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		<title>Die Neunte – Weltklasse zum Jahreswechsel im Leipziger Gewandhaus</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 16:30:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn man auf der Eintrittskarte „Großes Conzert zum Jahreswechsel“ liest, weiß der findige Käufer/Käuferin: Da ist Ludwig van Beethovens „Neunte Sinfonie“ gemeint. Manche und mancher waren zunächst vielleicht traurig, weil die angekündigte Newcomer-Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla erkrankte. Aber der „Ersatz“ durch Alan Gilbert war eher ein Höhepunkt für sich &#8211; mit viel Feingefühl und Routine führte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man auf der Eintrittskarte „Großes Conzert zum Jahreswechsel“ liest, weiß der findige Käufer/Käuferin: Da ist Ludwig van Beethovens „Neunte Sinfonie“ gemeint.</p>
<figure id="attachment_22999" aria-describedby="caption-attachment-22999" style="width: 1600px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-22999 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?resize=640%2C288&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="288" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?resize=400%2C180&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?resize=1024%2C460&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?resize=768%2C345&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?resize=1536%2C690&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Abend-30-12-25.jpeg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-22999" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus am Abend des 30. Dezember 2025</em></figcaption></figure>
<p>Manche und mancher waren zunächst vielleicht traurig, weil die angekündigte Newcomer-Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla erkrankte. Aber der „Ersatz“ durch Alan Gilbert war eher ein Höhepunkt für sich &#8211; mit viel Feingefühl und Routine führte dieser Dirigent das Leipziger Gewandhaus-Orchester durch die „Neunte“, dazu drei Chöre (MDR-Rundfunkchor, Gewandhaus-Chor, Gewandhaus-Kinderchor) – eine Partitur brauchte der mit Preisen überhäufte US-Koreaner nicht, er dirigierte auswendig.</p>
<p>Hinzu kamen vier erstklassige Sängerinnen und Sänger in den Solo-Parts – überaus bemerkenswert dabei Michael Nagy als Bass am Anfang (O Freunde, nicht diese Töne) und Sarah Traubel mit weicher Sopranstimme gemeinsam mit solide agierender Xenia Puskarz Thomas (Mezzosopran) und dem ehemaligen Thomaner Patrick Grahl (Tenor).</p>
<p>Das Orchester bestach bei den leisen Tönen, besonders als die Kontrabässe zum ersten Mal die berühmte „Ode an die Freude“ anstimmten.</p>
<p>Ich erinnere mich, dass mein Geigenlehrer vor fast 60 Jahren mich immer daran erinnerte, dass die Leute im Publikum nicht so sehr bei den kräftigen „Parts“ gespannt zuhören, sondern vor allem bei den „leisen Stellen“. Das tat ich bei dieser Beethoven-Sinfonie besonders – mir fiel nur auf, dass beim 1. und 3. Satz nicht immer alles auf „Punkt“ klappte. Aber das gehört vielleicht zu einem Live-Auftritt dazu.</p>
<figure id="attachment_23000" aria-describedby="caption-attachment-23000" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-23000" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/12/Gewandhaus-Alan-Gilbert.jpeg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-23000" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus-Conzert zum Jahreswechsel 2025/2026</em></figcaption></figure>
<p>Phänomenal dann die Schluss-Sequenzen – da gaben die fast 200 Musikerinnen und Musiker alles – und das mit berauschender Wirkung.</p>
<p>Standing Ovation – und das „gefühlt“ eine Viertelstunde lang. Schade, dass der Dirigent Alan Gilbert während dieses Applauses die so exzellent agierenden Kontrabässe nicht ebenso durch „Aufstehen“ würdigte – wie das bei den anderen Instrumental- und Gesangsgruppen der Fall war – aber vielleicht ist mir das zu wenig aufgefallen, weil diese Kontrabässe ja sowieso gestanden haben.</p>
<p>Beethovens „Neunte Sinfonie &#8211; d Moll op. 125“ gehörte ja zu den alles an bisher dagewesenen Musik-Werken Sprengenden – wie man in dem sehr informativen Programmheft nachlesen konnte, selbst Religiöses in der „Neunten“ wurde erwähnt. Und, auf das ganze Konzert zurückblickend muss ich das zu diesem Abend im Leipziger Gewandhaus am Vorabend des Jahreswechsels 2025/2026 unumwunden sagen:<br />
So ein Konzert habe ich im Leipziger Gewandhaus und in anderen Konzertsälen bisher noch nicht erlebt – für mich „Weltklasse“!</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Leipziger Gewandhaus-Ein transatlantisches Projekt: Zwei kreolische Messen im Medelssohn-Saal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 15:35:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer am Sonntagabend des 21. September den Mendelssohn-Saal des Gewandhauses aufsuchte, konnte ein außergewöhnliches Konzert erleben: Der Leipziger Gewandhauschor und das lateinamerikanische Ensemble Mestizo musizierten zusammen unter Leitung von Gregor Meyer. Gregor Meyer, seit 2007 Leiter des Leipziger Gewandhauschores, hat ein Gespür für Spirituelles und den Mut zum Experiment. Diese gesunde Mischung führte in den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer am Sonntagabend des 21. September den Mendelssohn-Saal des Gewandhauses aufsuchte, konnte ein außergewöhnliches Konzert erleben: Der Leipziger Gewandhauschor und das lateinamerikanische Ensemble Mestizo musizierten zusammen unter Leitung von Gregor Meyer.</p>
