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	<description>Oratorium Leipzig - Seid gut - wenn Ihr könnt</description>
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		<title>Bogabunda 30 – Jubiläum mit aktuellem Pfarrei-Bezug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 13:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Bogabunda]]></category>
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					<description><![CDATA[Es geht um ein Ausnahme-Theater-Projekt : BOGABUNDA. Vor 30 Jahren wurde das „Musical für Kinder und Ältere“ beim Katholikentag in Dresden quasi uraufgeführt. Das Besondere, alles entstand in der damaligen Liebfrauengemeinde Leipzig -Lindenau: Text, Musik, Kostüme &#8211; einfach alles, sogar der Name BOGABUNDA wurde in den Räumen des Gemeindehauses „erfunden“. Und nun &#8211; nach 30 Jahren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es geht um ein Ausnahme-Theater-Projekt : BOGABUNDA. Vor 30 Jahren wurde das „Musical für Kinder und Ältere“ beim Katholikentag in Dresden quasi uraufgeführt. Das Besondere, alles entstand in der damaligen Liebfrauengemeinde Leipzig -Lindenau: Text, Musik, Kostüme &#8211; einfach alles, sogar der Name BOGABUNDA wurde in den Räumen des Gemeindehauses „erfunden“.</strong></p>
<p>Und nun &#8211; nach 30 Jahren &#8211; trafen sich die ehemaligen Mitwirkenden am Ort „des Geschehens“ wieder. Genau genommen in St. Martin in Leipzig-Grünau, aber auch dort fanden damals Proben und Zusammenkünfte für BOGABUNDA statt.</p>
<p>Der Leitende Pfarrer mit Kaplan und der Verwaltungsleiter standen begrüßungsbereit im Foyer, und aktuelle Gemeindemitglieder standen „bereit“ mit Getränken oder waren „bereit“ mitgebrachte Speisen der Gäste für ein Abend-Buffet in Empfang zu nehmen. Alles war herzlich und festlich, der regenbogenhaft vorbereitete Festsaal war Punkt 18:00 bis auf den letzten Platz mit Gemeindemitgliedern und Gästen gefüllt. „Das Fest kann beginnen“, so wurde dann gerufen und zwei tanzende Regenbogenschwestern kamen herein, eine große BOGABUNDA-Matinee begann – mit Auftritten der verschiedenen Tiergruppen, Leitungs-, Regie/Choreographie- und Produktionskreise, Musikgruppe – selbst die Hilfsgüter-Transporteure „Flüchtlings-Hilfe Bosnien“ wurden aufgerufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7843" aria-describedby="caption-attachment-7843" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-7843" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?resize=400%2C298&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="298" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?resize=400%2C298&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?resize=1024%2C763&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?resize=768%2C572&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?resize=1536%2C1144&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogenschwestern-Tanz.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7843" class="wp-caption-text"><em>Bild: Tanz der Bogabunda-Regenbogen-Schwestern</em></figcaption></figure>
<p>Alle waren fröhlich – und eigentlich war die Atmosphäre schon von Anfang an fröhlich-festlich. Ernste Töne gab es allerdings auch zu hören – als an einen lebensgefährlichen Ski-Unfall während der Bogabunda-Probenzeit erinnert wurde oder der Gedanke im Raum stand, dass man nicht einfach nur ein fröhliches Musical machen, sondern damit auch an die Kinder im damaligen Balkankrieg erinnern wollte.</p>
<p>„Gewidmet den Kindern der Völker Bosnien – Herzegovinas“, so stand es im Bogabunda-Buch und so konnte man es auch im Vorspann des Bogabunda-Videos lesen – nach einem festlichen Abendbrot war dieses Video dann der zweite Höhepunkt des Abends. Manche und Mancher im Saal sahen das zum ersten Mal. Und: alle blieben über eine Stunde „dran“, auch Kinder.</p>
