Medientipp – bis 30. April 26 in der 3sat-Mediathek
Ein 60-jähriger Witwer hat sich über Jahre hinweg durch Pedanterie und Unfreundlichkeit seine Umgebung zum Feind gemacht. Als er seine Arbeit verliert, will er sich umbringen, wird aber durch das Eintreffen neuer Nachbarn gehindert. Durch ihre hartnäckige Freundlichkeit besinnt er sich auf seine lange unterdrückten menschenfreundlichen Seiten. Eine in der Hauptrolle ideal besetzte, hervorragend inszenierte Komödie über die Läuterung eines Misanthropen. Der souverän zwischen Emotionen und trockenem Witz ausbalancierte Film überzeugt auch als unaufdringlicher Appell an mehr Mitmenschlichkeit. – Sehenswert ab 14.
(Katholischer „Filmdienst“)

Eine unvergessliche Szene: Ove (Rolf Lassgård) kommt in den Supermarkt, wo er sich ein Seil gekauft hat und reklamiert, dass es kurz vor dem Strangulieren gerissen ist. Die Blicke – sowohl von Ove, wie auch der Verkäuferin – haben inzwischen Filmgeschichte geschrieben.
Es lohnt sich auch, das gleichnamige Buch von Fredrik Backman (Roman “En man som heter Ove” / “Ein Mann namens Ove”) mal vorzunehmen, vor oder nach dem Film-Genuss.
Aus meiner Sicht eine der gelungensten Film-Komödien der letzten 10 Jahre, zurecht ausgezeichnet mit dem Europäischer Filmpreis 2016 (Beste Komödie)
Thomas Bohne
Filmdaten
Titel (deutsch): Ein Mann namens Ove
Originaltitel: EN MAN SOM HETER OVE
Produktion: Schweden/Norwegen, 2016
Regie: Hannes Holm
Mit: Rolf Lassgård (Ove)
Länge: 117 Minuten
3sat-Mediathek: bis 30. April 2026