<p>Gregor Meyer, seit 2007 Leiter des Leipziger Gewandhauschores, hat ein Gespür für Spirituelles und den Mut zum Experiment. Diese gesunde Mischung führte in den vergangenen Jahren zu herausragenden Konzerten. Ich erinnere mich noch gut an die Aufführung des Lübecker Totentanz-Zyklus von Hugo Distler mit dem Sprecher Axel Thielmann (2009) oder auch an ein gesamtkünstlerisches Projekt mit Katharina und Anna Thalbach (2016). Auf genau dieser Linie lag auch das sonntägliche Chorkonzert.</p>
<figure id="attachment_9359" aria-describedby="caption-attachment-9359" style="width: 350px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-9359" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/medelssohnsaal-Meyer.jpg?resize=350%2C466&#038;ssl=1" alt="" width="350" height="466" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/medelssohnsaal-Meyer.jpg?resize=263%2C350&amp;ssl=1 263w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/medelssohnsaal-Meyer.jpg?resize=769%2C1024&amp;ssl=1 769w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/medelssohnsaal-Meyer.jpg?resize=768%2C1022&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/medelssohnsaal-Meyer.jpg?resize=1154%2C1536&amp;ssl=1 1154w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/medelssohnsaal-Meyer.jpg?w=1202&amp;ssl=1 1202w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption id="caption-attachment-9359" class="wp-caption-text"><em>Bild: Chor-Leiter Georg Meyer vor Chor und Ensemble</em></figcaption></figure>
<p>Im Zentrum des Konzertes standen zwei Hl. Messen in spanischer Sprache: die „Misa Criolla Venezolana“ von Humberto Sagredo Araya (1931-1998) und die „Misa Criolla“ von Ariel Ramirez (1921-2010). Beide Werke entstanden Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Exakt zu dieser Zeit fand in Rom das Zweite Vatikanische Konzil statt, auf welchem beschlossen wurde, dass die Gottesdienste in den jeweiligen Muttersprachen (und nicht nur in Latein) gefeiert werden dürfen. Diesen Befreiungsschlag hört man den beiden Kompositionen an. Feierliche Gesänge werden mit folkloristischen Melodien untersetzt und von einheimischen Instrumenten begleitet.</p>
<p>Dabei ist die venezolanische „Misa“ von Araya noch relativ schlicht gehalten. Man kann Anklänge an die Gregorianik spüren, und für die Solisten (Adam Sanchez (Tenor), Ivo Kovrigar (Bariton)) sind (wie in den klassischen Konzertmessen) eigene Gesangsstücke vorgesehen. Bei der argentinischen „Misa“ von Ramirez nun gestaltet sich die Komposition zu einem kompakten Kunstwerk. Chor- und Solistenteile greifen ineinander über, und von den Instrumentalisten wird höchste Virtuosität verlangt. Das zeigt sich besonders an den eingefügten instrumentalen Zwischenspielen. Virtuosität bewiesen die lateinamerikanischen Musiker auch bei den kürzeren Stücken, welche die beiden Messen umrahmten.</p>
<p>Verständlich, dass die Begeisterung der Zuhörer immer mehr in jubelnden Applaus überging. Als störend empfand ich dabei nur, dass auch zwischen den Teilen des Ordinariums (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) geklatscht wurde. Für mich hatte das etwas Opernhaftes: Wie Szenenapplaus nach einer gutgesungenen Arie. Dies mag spitzfindig klingen; aber man stelle sich nur einmal vor, Bachs „h-Moll-Messe“ oder Beethovens „Missa solemnis“ würde durch Beifall unterbrochen. Jedenfalls ging dadurch ein ganzes Stück Tiefenwirkung verloren.</p>
<p>Dennoch gehörte ich am Ende zu denjenigen, die gleich mehrere Zugaben erklatschten. Geblieben ist dankbare Freude über ein gelungenes Konzert.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_9360" aria-describedby="caption-attachment-9360" style="width: 350px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9360" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/09/Medelssohnsaal-Heft.jpg?resize=350%2C263&#038;ssl=1" alt="" width="350" height="263" /><figcaption id="caption-attachment-9360" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft</em></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schostakowitsch-Festival Leipzig – Kammerkonzert im Mendelssohn-Saal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2025 16:33:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[Dmitri Schostakowitsch hat nicht nur 15 Sinfonien geschrieben, sondern auch 15 Streichquartette. Das belgische Ensemble „Quatuor Danel“ führte (mit 6 Konzerten) im Rahmen des großangelegten Schostakowitsch-Festivals sämtliche Werke für Streichquartett auf. Das dritte Konzert fand am Sonnabend, 24. Mai, statt. Es war die einzige Veranstaltung des gesamten Festivals, welche bereits Wochen zuvor ausverkauft war. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dmitri Schostakowitsch hat nicht nur 15 Sinfonien geschrieben, sondern auch 15 Streichquartette. Das belgische Ensemble „Quatuor Danel“ führte (mit 6 Konzerten) im Rahmen des großangelegten Schostakowitsch-Festivals sämtliche Werke für Streichquartett auf.</p>
<p>Das dritte Konzert fand am Sonnabend, 24. Mai, statt. Es war die einzige Veranstaltung des gesamten Festivals, welche bereits Wochen zuvor ausverkauft war. Der Grund läßt sich leicht vermuten: Das „Quatuor Danel“ spielte nach der Pause das legendäre 8. Streichquartett (c-moll op. 110).</p>
