfuhr auf seinen Reisen von einer Frau, die zur mehrfachen Mörderin geworden war. Die Gerichtsakten dieses Falles beeindruckten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Lady Macbeth von Mzensk“ &#8211; ein seltsamer Name. Wo liegen seine Ursprünge?<br />
Der literarische Ausgangspunkt ist das Drama „Macbeth“ von William Shakespeare (1564-1616): die Geschichte vom Königsmörder Macbeth und seiner Frau.</p>
<p>Der russische Dichter Nikolai Leskow (1831-1895) erfuhr auf seinen Reisen von einer Frau, die zur mehrfachen Mörderin geworden war. Die Gerichtsakten dieses Falles beeindruckten ihn so sehr, daß er anno 1865 eine Novelle darüber schrieb, der er den Titel „Lady Macbeth von Mzensk“ gab. („Mzensk“ ist dabei ein fiktiver Ort).</p>
<figure id="attachment_7966" aria-describedby="caption-attachment-7966" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-7966" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?resize=400%2C285&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="285" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?resize=400%2C285&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?resize=1024%2C729&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?resize=768%2C547&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?resize=1536%2C1093&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Innenseite.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7966" class="wp-caption-text"><em>Bild: Opern-Inszenierung-Programm-Innenseite</em></figcaption></figure>
<p>Zunächst war dieser Novelle keine Anerkennung beschieden. Doch ausgerechnet in der jungen Sowjetunion wurde das Werk verbreitet. Dies ist insofern bemerkenswert, weil die Werke Leskows ansonsten als reaktionär-konservativ galten. Nur diese eine Novelle wurde akzeptiert – vermutlich wegen ihres gesellschaftskritischen Charakters oder auch wegen ihrer ungeheuren Spannung.</p>
<p>Der Komponist Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975) begeisterte sich für dieses Sujet und erstellte (mit Alexander Preis) das Libretto für die gleichnamige Oper. Sie wurde im Januar 1934 in Leningrad uraufgeführt und vom Publikum sehr positiv aufgenommen.</p>
<p>Zwei Jahre später, im Januar 1936, sah der Diktator Stalin diese Oper in Moskau. Bereits nach dem ersten Teil verließ er die Aufführung mit den Worten: „Das ist albernes Zeug, keine Musik“. Und die „Prawda“ setzte noch eins drauf, indem sie zwei Tage später einen vernichtenden Artikel mit der Überschrift „Chaos statt Musik“ veröffentlichte. Daraufhin zog Schostakowitsch seine Oper zurück.</p>
<figure id="attachment_7967" aria-describedby="caption-attachment-7967" style="width: 258px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-7967" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Titel-Oper-Leipzig.jpg?resize=258%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="258" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Titel-Oper-Leipzig.jpg?resize=258%2C400&amp;ssl=1 258w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Titel-Oper-Leipzig.jpg?resize=659%2C1024&amp;ssl=1 659w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Titel-Oper-Leipzig.jpg?resize=768%2C1193&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Titel-Oper-Leipzig.jpg?resize=989%2C1536&amp;ssl=1 989w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/07/Macbeth-Programm-Titel-Oper-Leipzig.jpg?w=1030&amp;ssl=1 1030w" sizes="(max-width: 258px) 100vw, 258px" /><figcaption id="caption-attachment-7967" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programm-Heft-Vorderseite</em></figcaption></figure>
<p>In der Folge überarbeitete er sie und gab ihr den Namen „Katerina Ismailowa“. Diese Version wurde nach Stalins Tod (1953) anerkannt und verbreitet. Im Jahre 1965 kam sie unter dem Regisseur Joachim Herz (1924-2010) auch auf die Leipziger Opernbühne. Ja, und nun, knapp 60 Jahre später,am 25. Mai 2024, erlebte die Urfassung von „Lady Macbeth von Mzensk“ ihre Premiere in Leipzig.</p>
<p>Die Aufführung, die wir am 2. Juni erlebten, war in jeder Hinsicht bedeutsam. Der Erfolg beruhte vor allem auf den hervorragenden schauspielerischen und sängerischen Leistungen der Interpreten. Besonders die Hauptakteurin Katerina Ismailowa beeindruckte (in ihrer Leidenschaft und seelischen Zerrissenheit) durch ihre Gestaltung. Ein Kunsterlebnis, das noch lange nachklingen wird und für Opern-Fans sehr zu empfehlen ist.</p>