<p>Danach gabs noch einen ganz gelungenes Bogabunda-Quiz, so mit der Frage, wieviel Bogabunda-Suppe in der Probenzeit für alle „gekocht“ wurde – das war über eine halbe Tonne!</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7844" aria-describedby="caption-attachment-7844" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-7844" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Kostueme.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7844" class="wp-caption-text">Bild: Kinder vor Tierköpfen und Kostümen</figcaption></figure>
<p>Noch wirklich originell war die Idee, dass vor allem anwesende Kinder schon am Abend sich verbliebene Kostüme und Tierköpfe &#8211; 59 Tierköpfe waren das mal &#8211; mitnehmen konnten.</p>
<p>Der nächste Tag war der Patronatstag des Hl. Philipp Neri und Patronatsfest der Pfarrei „Philipp Neri Leipzig-West“. Besonders gelungen dabei die Predigt des Pastoralteams mit dem Kaplan-Gemeindereferent-Pfarrer-Team, die von der Folie sprachen, welche das Bogabunda-Projekt bildet – aus Altem soll Neues werden.</p>
<p>Und das war spürbar, auch durch eine Dank-Aktion der Gemeinde dem Pfarrer gegenüber – für eine gelungene Polenfahrt, mit Vertreterinnen und Vertretern der drei Filialgemeinden St. Martin, Liebfrauen und St. Hedwig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7845" aria-describedby="caption-attachment-7845" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-medium wp-image-7845" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?resize=100%2C75&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/05/Bogabunda-Fest-Regenbogen-ueber-Filialgemeinden.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-7845" class="wp-caption-text"><em>Bild: Regenbogen-Symbol-Bild im Altarraum von St. Martin</em></figcaption></figure>
<p>Ein Regenbogen im Altarraum, der sich über diesen Gemeinden spannte, machte den gegenwärtigen Horizont und die aktuelle Aufgabe in diesem Gemeinde-Verbund-Philipp-Neri deutlich.</p>
<p>Fast nebenbei zeigte sich noch eine weitere Folie auf das Alte – denn musikalisch wurden sehr gekonnt thematische Bogabunda-Lieder wie das Still-Lied zum Kyrie und dem Agnus-Dei-Lied umgewidmet. Das war überzeugend.</p>
<p>Und krönend der Abschluss beim Gottesdienst mit dem Bogabunda-Schlusslied: „Ich und du, nicht ich allein, keiner kann alleine glücklich sein“ – dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
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<p>Link: Bogabunda-Video (© Pfarrei Philipp Neri Leipzig-West)</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tradition und Aufbruch &#8211; Das Musical „Anatevka“ in Leipzigs „Musikalischer Komödie“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 16:14:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Man mag über den Stil amerikanischer Musicals denken, wie man will: Unbestritten bleibt, daß sie es oft schaffen, wichtige Lebensthemen eindrucksvoll zu vermitteln. Das gilt in ganz besonderer Weise für das Musical „Anatevka – der Fiedler auf dem Dach“. Der Inhalt des Musicals geht auf die Geschichten „Tevje der milkhiger“ des jiddisch schreibenden Dichters Scholem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man mag über den Stil amerikanischer Musicals denken, wie man will: Unbestritten bleibt, daß sie es oft schaffen, wichtige Lebensthemen eindrucksvoll zu vermitteln. Das gilt in ganz besonderer Weise für das Musical „Anatevka – der Fiedler auf dem Dach“.</p>
<p>Der Inhalt des Musicals geht auf die Geschichten „Tevje der milkhiger“ des jiddisch schreibenden Dichters Scholem Jankew Rabinowitsch (1859-1916) zurück, der unter seinem Pseudonym Scholem Alejchem bekannt geworden ist. Diese Vorlage von „Tevje dem Milchhändler“ inspirierte verschiedene amerikanische Künstler zu einem abendfüllenden Bühnenwerk, welches am 22. September 1964 auf dem New Yorker Broadway uraufgeführt wurde und von dort aus in die ganze Welt ging, selbst in die damalige DDR. Zwischen 1971 und 1988 lief es, dank der Inszenierung Walter Felsensteins, in der „Komischen Oper“ Berlin, wo ich damals das Glück hatte, es zu sehen.</p>
