
Es war die traditionelle Chrisam-Messe des Bistums Dresden-Meißen, immer am Montag in der Karwoche.
In seiner Predigt stellte Bischof Heinrich Timmerevers ganz persönlich den Primizkelch – ein Geschenk seines Großonkels – in den Mittelpunkt. Diesen Kelch hielt der Bischof während der ganzen Predigt in der Hand und sprach über Mut und Standhaftigkeit seines Verwandten, gerade in der schweren Zeit des Nationalsozialismus.

beim Einzug zur Chrisam-Messe
des Bistums Dresden-Meißen
In diesem Zusammenhang wies der Bischof Heinrich auch auf den Priester Hermann Scheipers hin, dessen Kelch der Bistums-Pfarrer Laurenz Tammer als Primizkelch übernommen hatte.- Hermann Scheipers war vier Jahre Gefangener im „Priesterblock“ des KZ Dachau.
Der Bischof sprach von einem Vermächtnis, das mit solchen Kelchen übernommen wird. Und mancher in der Bank sitzende Priester erinnerte sich an seinen Primizkelch und den damit verbundenen Auftrag und das damit verbundene Vermächtnis.
„Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,..“ zitierte Bischof Heinrich Timmerevers einen bekannten Text von Dietrich Bonhoeffer.
Persönlich ging es dann für die Bistums-Seelsorger mit Betrachtungen zu den österlichen Tagen (Triduum Paschale) weiter, vorgetragen von Schwester Claudia Valk aus Leipzig.
Den Abschluss dieses Tages bildete dann ein festliches Mittagessen im benachbarten Hotel-Restaurant.
„Nehmen Sie das als Dankeschön des Bistums für Ihre Arbeit“, rief der Bischof in die Seelsorger-Runde hinein.
Thomas Bohne