<p>Für Interessenten: Im Rahmen des geplanten Schostakowitsch-Festivals wird die Oper zweimal in Leipzig gegeben: am 25.5. und 29.5.2025 .</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ballett: Chaplin – der Stummfilmstar, der lief wie ein Tänzer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2024 19:20:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Ballett]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wieso nicht, Chaplin ist ein großartiger Tänzer“ – das soll einmal die weltberühmte Gret Palucca gesagt haben, als der Choreograph Mario Schröder seine Abschlussarbeit an ihrer Schule in Dresden über Charlie Chaplin machen wollte. Später realisierte Mario Schröder nun im Jahre 2010 an der Oper Leipzig das Ballett “Chaplin“, bei der Uraufführung war sogar Chaplins [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7443" aria-describedby="caption-attachment-7443" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-7443" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?resize=400%2C260&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="260" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?resize=300%2C195&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?resize=1024%2C665&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?resize=768%2C499&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?resize=1536%2C998&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?w=1957&amp;ssl=1 1957w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm-Zettel.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7443" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programm mit Programm-Zettel</em></figcaption></figure>
<p><strong>„Wieso nicht, Chaplin ist ein großartiger Tänzer“</strong> – das soll einmal die weltberühmte Gret Palucca gesagt haben, als der Choreograph Mario Schröder seine Abschlussarbeit an ihrer Schule in Dresden über Charlie Chaplin machen wollte.</p>
<p>Später realisierte Mario Schröder nun im Jahre 2010 an der Oper Leipzig das Ballett “Chaplin“, bei der Uraufführung war sogar Chaplins Tochter Geraldine Chaplin zugegen, jetzt wurde diese Inszenierung wieder im Leipziger Opernhaus aufgenommen, mit großem Andrang und Erfolg.</p>
<p>Es ist ein spannendes getanztes biographisches Projekt zu Musik von Adams, Schnittke, Henze, Britten und auch Chaplin. Länger als 90 Minuten geht das alles nicht, keine Pause.</p>
<figure id="attachment_7444" aria-describedby="caption-attachment-7444" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7444" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?resize=400%2C296&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="296" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?resize=300%2C222&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?resize=1024%2C757&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?resize=768%2C568&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?resize=1536%2C1135&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?w=2015&amp;ssl=1 2015w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/01/Chaplin-Programm.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7444" class="wp-caption-text"><em>Bild. Chaplin, Programmheft (innen)</em></figcaption></figure>
<p>Aber man hat den Eindruck wirklich Tanz-Theater der Weltspitze und Welt-Kultur zu erleben, ganz große Kunst! Klar, modern, aber trotzdem fürs Publikum gemacht – zum Schluss wurde mit rhythmischem Klatschen gedankt.</p>
<p>Sicherlich, ein wenig sollte man bei dieser Ballett-Aufführung von Chaplin wissen: dass seine Stummfilmfigur „der Tramp“ (der Landstreicher mit dem Stock und der Melone und den viel zu großen Schuhen) ihn einmal weltberühmt gemacht hat, dass er der Intimfeind von Adolf Hitler war (durch seinen Tonfilm „Der große Diktator“) und dass er in den USA als Kommunist beschimpft wurde (beispielsweise in der berüchtigten McCarthy-Ära in den 50iger Jahren).</p>
<p>Auch privat lief da so manches bei Chaplin ab: zerrüttetes Elternhaus, zwei gescheiterte Ehen und dann die dritte Ehe mit der 36 Jahre jüngeren Oona O’Neil und acht Kindern, eins war Geraldine Chaplin. Gestorben ist Charlie Chaplin mit 88 Jahren in der Schweiz und dort auch begraben.</p>
<p>Das alles bleibt aber bei dem Ballett „Chaplin“ im Hintergrund und wird zu einem atemberaubenden modernen Tanztheater gewandelt.</p>
<p>Am 6. Januar 2024 könnte man es in der Oper Leipzig noch erleben.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Majesty &#038; Madness“: Zwei Kurzopern von Peter Maxwell Davies in Leipzig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 20:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
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					<description><![CDATA[Wegen des bevorstehenden Opernballs wurde das Parkett des Leipziger Opernhauses ausgeräumt. Was in diesem Raum am 21. September geschah, hatte allerdings nur wenig von einer Ballatmosphäre. Im Parkett standen einfache Holzstühle, rings um eine riesige Hochzeitstafel. Den Zuschauer empfing Krähengeschrei bis zur Schmerzgrenze, dazwischen vereinzelt Kirchenglocken und Dudelsacktöne. Das alles in düsterem Licht. Auch wer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7201 alignright" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Leipziger-Oper.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" />Wegen des bevorstehenden Opernballs wurde das Parkett des Leipziger Opernhauses ausgeräumt. Was in diesem Raum am 21. September geschah, hatte allerdings nur wenig von einer Ballatmosphäre.</p>