<figure id="attachment_8966" aria-describedby="caption-attachment-8966" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8966" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-aussen.jpg?resize=300%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-aussen.jpg?resize=300%2C400&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-aussen.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-aussen.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-aussen.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-8966" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft Kammerkonzert (außen)</em></figcaption></figure>
<p>Mit diesem Werk hat es folgende Bewandtnis: Im Juli 1960 weilte Schostakowitsch im Gästehaus des Ministerrates der DDR in Gohrisch, einem kleinen Ort in der Sächsischen Schweiz. Er sollte dort eine Filmmusik für ein propagandistisches Werk schreiben. Dazu war Schostakowitsch allerdings nicht in der Lage; denn er befand sich in einer Krise. Auf äußeren Druck hin war er der kommunistischen Partei beigetreten – ein Schritt, der ihn in depressive Zustände stürzte. Der Aufenthalt in der Sächsischen Schweiz half ihm, die Krise zu verarbeiten, indem er eines seiner persönlichsten Werke schrieb, eben jenes 8. Streichquartett.</p>
<p>In diesem etwa 20minütigen Werk kreist alles um seine musikalischen Initialen, die Töne D-Es-C-H, und gewinnt damit eine Tragik, die sich nur schwer beschreiben läßt. In einem Brief an seinen Freund Isaak Glikman schreibt Schostakowitsch dazu: „Wie sehr ich auch versucht habe, die Arbeiten für den Film im Entwurf auszuführen, bis jetzt konnte ich es nicht. Und stattdessen habe ich ein niemandem nützendes und ideologisch verwerfliches Quartett geschrieben. Ich dachte darüber nach, dass, sollte ich irgendwann einmal sterben, kaum jemand ein Werk schreiben wird, das meinem Andenken gewidmet ist.“ Mithin hat Schostakowitsch dieses 8. Streichquartett als eine Art „Requiem für sich selbst“ geschrieben.</p>
<figure id="attachment_8967" aria-describedby="caption-attachment-8967" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8967" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-innen.jpg?resize=300%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-innen.jpg?resize=300%2C400&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-innen.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-innen.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Schostakowitsch-Programm-innen.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-8967" class="wp-caption-text"><em>Bild: Quatuor Danel, Programmheft (innen)</em></figcaption></figure>
<p>Angesichts dieses eindrücklichen Werkes mußten die anderen beiden Streichquartette (Nr. 6 G-Dur op.101 (1957) und Nr. 11 f-Moll op. 122 (1965/66)) im Schatten stehen, obgleich auch sie sich durch Originalität auszeichnen.</p>
<p>Die Interpretation aller drei Werke durch das „Quatuor Danel“ war in jeder Hinsicht meisterhaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
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		<title>Ein einzigartiges Projekt: „Internationale Bonhoeffer-Messe“</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2025 17:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges, am 9. April 1945, wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer 39jährig im KZ Flossenbürg hingerichtet. Inzwischen gelten seine Schriften, insbesondere die Texte, die er 1943/44 im Gefängnis schrieb, als geistig-geistlicher Wegweiser für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft. &#160; Anläßlich seines 80. Todestages entstand der Gedanke, ein Chorstück [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges, am 9. April 1945, wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer 39jährig im KZ Flossenbürg hingerichtet. Inzwischen gelten seine Schriften, insbesondere die Texte, die er 1943/44 im Gefängnis schrieb, als geistig-geistlicher Wegweiser für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8900" aria-describedby="caption-attachment-8900" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8900" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=400%2C324&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="324" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=400%2C324&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=1024%2C829&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=768%2C622&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?resize=1536%2C1244&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeffer-Messe-Programmheft-mit-Bild.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8900" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bonhoeffer-Messe (Programmheft innen)</em></figcaption></figure>
