Am 2. Juli 1994 gab es das Musical für Kinder und Ältere „Bogabunda“ in der Dresdner Eissporthalle – anlässlich des ersten „ostdeutschen“ Katholikentages.
Das ist inzwischen 32 Jahre her. Und nun gab es im Allgäu – in Offenbach, nicht weit vom Bodensee entfernt – eine Wiederaufführung dieses einzigartigen Stückes – als integratives Theaterprojekt mit Kindern und Behinderten. Hauptorganisatorin ist Teresa Pawlak, damals hat sie mit ihren sechs Töchtern das Musical in Dresden gesehen. Heute spielten nun sogar die Enkelkinder mit.
Alles fand während des Anna-Festes am 26. Juli 2026 in der Offenbacher Kirche statt – die Kirche war gut gefüllt. Und zum Schluss sangen alle „Gemeinsam wollen wir glücklich sein“ – quasi das Schlusslied aus dem besagten Musical.

Beeindruckend an dieser Aufführung war, wie dieses anspruchsvolle Theater-Stück – sowohl von der Choreographie wie auch von der technischen Umsetzung her – mit einfachen Mitteln auf die „Bühne“ gebracht wurde.
Und: die Geschichte kam an, das konnte man an den Reaktionen nach der Vorstellung gut merken.
Angefangen hatte es, dass Teresa Pawlak das Video von der letzten Original-Aufführung vom 12. Februar 1995 in der „MUKO-Musikalischen Komödie“ (Leipziger Operetten- und Musical Theater) den kleinen und großen Akteuren gezeigt hat. Das hätte bei der dargebotenen Professionalität durchaus zur „Lähmung“ bei den Akteuren führen können – aber nein: es gab ein begeistertes Mitmachen, wie Teresa Pawlak berichtete, bis zum Schluss.

Die Organisatorin Teresa tat während der Proben noch etwas sehr Beeindruckendes: sie fragte die beteiligten Kinder, welches Tier sie denn spielen wollten und bekam zur Antwort: Hund, Katze, Schmetterling – alles Tiere, die nicht im Original vorkommen. Doch die Mitmach-Freude der Kinder war gesichert.
Teresa Pawlak hofft, dass Jüngere nun diese Theater-Arbeit im Ort Opfenbach als Leitung übernehmen – eine professionelle Vorlage wurde mit der Aufführung von „Bogabunda“ jetzt im Allgäu gesetzt.
Thomas Bohne