<p>Im Parkett standen einfache Holzstühle, rings um eine riesige Hochzeitstafel. Den Zuschauer empfing Krähengeschrei bis zur Schmerzgrenze, dazwischen vereinzelt Kirchenglocken und Dudelsacktöne. Das alles in düsterem Licht. Auch wer des Englischen nicht mächtig war, wußte sofort, worum es bei der Doppeloper „Majesty &amp; Madness“ geht: Um den totalen Wahnsinn. Der zeigte sich dann auch in den beiden Monologen: Zunächst in den Liedern des verrücktgewordenen englischen Königs Georg III., dann im Agieren der sitzengelassenen und darum sich betrinkenden Braut Miss Donnithorne. Sängerisch und darstellerisch zeigten die zwei Akteure (Franz Xaver Schlecht, Marie-Luise Dreßen) in diesen 75 Minuten eine erstaunliche Glanzleistung, was das Publikum im Anschluß auch kräftig honorierte. Dennoch blieb die Aufführung für mich gewöhnungsbedürftig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-7202" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Titel.jpg?resize=400%2C533&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="533" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Titel.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Titel.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Titel.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Titel.jpg?w=1512&amp;ssl=1 1512w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Titel.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Welche Botschaft steckte in jenem verrückten Mix aus Gesang und Geschrei? Vielleicht diese: Dort, wo sich Einsamkeit breitmacht, ist Verzweiflung und Wahnsinn nicht weit. Ein Spiegelbild der heutigen Single-Gesellschaft?</p>
<p>Überraschenderweise mußte ich zur Kenntnis nehmen, daß der Komponist Peter Maxwell Davies (1934-2016) die beiden Opern bereits vor über 50 Jahren schrieb. 1969 bzw. 1974 wurden sie uraufgeführt. Also auch damals schon: Einsamkeit und Wahnsinn.</p>
<p>So gesehen, ist die Doppeloper ein steter Hilferuf nach Gemeinschaft. In der modernen Welt ist menschliches Miteinander nicht selbstverständlich. Gemeinsam müssen wir darum Sorge tragen, daß der Einzelne nicht in die Vereinsamung abrutscht.</p>
<p>Keine besinnliche Veranstaltung, wohl aber eine sehr nachdenkenswerte. Ich habe es nicht bereut, dabei gewesen zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Thieme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7203 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="480" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/09/Majestry-Innen-Seite.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
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		<title>Leipziger Oper – Rückblick auf die Opernaufführung: „Peter Grimes“ von Benjamin Britten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 15:50:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Britten]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Während der Konzert- und Theaterferien erfahren auch unsere Kulturbeiträge eine Art „Sommerloch“. Um das „Loch“ nicht unnötig zu vergrößern, möchte ich an eine Aufführung im Leipziger Opernhaus erinnern, die ich im Juni d.J. besuchen konnte. Es handelt sich um die Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten (1913-1976). Lange Zeit war mir „Peter Grimes“ nur vom [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während der Konzert- und Theaterferien erfahren auch unsere Kulturbeiträge eine Art „Sommerloch“. Um das „Loch“ nicht unnötig zu vergrößern, möchte ich an eine Aufführung im Leipziger Opernhaus erinnern, die ich im Juni d.J. besuchen konnte. Es handelt sich um die Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten (1913-1976).</p>
<figure id="attachment_7034" aria-describedby="caption-attachment-7034" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7034" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/07/Leipziger-Oper.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7034" class="wp-caption-text"><em>Bild: Leipziger Opernhaus</em></figcaption></figure>
<p>Lange Zeit war mir „Peter Grimes“ nur vom Namen her bekannt. Mein Interesse an dieser Oper wuchs, nachdem ich im Radio mehrfach die sogenannten „Four sea interludes“ gehört hatte. Britten hat in dieser (ca. 17 Minuten dauernden ) Komposition vier der Zwischenspiele zusammengestellt, mit der er die einzelnen Bilder seiner Oper „Peter Grimes“ verbindet. Es ist eine sehr expressive Musik, in der sich bereits der Inhalt der Oper erahnen läßt.</p>
<p>Nun also die Oper selbst. Die Handlung spielt an der englischen Ostküste. Peter Grimes, ein Fischer, gerät auf Grund seines schwierigen Charakters in die Rolle eines Außenseiters. Als sein Lehrling bei der Arbeit tödlich verunglückt, entsteht das Gerücht, Grimes hätte ihn umgebracht. Dieses Gerücht hält sich auch, nachdem Grimes richterlich freigesprochen wurde. Gutmeinende Leute empfehlen ihm deshalb, die Gegend zu verlassen und anderswo einen Neuanfang zu wagen. Grimes aber beharrt darauf, daß dieser Fischerort seine Heimat sei und er nur hier seine Existenz erhalten und verbessern könne. Entgegen allen Ratschlägen nimmt er auch wieder einen Lehrjungen zu sich, was die Bevölkerung gegen ihn aufbringt. Es ist „Mobbing“ von der schlimmsten Sorte. Als auch dieser Junge auf der See verunglückt, bleibt Peter Grimes als Ausweg nur noch der Suizid.</p>