<p>Anläßlich seines 80. Todestages entstand der Gedanke, ein Chorstück zu schreiben, welches das Ordinarium der katholischen Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) mit Gebetstexten Bonhoeffers verbindet. Initiatoren waren dabei die Sänger des Vokalquintetts „Ensemble Nobiles“. Sie taten sich zusammen mit dem australischen „Sydney Chamber Choir“ (unter Leitung von Sam Allchurch) und dem Leipziger „GewandhausChor“ (unter Gregor Meyer). Das Ordinarium komponierte Paul Heller, einer der Sänger vom „Ensemble Nobiles“. Für die Vertonung der Bonhoeffer-Texte konnten Komponisten aus mehreren Ländern gewonnen werden: aus den USA, aus Großbritannien, Neuseeland, Australien und Deutschland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8901" aria-describedby="caption-attachment-8901" style="width: 307px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8901" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=307%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="307" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=307%2C400&amp;ssl=1 307w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=785%2C1024&amp;ssl=1 785w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=768%2C1002&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?resize=1178%2C1536&amp;ssl=1 1178w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2025/05/Bonhoeff-Messe-Programmheft-aussen.jpg?w=1226&amp;ssl=1 1226w" sizes="auto, (max-width: 307px) 100vw, 307px" /><figcaption id="caption-attachment-8901" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bonhoeffer-Messe </em><em>(Programm-Heft außen)</em></figcaption></figure>
<p>Am Sonntag, 11. Mai 2025, wurde dieses gewaltige Werk im Saal des Leipziger Gewandhauses aufgeführt. Es bildete den Abschluß der Bonhoeffer-Gedenktage, die vom 6.-11.5. mit diversen Vorträgen und Konzerten in Leipzig stattfanden. Das sorgte für viel Prominenz auch bei diesem Konzert.</p>
<p>A-capella-Konzerte bedürfen großer Konzentration. Das trifft auf ein 70-Minuten-Werk wie die Bonhoeffer-Messe besonders zu. Dass die Chöre sich nach jedem Gesangsstück anders aufstellten, führte zu ständig neuen Klangerlebnissen.</p>
<p>Natürlich ließe sich über die einzelnen Vertonungen noch manches sagen. Erwähnen möchte ich lediglich das letzte Stück. Für das weithin bekannte Bonhoeffer-Gedicht „Von guten Mächten“ hatte der Kirchenmusiker Manfred Schlenker (1926-2023) bereits in den 60er Jahren eine Melodie komponiert und sie zu einer „Bonhoeffer-Motette“ erweitert. Diese arbeitete er auf Wunsch des „Ensemble Nobiles“ im Jahre 2020 um. So erhielt das Gesamtwerk einen würdevollen Abschluß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
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		<title>Beethovens 9. Sinfonie im Leipziger Gewandhaus – Gigantisch und doch auch „leise“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2024 14:57:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Beethoven]]></category>
		<category><![CDATA[Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Sinfonie]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie ist der klassische Musik-Hit schlechthin: der Schlusschor avancierte inzwischen zur Europa-Hymne, aufgeführt als letzter Festakt in der DDR-Volkskammer unter Kurt Masur und mit Ministerpräsident Lothar de Maiziere in Berlin und erstaufgeführt 1826 in Leipzig – noch vor Berlin: Beethovens 9. Sinfonie. Traditionell wird diese „gigantische“ Sinfonie immer als „Großes Concert zum Jahreswechsel“ an den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist der klassische Musik-Hit schlechthin: der Schlusschor avancierte inzwischen zur Europa-Hymne, aufgeführt als letzter Festakt in der DDR-Volkskammer unter Kurt Masur und mit Ministerpräsident Lothar de Maiziere in Berlin und erstaufgeführt 1826 in Leipzig – noch vor Berlin: Beethovens 9. Sinfonie.</p>
<figure id="attachment_8472" aria-describedby="caption-attachment-8472" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8472" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?resize=400%2C297&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="297" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?resize=400%2C297&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?resize=1024%2C760&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?resize=768%2C570&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?resize=1536%2C1140&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/9-Sinfonie-Programm-Heft.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8472" class="wp-caption-text"><em>Bild Programmheft des Gewandhaus zu Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Traditionell wird diese „gigantische“ Sinfonie immer als „Großes Concert zum Jahreswechsel“ an den drei Tagen vor Neujahr aufgeführt: 29./30./31. Dezember – so auch in diesem Jahr 2024.</p>
<p>Dirigiert hat Beethovens letzte Sinfonie der aktuelle Gewandhaus-Kapellmeister Andris Nelsons aus Lettland (Riga): gewohnt zurückhaltend und an bestimmten Stellen des Werkes sekundengenau auf „Punkt“.</p>
<p>Die Aufführung hatte etwas von einem Weltereignis, besonders was die Leistung der Chöre betrifft: Chor der Oper Leipzig (Einstudierung Thomas Eitler-de Lint), GewandhausChor (Einstudierung: Georg Meyer) und der GewandhausKinderchor (Einstudierung: Frank-Steffen Elster).</p>
<p>Als diese drei am Schluss das Podium des Gewandhauses zu Leipzig betraten stand auch gleich der „halbe Saal“ und spendete Applaus. Dann gab‘s Pfiffe für die Solisten, sicherlich „verdient“ für die Sopranistin Emily Magee – das Schrille von ihr war manchmal an der Schwelle des Aushaltbaren, richtig gut dagegen der Tenor Werner Güra.</p>
<figure id="attachment_8473" aria-describedby="caption-attachment-8473" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8473" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/12/Gewandhaus-24-25.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8473" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus zu Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Und dann allerdings „sensationell“ das Gewandhaus: besonders an der leisesten Stelle der Sinfonie als die Streicher ganz „zart“ das Hauptthema des Schlusschores anstimmten – da stimmte einfach alles! Noch immer hallen „engelhafte“ Töne des Schluss-Chores in mir nach.</p>
