Sofies Welt – eine Lese-Empfehlung nach über 30 Jahren

Als „Sofies Welt“ in deutscher Übersetzung von dem Norweger Jostein Gaarder auf den Markt kam, war das fast eine Sensation. Das, was als Philosophie-Lehrbuch für ältere Jugendliche einmal gedacht war – erwies sich als Lesevergnügen für ein breites Lese-Publikum.

Später gab es dann noch eine lohnenswerte Hörspielserie in 15 Folgen, produziert vom Südwestfunk und Mitteldeutschen Rundfunk. Philosophie wurde plötzlich populär.

Und es war eine Freude für „jung“ und „alt“ durch 3000 Jahre Philosophiegeschichte mit Sofie und Hilde zu „marschieren“.

Die eine war eine erdachte Figur (Sofie) – die das nicht wusste. Die andere (Hilde) bekam die „Philosophiegeschichte mit Sofie“ zu ihrem 15 Geburtstag vom Vater geschenkt.

Bild: „Zeitstrahl der Philosophie“, aus einem Begleitheft zu „Sofies Welt im Radio“

Aber diese originelle Mädchen-Geschichte ist eigentlich nicht das Wichtigste, sondern die Begegnung mit den Philosophen von der Antike bis zur Gegenwart -auch Theologen wie Augustinus oder Thomas von Aquin sind mit dabei.

Und was das Verblüffende an „Sofies Welt“ ist, selbst Kinder verstanden plötzlich etwas von Philosophie.

Also, empfehle ich am Beginn dieses Jahres, sich dieses Buch einmal wieder zu nehmen und darin zu schmökern – da kann man auch einfach mal so zwischendrin lesen und etwas über Philosophen und Philosophie erfahren.
Oder man besorgt sich die „Hör-Fassung“.

Auch zum Vorlesen oder Vorspielen bei Kindern oder in familiärer Runde ist das alles geeignet.
Alles ist lohnenswert.

Viel Vergnügen und vielfältige Philosophie-Erkenntnis!

Thomas Bohne

 

Bild: Buch „Sofies Welt“