<p>Zeitlich angesetzt ist die Handlung um 1830. Uraufgeführt wurde die Oper im Juni 1945. Angesichts der aktuellen Mißbrauchsfälle in Kirche und Gesellschaft und der damit verbundenen Gerüchte und fälschlichen Vermutungen bekommt der Inhalt der Oper auch Bedeutung für die Gegenwart.</p>
<p>Bei der Leipziger Inszenierung ist mir wieder einmal deutlich geworden, was eine gute Oper ausmacht: Daß die Musik die Handlung trägt und nicht umgekehrt. Brittens ausdrucksstarke Musik wird dieser ästhetischen Erwartung vollauf gerecht.</p>
<p>In der kommenden Saison wird „Peter Grimes“ im Leipziger Opernhaus für kurze Zeit wiederaufgenommen. Gelegenheit, diese ca. 3 Stunden dauernde Oper zu erleben, besteht im Oktober. Wärmste Empfehlung!</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leipziger Oper: Peter Grimes von Benjamin Britten,<br />
Aufführungen: 11.,15. oder 29. Oktober 2023</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kulturtipp: Das Ballett „Schwanensee“ &#8211; einmal anders</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2022 00:51:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehrere Jahre ist es her, dass ich letztmalig in der Leipziger Oper war; und es liegt sogar mehrere Jahrzehnte zurück, dass ich Tschaikowskis „Schwanensee“ erlebt habe. Als ich für die Ballettaufführung am 22. Dezember eine Karte bekam, hielt ich es darum für notwendig, mich über den Inhalt zu belesen. Aha, ein Märchen von der verzauberten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere Jahre ist es her, dass ich letztmalig in der Leipziger Oper war; und es liegt sogar mehrere Jahrzehnte zurück, dass ich Tschaikowskis „Schwanensee“ erlebt habe. Als ich für die Ballettaufführung am 22. Dezember eine Karte bekam, hielt ich es darum für notwendig, mich über den Inhalt zu belesen. Aha, ein Märchen von der verzauberten Prinzessin Odette und ihrem Verehrer Prinz Siegfried.<br />
Die Oper war an jenem Abend gut gefüllt – erfreulicherweise mit vielen jungen Leuten und Familien mit Kindern. Meine Vorfreude war entsprechend groß.</p>
<p>Als dann aber das Spiel begann, war ich irritiert. Statt einer Prinzessin tanzte eine Teenagerin. Und wo war der Prinz Siegfried? Zwei Akte lang suchte ich nach ihm vergebens.</p>
<p>In der Pause schaute ich dann in das Programm, welches ich vorher meinte ignorieren zu können, und da klärte sich dann alles auf: Odette war diesmal keine Verzauberte, sondern eine Jugendliche, die des „Goldenen Käfigs“ ihres reichen Elternhauses überdrüssig war und sich in eine Traumwelt, den „Schwanensee“, flüchtete.</p>
<figure id="attachment_6596" aria-describedby="caption-attachment-6596" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6596 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Odette-e1672447508408-225x300.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Odette-e1672447508408.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Odette-e1672447508408.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Odette-e1672447508408.jpg?w=1134&amp;ssl=1 1134w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-6596" class="wp-caption-text"><em>Bild: Odette &#8211; Programmheft</em></figcaption></figure>
<p>Den Prinzen Siegfried konnte ich wirklich nicht finden, denn es gab ihn gar nicht, stattdessen nur einen Hauslehrer namens Benno. Nun konnte es auch nicht mehr verwundern, dass im 3. Akt der „Schwarze Schwan“ nicht als böse Verführerin, sondern als eine gute Freundin der Teenagerin zum Fest kam, was die Eifersucht des Stiefvaters so sehr erregte, daß er die „Schwarze“ tötete. Dieses Trauma verarbeitete die Hauptakteurin den ganzen 4. Akt lang. Mit Erfolg.</p>
<p>Die Moral von der Geschicht&#8217;: Man sollte sich nicht zu sehr auf das Internet verlassen, sondern sich vorher an der richtigen Stelle informieren.</p>
<p>Abgesehen von jener Irritation hatte die Choreographie von Mario Schröder etwas Großartiges. Und besonders beeindruckt war ich von dem originellen Bühnenbild und der entsprechenden Lichtgestaltung. Mit riesigen Vexierspiegeln wurden Effekte erzielt, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben.</p>
<p>Vielleicht gehe ich wieder einmal in die Oper. Dann lese ich aber vorher das Programmheft.</p>
<p>Eberhard Thieme CO</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_6597" aria-describedby="caption-attachment-6597" style="width: 2016px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6597 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="480" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2022/12/Schwanensee-Programm.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-6597" class="wp-caption-text"><em>Bild: Schwanensee &#8211; Programmheft</em></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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