<p>Die 9. Sinfonie von Beethoven war ein gelungener Abschuss dieses Jahres 2024 und hoffnungsvoller Ausblick für 2025.</p>
<p>Wie heißt es doch so treffend in der Begründung des Europarates damals:</p>
<p>„Die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven mit dem Schlusschor von Friedrich Schillers Ode an die Freude versinnbildlicht die Werte, die alles teilen, sowie die Einheit in der Vielfalt“ – dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>Medientipp: 9. Sinfonie aus dem Leipziger Gewandhaus (MDR, 17:00, 31.12.24)<br />
UND: <a href="https://www.ardmediathek.de/video/arte/beethoven-symphonie-nr-9-gewandhaus-zu-leipzig/arte/Y3JpZDovL2FydGUudHYvdmlkZW9zLzExODY1Mi0wMDAtQQ">ARD MEDIATHEK</a></p>
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		<title>Leipziger Rückblick 2024 – Drei weithin unbekannte Jubilare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2024 16:34:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Bruckner]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende entgegen; und auch diesmal konnten in der Musikwelt Jubiläen großer Künstler begangen werden. Stellvertretend sei der 200. Geburtstag von Anton Bruckner genannt, der am Beginn der Herbstsaison (im Leipziger Gewandhaus, wie auch anderswo) eine angemessene Würdigung erfuhr. Ich möchte nun heute an drei Komponisten erinnern, die in diesem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende entgegen; und auch diesmal konnten in der Musikwelt Jubiläen großer Künstler begangen werden. Stellvertretend sei der 200. Geburtstag von Anton Bruckner genannt, der am Beginn der Herbstsaison (im Leipziger Gewandhaus, wie auch anderswo) eine angemessene Würdigung erfuhr.</p>
<p>Ich möchte nun heute an drei Komponisten erinnern, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag hätten feiern können und leider immer noch ein Schattendasein führen: Arnold Schönberg (1874-1951), Gustav Holst (1874-1934) und Charles Ives (1874-1954).</p>
<figure id="attachment_8088" aria-describedby="caption-attachment-8088" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8088 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8088" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus zu Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Wenigstens dem Namen nach dürfte der Österreicher Arnold Schönberg vielen musikalisch Interessierten ein Begriff sein; denn er war es schließlich, der die Methode der „Zwölf-Ton-Reihen“ erfunden und damit eine neue, bis heute umstrittene Kompositionstechnik in die Wege geleitet hatte.</p>
<p>Bevor Schönberg jedoch zu dieser Art der Tondichtung griff, komponierte er im spätromantischen Stil, und diese Frühwerke sind es vor allem, die in den Konzerten aufgeführt werden (so das Melodram „Erwartung“, das Mitte November im Gewandhaus erklang).</p>
<p>Schwieriger dürfte es wohl mit dem Engländer Gustav Holst sein. Von ihm ist eigentlich nur ein Großwerk bekannt: die Orchestersuite „Die Planeten“. In expressionistischer Manier führt er in 7 Sätzen durch unser Sonnensystem (ausgenommen: die Erde). Wer diese gewaltige musikalische Reise kennenlernen möchte: Das Gewandhausorchester führt sie noch in diesem Jahr, am 18. und 19. Dezember, auf.</p>
<p>Ja, und der Amerikaner Charles Ives ist vermutlich nur Wenigen bekannt. Dieser geniale Künstler war von Beruf ein erfolgreicher Versicherungsunternehmer und nur nebenher Komponist. In bewußter Abkehr vom traditionellen Stil schuf er Werke, in denen sich unterschiedliche Melodienbögen (Choräle, Tänze, Märsche, Ragtimes) überlagerten und dadurch mitunter schrille Dissonanzen bildeten.</p>
<p>Diese Collagen erinnern in gewisser Weise an die Sinfonien Gustav Mahlers, besitzen aber durchaus starke Eigenheiten. Kein Wunder, daß Ives als Komponist in den USA zeit seines Lebens weitgehend ignoriert wurde. Erst nach seinem Tod setzte sich die Musikwelt mit seinen Werken auseinander.</p>
<p>Dennis Russell Davies hatte den Mut, mit seinem MDR-Sinfonieorchester (im Konzert anläßlich des Rundfunk-Jubiläums am 3. März) die 4. Sinfonie von Charles Ives aufzuführen. In dieser sogenannten „Universe Symphony“ verdichten sich die Themen so extrem, daß man (zumindest auf das erste Hören hin) keine Melodien mehr entdecken kann. Es ist ein Werk, das vielleicht dazu führen könnte, diesem Komponisten nie wieder begegnen zu wollen.</p>
<p>Aber Ives kann auch anders. Kürzlich hörte ich auf YouTube eine ausgezeichnete Interpretation der 2. Sinfonie von Charles Ives, mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung des venezolanischen Ausnahme-Dirigenten Gustavo Dudamel. Dieses Video möchte ich abschließend sehr empfehlen. Es paßt gut in die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Leipzig &#8211; Kammerkonzert im Gewandhaus &#8211; Frühe Werke für Violoncello und Klavier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 14:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Prokowjew]]></category>
