Markkleeberg bei Leipzig, Völkerschlacht 1813 – historisches Gedenken mit Friedensapell

Es gibt immer wieder Bedenken mit diesem Gedenken: Ein Krieg, eine Völkerschlacht, Kampfdarstellungen in historischer Uniform – so manche und mancher aus Kirche und Gesellschaft rümpft da die berühmte „Nase“.
Doch wer da kritisiert war niemals dabei.

Wieder um den historischen 18. Oktober 1813 – diesmal am 23. Oktober 2026 – genau um 18.13 Uhr wurde in historischen Uniformen angetreten, auch kostümierte „Zivile“ von damals waren dabei. Fanfarenklänge und Reden bestimmten diese Feierstunde.

So erinnerte der Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg Karsten Schütze an den kürzlich verstorbenen Wolfgang Gerlach – ehemaliger Besitzer vom „Torhaus und Schloss Markkleeberg“ – durch ihn sind die Gedenkfeiern an diesem Ort überhaupt erst möglich geworden.

Und alle Redner – ob der Moderator dieses Gedenkens Gert Pfeifer, Karsten Schütze als Oberbürgermeister von Markkleeberg, Michél Koté als Vorsitzender des Verbandes „Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813 e.V.“ oder Norman Rätsch als Vorsitzender der „Historischen Militärvereinigung 1813 e.V“. erinnerten an das massenhafte Sterben und sprachen von einer Mahnung zum Frieden – auch ganz aktuell.

 

Bild: Formation in historischer Kostümierung beim Gedenken der Völkerschlacht 1813

Das war alles ein Erinnern mit Bildern wie aus einem Historienfilm – und trotzdem mit Botschaft.

Das Gedenken wurde durch den ehemaligen Militärpfarrer Thomas Bohne, selbst einmal Markkleeberger, mit einem lateinischen Gebet für die Hunderttausend Opfer fortgeführt – und die internationalen Gäste beteten mit.
Nicht Schlachtenjubel mit Lagerfeuerromantik waren an diesem Abend spürbar, sondern Stille und Nachdenklichkeit.

Mein Rat an alle Kritiker:
Seien Sie nächstes Jahr dabei und werden Sie nachdenklich.

Thomas Bohne

 

Bild: am Lagerfeuer zum Gedenken der Völkerschlacht 1813