<figure id="attachment_7347" aria-describedby="caption-attachment-7347" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7347" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-aussen-e1702051598426-224x300.jpg?resize=300%2C401&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="401" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-aussen-e1702051598426.jpg?resize=224%2C300&amp;ssl=1 224w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-aussen-e1702051598426.jpg?w=347&amp;ssl=1 347w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7347" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft (Deckblatt)</em></figcaption></figure>
<p>In Leipzigs „Musikalischer Komödie“ wurde es 1991 erstmalig aufgenommen und hatte nun am 11. Februar 2023 erneut Premiere. Wir erlebten die Aufführung am 26. November.</p>
<p>Auf Grund der vielfältigen künstlerischen Mittel (Sprachtexte, Sprechgesang, Lieder, Instrumentalstücke, Chöre, Tänze, bis hin zur Akrobatik) gelingt es dem Musical, ein Gesamtbild des jüdischen Lebens in einem osteuropäischen „Schtetl“ (in dem fiktiven Ort „Anatevka“) zu zeichnen. Ein Thema durchzieht dabei von Anfang an das Stück: das Thema „Tradition“.</p>
<p>Für die Einwohner Anatevkas ist es selbstverständlich, die Gewohnheiten ihres jüdischen Glaubens zu bewahren. Dabei fragen sie nicht nach den Ursprüngen jener Riten, sondern praktizieren sie einfach. &#8211; Das bringt große Vorteile mit sich. Zum einen entwickeln sie eine lebendige Gottesbeziehung, wie sie sich unnachahmlich in den humoristisch-vertrauten Gebeten Tevjes zeigt. Zum anderen aber ermöglichen sie ein festes menschliches Miteinander. Am eindrücklichsten wurde mir dies bewußt bei dem gesungenen Gebet zur Eröffnung des „Schabbes“. Da verbindet sich jüdische Spiritualität mit enger familiärer Zusammengehörigkeit.</p>
<figure id="attachment_7348" aria-describedby="caption-attachment-7348" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7348" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2023/12/Anatevka-innen.jpg?resize=400%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="300" /><figcaption id="caption-attachment-7348" class="wp-caption-text"><em>Bild: Programmheft (innen)</em></figcaption></figure>
<p>Es wäre nun aber ein Irrtum, wollte man annehmen, daß diese Traditionen ein problemloses Leben garantieren. Gerade Tevjes Familie ist dafür ein Gegenbeispiel. Von seinen fünf Töchtern sind drei im heiratsfähigen Alter, und für Tevje (wie auch für seine Frau Golde) ist es „Tradition“, daß er als „Hausvater“ die potentiellen Ehepartner auswählt. Seine Töchter aber möchten jeweils den Mann heiraten, den sie lieben, ob es nun ein armer Schneider, ein Anarchist oder ein Nichtjude ist. Da tut sich Tevje schwer, den Willen seiner Töchter zu akzeptieren. Aber: Er begreift schließlich, daß Liebe einen höheren Wert darstellt als rituelle Gesetzmäßigkeiten. In einem berührenden Duett gestehen sich Tevje und Golde ihre tiefe Liebe, die auch nach 25 Jahren nicht erloschen ist. &#8211; Auch von außen kommen Probleme auf die Einwohner Anatevkas zu, nicht zuletzt die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung im Vorfeld der russischen Revolution von 1905. Am Ende müssen sie sogar ihren Ort verlassen.</p>
<p>Umrahmt wird das Musical von einer imaginierten Gestalt, dem „Fiedler auf dem Dach“. Immer einmal wieder, an verschiedenen Stellen spielt er auf der Geige melancholisch-schöne Melodien. Daß er nicht nur den Beginn, sondern auch den Schlußpunkt setzt, gibt dem Ganzen eine unsagbare Hoffnung.</p>
<p>Es wäre mein Wunsch, daß dieser Leipziger Inszenierung noch eine lange Zukunft beschieden ist; denn sie besticht durch hohe Qualität. In dieser Saison gibt es leider nur noch eine Aufführung am Mittwoch, 13. Dezember 2023, um 19.30 Uhr. Wärmste Empfehlung für alle Kurzentschlossenen!</p>
<p>Eberhard Thieme</p>
<p>&nbsp;</p>
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