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		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei Werke für Cello und Klavier von drei genialen Komponisten, entstanden zwischen dem 21. und 28. Lebensjahr, geschrieben und aufgeführt in Moskau: Das erwartete uns am 17. November im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses. Wir hörten die Ballade op. 15 von Sergej Prokowjew (1891-1953), die 1. Sonate op. 21 von Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) und die Sonate [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Werke für Cello und Klavier von drei genialen Komponisten, entstanden zwischen dem 21. und 28. Lebensjahr, geschrieben und aufgeführt in Moskau: Das erwartete uns am 17. November im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses. Wir hörten die Ballade op. 15 von Sergej Prokowjew (1891-1953), die 1. Sonate op. 21 von Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) und die Sonate op. 19 von Sergej Rachmaninoff (1873-1943).</p>
<p>Den Interpreten (Christian Giger/Violoncello und Dasol Kim/Klavier) wurde dabei das Äußerste an Virtuosität abverlangt. Daß sie dem gerecht wurden, zeigte der tosende Beifall der Zuhörer am Schluß. Die Künstler bedankten sich dafür mit Rachmaninoffs Vocalise, einem zarten spätromantischen Stück.</p>
<figure id="attachment_8359" aria-describedby="caption-attachment-8359" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8359" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Mendelssohn-November-17-11-24-Heft.jpg?resize=300%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="400" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Mendelssohn-November-17-11-24-Heft.jpg?resize=300%2C400&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Mendelssohn-November-17-11-24-Heft.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Mendelssohn-November-17-11-24-Heft.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Mendelssohn-November-17-11-24-Heft.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-8359" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft, Christian Giger und Dasol Kim</em></figcaption></figure>
<p>Um die dargebotenen Werke besser zu verstehen, ist es sicher hilfreich, etwas über die Lebensumstände der Komponisten zu erfahren.</p>
<p>Prokowjew und Rachmaninoff schrieben die obigen Stücke noch im zaristischen Rußland, wo es ihnen relativ gut ging. Erst in den Wirren der kommunistischen Revolution verließen sie ihre Heimat. Prokowjew trieb das Heimweh 1936 wieder zurück; Rachmaninoff blieb für immer im Exil.</p>
<p>Hingegen war das Leben von Mieczyslaw Weinberg von Jugend auf von vielen Schicksalsschlägen durchzogen. Als Jude im polnischen Warschau aufgewachsen, konnte er dort aber nicht sein Musikstudium beenden, sondern mußte vor der herannahenden deutschen Armee flüchten – zuerst nach Minsk, dann weiter nach Taschkent. Dort erfuhr er, daß seine ganze Familie in Polen umgekommen war. So wurde die Musik zum wichtigsten Motiv für das eigene Überleben. Nachdem Schostakowitsch auf Weinbergs 1. Sinfonie aufmerksam wurde, bewog er den Komponisten anno 1943, nach Moskau überzusiedeln, woraus eine lebenslange Freundschaft entstand. Weinberg schrieb um 1945 eine Menge kammermusikalischer Werke, u.a. auch jene 1. Cellosonate op. 21. Leider wurde ihm seine jüdische Herkunft weiterhin zum Verhängnis; erst in den 60er Jahren erfuhr er die nötige Anerkennung als Komponist.</p>
<p>Dies mag auch der Grund dafür sein, daß Weinberg im Ausland weithin unbekannt blieb. Erfreulicherweise hat sein 100. Geburtstag im Dezember 2019 dazu beigetragen, daß seine Kompositionen immer einmal wieder in deutschen Konzertsälen auftauchen. In dem von uns gehörten Kammerkonzert nahm er jedenfalls einen würdigen Platz zwischen Prokowjew und Rachmaninoff ein.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8360" aria-describedby="caption-attachment-8360" style="width: 1600px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8360 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="480" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/11/Medelssohn-17-11-24-Saal.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-8360" class="wp-caption-text"><em>Bild: Bühne im Mendelssohnsaal des Leipziger Gewandhauses</em></figcaption></figure>
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		<title>Bruckners 200. Geburtstag – auch in Leipzig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 13:26:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Bruckner]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Komponist Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 im oberösterreichischen Ansfelden geboren. An den Orten, an denen er später als Organist und Hochschullehrer wirkte (Stift St. Florian, Linz und Wien), wird das Ereignis seines 200. Geburtstages gewiß groß gefeiert werden. Und in Leipzig? Ist da der fromme Katholik Anton Bruckner angekommen? Ja, das ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Komponist Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 im oberösterreichischen Ansfelden geboren. An den Orten, an denen er später als Organist und Hochschullehrer wirkte (Stift St. Florian, Linz und Wien), wird das Ereignis seines 200. Geburtstages gewiß groß gefeiert werden.</p>
<p>Und in Leipzig? Ist da der fromme Katholik Anton Bruckner angekommen?<br />
Ja, das ist er. Denn Leipzig, diese ehemals protestantische und mittlerweile fast säkularisierte Stadt, hat eine überaus lange Bruckner-Tradition aufzuweisen.</p>
<p>Begonnen hatte alles mit dem damals noch jungen Dirigenten Arthur Nikisch, der am 30. Dezember 1884 die 7. Sinfonie Bruckners im Leipziger „Stadttheater“ zur Uraufführung brachte. Mit diesem großartigen Werk erlebte Bruckner die endgültige Anerkennung als Sinfoniker.</p>
