
Etwa 4500 waren gekommen, und Max Raabe agiert gleich zu Beginn witzig hintergründig: Da tönt mit seiner Stimme aus dem „off“. „..vergessen Sie bitte nicht, nach der Vorstellung Ihre Handys wieder anzuschalten..“. Damit war alles gesagt und der erste Lacher war sicher.
Der 63-jährige agierte an diesem Abend in der Quarterback-Immobilien-Arena Leipzig gewohnt minimalistisch – manchmal überbetont zurückhaltend. So sagt er oft nur den Titel und Autoren an, aber in der Ansage liegt manchmal schon der Witz.
Die Stimme von Max Raabe hat vom Ursprung her die Lage „Bariton“ – zumindest hat er in diesem Fach eine klassische Ausbildung als Opern-Sänger.
Jetzt – und das seit fast schon 40 Jahren – intoniert er gemeinsam mit dem von ihm gegründeten Palast-Orchester Schlager und Couplets der 20-iger und 30-iger Jahre, auch mit englischen Texten.

Das macht er gekonnt. Man sagt, außer Max Raabe gibt’s keinen Menschen im deutsch-sprachigen Raum, der das so kann. Immer wieder mit Kopf-Stimme, scheinbar ohne Anstrengung und immer „aufrecht“ stehend, da macht das Zuschauen schon Spaß.
Max Raabe war bereits mehrfach in Leipzig.
Und vermutlich nicht das letzte Mal.
Thomas Bohne