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		<title>Leipzig – 6. Oktober 2026, beeindruckendes Erinnern an den Freund des Leipziger Oratoriums Paul Stern</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 13:34:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Liebe Oratorianer! Mit dieser Nachricht möchte ich Sie als Enkel von Paul Stern zu der oben genannten Stolperstein-Setzung sehr herzlich einladen! Paul Stern war mit dem Glaubensbruder Werner Becker sehr gut befreundet. Die Oratorianer haben ihn in seinen letzten Jahren vor der Deportation nach Theresienstadt und dann nach Auschwitz, soweit dies möglich war, beschützt und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Liebe Oratorianer!<br />
Mit dieser Nachricht möchte ich Sie als Enkel von Paul Stern zu der oben genannten Stolperstein-Setzung sehr herzlich einladen! Paul Stern war mit dem Glaubensbruder Werner Becker sehr gut befreundet. Die Oratorianer haben ihn in seinen letzten Jahren vor der Deportation nach Theresienstadt und dann nach Auschwitz, soweit dies möglich war, beschützt und mit zeitweiliger Unterkunft und Lebensmitteln versorgt. Und ihm wurde ermöglicht, in den Räumlichkeiten des Oratoriums zu arbeiten. Wahrscheinlich entstanden dort seine letzten Sonette.“</p>
<p>Diese Nachricht des Enkels, Hermann Ehlers, erreicht uns Oratorianer &#8211; jetzt in der Salomonstraße 16 &#8211; am 2. Oktober 2026.</p>
<figure id="attachment_97097" aria-describedby="caption-attachment-97097" style="width: 904px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-97097 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Sonette.jpeg?resize=640%2C1133&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="1133" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Sonette.jpeg?w=904&amp;ssl=1 904w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Sonette.jpeg?resize=339%2C600&amp;ssl=1 339w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Sonette.jpeg?resize=579%2C1024&amp;ssl=1 579w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Sonette.jpeg?resize=768%2C1359&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Sonette.jpeg?resize=868%2C1536&amp;ssl=1 868w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-97097" class="wp-caption-text"><em>Bild: Herrmann Ehlers trägt bei der Stolperstein-Legung für seinen Großvater Paul Stern eines seiner letzten Sonette vor (geschrieben wahrscheinlich in den Räumen des Leipziger Oratoriums, damals in der Karl-Heine-Straße 110)</em></figcaption></figure>
<p>Und wir Oratorianer waren natürlich entschlossen – nachdem uns bereits das evangelische Kirchenamt informiert hatte (Dank an Frau Marion Kunz) &#8211; bei der Stolperstein-Legung für Paul Stern am 6. Oktober 2026 dabei zu sein. Was dann auch durch einen Vertreter unserer Gemeinschaft gelungen ist.</p>
<p>In Zusammenarbeit mit unserem Archivar Matthias Hinkel wurde überlegt, welches „Geschenk“ wir da mitnehmen könnten &#8211; das Ergebnis: Historische Klaviernoten von Paul Stern – unter anderem ein Klavierauszug von Mendelssohns „Elias“ mit Namens-Stempel oder handschriftlicher Unterschrift von Paul Stern – er hatte Klaviernoten im Oratorium zum Klavierspiel, nachdem sein Klavier von Nazischergen aus dem Fenster geschmissen wurde.</p>
<p>Die Geschichte dieses Paul Stern ist eine große Tragik deutscher Geschichte und Verbrechen an jüdischen Menschen:<br />
„Am 13. Januar 1944 wurde Paul Stern von Leipzig in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 28. Oktober 1944 wurde er in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Paul Stern war verheiratet und hatte eine Tochter und einen Sohn. Beide Kinder überlebten den Holocaust.</p>
<p>Der Stolperstein in der Gustav-Mahler-Straße erinnert heute an Paul Stern und gibt seinem Namen einen sichtbaren Ort des Gedenkens. Die Übergabe der Klaviernoten durch das Leipziger Oratorium trägt dazu bei, neben seinem Schicksal auch die persönliche Geschichte und die Verbindung zu den Menschen lebendig zu halten, die ihm in den Jahren der Verfolgung beistanden.</p>
<p>Nach seiner Unterbringung im Judenhaus hielt sich Paul Stern tagsüber im Leipziger Oratorium auf, studierte hier und spielte auch auf einem Konzertflügel, der bis heute in der Karl-Heine-Straße 110 steht“ (Textauszug eines Text-Beitrages auf der Homepage des Bistums Dresden-Meißen „Erinnerung an Paul Stern: Stolperstein für den früheren Freund des Leipziger Oratoriums verlegt“ &#8211; am 6. Oktober. Oratorianer Pfarrer Thomas Bohne übergibt historische Klaviernoten.“)</p>
<p>Fast 30 Besucherinnen und Besucher waren zu dieser Stolperstein-Legung gekommen – fast die Hälfte hatte eine Rose mit.</p>
<p>Das war ein großer Tag des Gedenkens und Erinnerns.</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_97096" aria-describedby="caption-attachment-97096" style="width: 1600px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-97096 size-full" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?resize=640%2C337&#038;ssl=1" alt="" width="640" height="337" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?resize=400%2C211&amp;ssl=1 400w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?resize=1024%2C539&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?resize=768%2C404&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?resize=1536%2C808&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2026/10/Stern-Gedenken.jpeg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-97096" class="wp-caption-text"><em>Bild: Stolperstein für Paul Stern in der Gustav-Mahler-Straße 19</em></figcaption></figure>