<p>Als Bruckner im Oktober 1896 starb, war es wiederum Arthur Nikisch, der (nunmehr als Kapellmeister des Gewandhauses) unmittelbar darauf das Adagio der 7. Sinfonie aufführte und damit den Verstorbenen ehrte.<br />
Seither stehen die Werke Bruckners regelmäßig auf den Programmen des Gewandhauses und seiner Orchester. Die Dirigenten Blomstedt und Nelsons haben sogar einen Zyklus aller Bruckner-Sinfonien gestaltet.<br />
Bild: Gewandhaus</p>
<figure id="attachment_8088" aria-describedby="caption-attachment-8088" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8088 size-medium" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=2016&amp;ssl=1 2016w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/08/Gewandhaus.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-8088" class="wp-caption-text"><em>Bild: Gewandhaus Leipzig</em></figcaption></figure>
<p>Wenn in der kommenden Woche die neue Konzertsaison beginnt, darf Bruckner natürlich nicht fehlen. Den Anfang macht diesmal das Sinfonie-Orchester des MDR. Unter Leitung seines Chefdirigenten Dennis Russell Davies, der sich schon des öfteren der Werke Bruckners annahm, erklingt am 4. September (dem eigentlichen Jubiläums-Tag) die 8. Sinfonie. (Dieses Konzert wird am selben Tag zeitversetzt von MDR Kultur und <a href="https://www.mdr.de/presse/medieninformaiton-mdr-klassik-spielzeit-konzertsaison-100.html" target="_blank" rel="noopener">MDR Klassik</a> übertragen.)</p>
<p>Es folgt am 6. und 8. September die 6. Sinfonie mit dem Gewandhausorchester unter Andris Nelsons.<br />
Und der Ehren-Dirigent des Gewandhausorchesters Herbert Blomstedt läßt es sich nicht nehmen, im Laufe des Konzertjahres die 7. und 8. Sinfonie aufzuführen.</p>
<p>Bevor Bruckner seine Sinfonien schrieb, komponierte er hauptsächlich geistliche Werke. Ich erinnere mich noch gut, wie ich als Jugendlicher von den Thomanern unter Erhard Mauersberger die Motette „Locus iste“ hörte. Dies war meine erste Begegnung mit Anton Bruckner. Sicher werden in nächster Zeit auch vom heutigen Thomanerchor Motetten Bruckners zu hören sein.</p>
<p>Doch auch der Gewandhaus-Chor unter Leitung von Gregor Meyer wird Bruckner mit einem geistlichen Konzert ehren: Am 5. Oktober erklingen im Leipziger Gewandhaus neun seiner Motetten und die Messe in e-Moll.<br />
Auf dieses Konzert freue ich mich besonders.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hörtipp: 8. Sinfonie von Anton Bruckner, zu hören (zeitversetzt) am 4. September,<br />
20:03 auf MDR KULTUR und <a href="https://www.mdr.de/presse/medieninformaiton-mdr-klassik-spielzeit-konzertsaison-100.html" target="_blank" rel="noopener">MDR KLASSIK</a></p>
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		<title>Gewandhaus zu Leipzig &#8211; Kammerkonzert mit Gegensätzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2024 16:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Kammerkonzert]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Konzert am Abend des 21. April im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses zeichnete sich durch Gegensätze aus. Allein der Titel des Konzertes weist schon auf einen Gegensatz hin: „Kammermusikaustausch mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden“. Dem Gros der Leipziger Zuhörer stand das Gros der Dresdner Interpreten gegenüber. Wer von den Leipzigern aber bis dahin Ressentiments gegenüber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7726" aria-describedby="caption-attachment-7726" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7726" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Harfe.jpg?resize=300%2C587&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="587" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Harfe.jpg?resize=153%2C300&amp;ssl=1 153w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Harfe.jpg?resize=524%2C1024&amp;ssl=1 524w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Harfe.jpg?resize=768%2C1502&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Harfe.jpg?resize=785%2C1536&amp;ssl=1 785w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Harfe.jpg?w=818&amp;ssl=1 818w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7726" class="wp-caption-text"><em>Bild: Harfe</em></figcaption></figure>
<p><strong>Das Konzert am Abend des 21. April im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses zeichnete sich durch Gegensätze aus.</strong></p>
<p>Allein der Titel des Konzertes weist schon auf einen Gegensatz hin: „Kammermusikaustausch mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden“. Dem Gros der Leipziger Zuhörer stand das Gros der Dresdner Interpreten gegenüber. Wer von den Leipzigern aber bis dahin Ressentiments gegenüber den Dresdnern entwickelt haben sollte, wurde spätestens hier vom uneitlen Auftritt der Dresdner Künstler beschämt.</p>
<p>Thematisch stand der Abend unter dem Gegensatz von „Harfe und Schlagwerk“, der aber – so erfuhren wir durch die freundliche Moderatorin – kein wirklicher Gegensatz ist, weil beide Instrumentengruppen der „Rhythmusgebung“ im großen Orchester dienen.</p>
<p>Einen weiteren Gegensatz bildete das Programm: Neben impressionistischen Stücken von Debussy und Ravel standen Werke zeitgenössischer Komponisten. Da die Impressionisten, dargeboten durch souveräne Interpretation, (nach einem kurzen Einstand für Schlagwerk) gleich zu Anfang erklangen, konnte der Eindruck entstehen, daß für die Moderne nach der Pause nicht mehr viel zu erwarten sei.</p>