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		<title>Neue Stolpersteine in Leipzig – ein Stück Heimat- und Weltgeschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oratorium Leipzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 22:21:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Großstadt Leipzig]]></category>
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		<category><![CDATA[Stolpersteine]]></category>
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					<description><![CDATA[Letzte Woche, am 7. März 2024, sind in Leipzig wieder Stolpersteine gesetzt worden, die an jüdische Mitmenschen aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnern. So erinnern in der Weinliegstraße (Leipzig-Gohlis) sieben solche Steine an die Familie Gottschalk und vor einem von diesen fiel mir in dieser Woche ein hingestelltes Grablicht auf: bei Gerda Gottschalk. Diese Frau [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7605" aria-describedby="caption-attachment-7605" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-7605" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Weinligstrasse.jpg?resize=225%2C589&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="589" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Weinligstrasse.jpg?resize=115%2C300&amp;ssl=1 115w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Weinligstrasse.jpg?w=391&amp;ssl=1 391w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7605" class="wp-caption-text"><em>Bild: Sieben Gedenksteine an die Familie Gottschalk in der Weinliegstraße</em></figcaption></figure>
<p><strong>Letzte Woche, am 7. März 2024, sind in Leipzig wieder Stolpersteine gesetzt worden, die an jüdische Mitmenschen aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnern.</strong></p>
<p>So erinnern in der Weinliegstraße (Leipzig-Gohlis) sieben solche Steine an die Familie Gottschalk und vor einem von diesen fiel mir in dieser Woche ein hingestelltes Grablicht auf: bei Gerda Gottschalk.</p>
<p>Diese Frau ist mir sogar persönlich bekannt. In den 90iger Jahren war sie öfters in den Räumen des Leipziger Oratoriums zu Gast, damals in der Karl-Heine-Straße 110.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7608" aria-describedby="caption-attachment-7608" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7608" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Gottschalk-1.jpg?resize=225%2C371&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="371" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Gottschalk-1.jpg?resize=182%2C300&amp;ssl=1 182w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Gottschalk-1.jpg?w=621&amp;ssl=1 621w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7608" class="wp-caption-text"><em>Bild: Stolperstein für Gerda Gottschalk</em></figcaption></figure>
<p>Gerda Gottschalk erzählte mir bei ihrem Besuch, dass sie ihr Leben dem Oratorianer-Priester Josef Gülden verdankt, der an einen damals jungen Theologiestudenten einen Brief schrieb und letztlich ihre Flucht aus dem KZ Stutthof bei Danzig ermöglichte. Dieser Student hieß Stephan Pfürtner und auf dem Gräberfeld des Leipziger Oratoriums in Leipzig-Plagwitz wird an ihn erinnert.</p>
<p>Da steht auf dem Grabstein von Gerda Gottschalk , dass Stephan Pfürtner auf Vermittlung des Leipziger Priesters Josef Gülden im Jahr 1944 dieser Jüdin die Flucht ermöglicht hat. (Stephan Pfürtner hat wegen dieser Tat sogar einen Gedenkbaum innerhalb der Gedenkstätte „Yad vashem“ in Jerusalem bekommen)</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7604" aria-describedby="caption-attachment-7604" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7604" src="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Grabstein.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Grabstein.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Grabstein.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Grabstein.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Grabstein.jpg?w=1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/oratorium-leipzig.de/wp-content/uploads/2024/03/Stolperstein-Grabstein.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7604" class="wp-caption-text"><em>Bild: Grabstein von Gerda Gottschalk auf dem Friedhof Leipzig-Plagwitz (Stockmannstraße 13) mit einem Gedenken an ihre Rettung durch Stephan Pfürtner und Joseph Gülden CO</em></figcaption></figure>
<p>Die gerettete Gerda Gottschalk ist Leipzigerin, wurde Christin und war hier bis zur Machtergreifung der Nazis auch Schauspielerin am Leipziger Schauspielhaus.</p>
<p>Das gehört inzwischen alles zur Heimat- wie auch zur Weltgeschichte.</p>
<p>Und es hat mich sehr gefreut, dass ich in diesen Tage einfach über ein Stück Geschichte in meiner Heimatstadt Leipzig „gestolpert“ bin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thomas Bohne</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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