<p>Aber weit gefehlt, wer so dachte! Der „Pas de Deux für Harfe und Schlagzeug“ der kanadischen Komponistin Norma Beecroft (* 1934) faszinierte durch seine dialogischen Elemente (vom Gegeneinander bis zur völligen Harmonie). Und die fünf Sätze der „Frammenti für vier Schlagzeuger“ des Schweizer Komponisten Domenico Melchiorre (* 1982) bestachen vor allem durch ihre ungeheure Virtuosität.</p>
<figure id="attachment_7727" aria-describedby="caption-attachment-7727" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7727" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/04/Percussion.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7727" class="wp-caption-text"><em>Bild: Percussion</em></figcaption></figure>
<p>Ein gelungenes Konzert also. Daß es bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterließ, lag vielleicht gerade an jenen Gegensätzen.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>100 Jahre MDR – Festkonzert mit „Klassischer Moderne“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 15:14:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewandhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
		<category><![CDATA[Sinfonie]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 1. März 2024 beging der mitteldeutsche Rundfunk (und damit zugleich das Sinfonieorchester des MDR) seinen 100. Geburtstag. Dies war Anlaß für eine Reihe festlicher Konzerte im Leipziger Gewandhaus. Das Sinfoniekonzert am Sonntag, 3. März, stand unter der Überschrift „Klassische Moderne“, was auf ein spannendes Programm hoffen ließ. Tatsächlich bot das Konzert Neues und Überraschendes, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7589" aria-describedby="caption-attachment-7589" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7589" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Programm-Heft-e1709911414682-200x300.jpg?resize=300%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="450" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Programm-Heft-e1709911414682.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Programm-Heft-e1709911414682.jpg?w=675&amp;ssl=1 675w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7589" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft</em></figcaption></figure>
<p>Am 1. März 2024 beging der mitteldeutsche Rundfunk (und damit zugleich das Sinfonieorchester des MDR) seinen 100. Geburtstag. Dies war Anlaß für eine Reihe festlicher Konzerte im Leipziger Gewandhaus.</p>
<p>Das Sinfoniekonzert am Sonntag, 3. März, stand unter der Überschrift „Klassische Moderne“, was auf ein spannendes Programm hoffen ließ. Tatsächlich bot das Konzert Neues und Überraschendes, was nicht bei allen auf Zustimmung stieß&#8230;</p>
<p>Bei dem Programm vor der Pause hatte auch ich (als Anhänger moderner Klassik) meine Fragen.</p>
<p>Arnold Schönberg (1874-1951) schrieb seine 1. Kammersinfonie op. 9 ursprünglich für 15 Instrumente; erst später erweiterte er sein Stück auf ein großes Orchester. Warum hörten wir &#8211; statt jener transparenten Urfassung &#8211; diese monumentale Orchesterfassung? Die lauten und teilweise schrillen Klänge könnten diejenigen, die mit klassischer Moderne nicht vertraut waren, unnötig verstört haben.</p>
<p>Und: Was suchte Beethovens 3. Klavierkonzert unter den modernen Werken? Weil der Abend auch unter dem Titel „Zauber der Musik“ lief? Oder weil der geniale Pianist Fazil Say sein Spiel mit modernen Rhythmen anreicherte?</p>
<figure id="attachment_7590" aria-describedby="caption-attachment-7590" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7590" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Beteiligte-e1709911563465-300x225.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Beteiligte-e1709911563465.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Beteiligte-e1709911563465.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Beteiligte-e1709911563465.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Rundfunk-100-Beteiligte-e1709911563465.jpg?w=873&amp;ssl=1 873w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7590" class="wp-caption-text"><em>Bild: Beteiligte</em></figcaption></figure>
<p>Wie auch immer: Angesichts der langanhaltenden Ovationen für den Solisten hatte ich den Eindruck, daß viele Zuhörer gerade wegen dieses Klavierkonzertes gekommen waren.</p>
<p>Nach der Pause hatte ich keine Fragen mehr: Die 4. Sinfonie des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1874-1954), in jungen Jahren geschrieben und erst 50 Jahre später (1965 in New York) posthum uraufgeführt, bot die Fülle musikalischer Collagetechnik.</p>
<p>Dieses halbstündige Werk bedeutete für Orchester und Chor eine riesige Herausforderung, der sie sich unter Leitung von Dennis Russell Davies (und drei weiteren Co-Dirigenten) bravourös stellten. Ein gigantomanisches Opus, das bei den einen Begeisterung, bei anderen möglicherweise Kopfschütteln ausgelöst hat.</p>
<p>Ein großes, gewaltiges Konzert also. Es zeigte deutlich, daß das MDR-Ensemble dem Gewandhausorchester durchaus ebenbürtig ist. Noch mehr aber erfreut mich die Tatsache, daß sich beim Sinfonie-Orchester des MDR die Tradition erhalten hat, die Konzerte mit noch unbekannten modernen Stücken zu bereichern.</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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