Leipzig – Visitation des Leipziger Oratoriums durch den Delegaten des Apostolischen Stuhles Marco Guillen CO

Aller sechs Jahre gibt es innerhalb der oratorianischen Kongregationen Visitationen. Und zwar durch den „Delegat des Apostolischen Stuhls für die Konföderation der Oratorien“. Im aktuellen Fall durch den Visitator P. Marco Guillen CO für die Oratorien in Europa, Afrika, Süd-Amerika und Nordamerika – denn überall da gibt es Oratorien mit knapp 700 Mitgliedern, weltweit.

Der Visitator Marco Guillen war schon einmal in Leipzig zu einer außerordentlichen Visitation vom 12. bis 14. März 2020 – damals ging es um den Abschied von der Pfarrseelsorge für das Leipziger Oratorium und eine Neuorientierung zur Kategorie-Seelsorge hin. Was wir im Leipziger Oratorium dann auch mit der Übernahme von Caritas-Senioren-Seelsorge, Gefängnis-Seelsorge, Flughafenseelsorge und vielfältiger katholischer Medien- und Filmarbeit auch getan haben.

 

Bild: Gruppenbild von l.n.r.: Hubertus Deuerling CO (Sekretär, Übersetzer), Thomas Bohne CO (stellv. Präpositus), Marco Guillen CO (Visitator), Eberhard Thieme CO (Präpositus), Fotonachweis ©:Peter Kowalka

 

Davon wollte sich Marco Guillen vor Ort überzeugen und kam so vom 25. bis 27. August 2026 zur ordentlichen Visitation in das Leipziger Haus des Oratoriums in der Salomonstraße 16. Groß war zunächst die Freude, dass er am Klingelschild den Eintrag „Oratorium d. heiligen Philippus Neri“ fand.

 

Bild: Klingelschild des Leipziger Oratoriums in der Salomonstraße 16

 

Und es waren gute Tage dann, mit intensiven Gesprächen, Heiliger Messe in der kleinen Kapelle des Leipziger Oratoriums und gemeinsamen Mahlzeit im Gemeinschaftsraum des Leipziger Oratoriums.

Die Visitation schloss dann mit dem Verlesen des Visitations-Berichtes und der Übergabe eines gesiegelten Dekretes, das Eberhard Thieme wieder als Präpositus des Leipziger Oratoriums bestätigte – mit dem Datum 27. August 2026.

In dem Bericht durften wir dann ganz ermutigende Sätze zu unserer Medienarbeit mit YOUTUBE-Kanal und Oratorium-Homepage lesen:

„So ist das Medienapostolat ein bewundernswertes und wichtiges Standbein der Kongregation geworden. In all dem ist der Geist der Nächstenliebe sehr deutlich zu spüren. Ich möchte Euch ausdrücklich ermuntern, darin mit Freude fortzufahren und dadurch Zeugen Jesu Christi in unserer modernen, von Social-Media geprägten Gesellschaft zu sein. Papst Franziskus schrieb dazu: ‚Das Internet und die sozialen Medien haben eine neue Art der Kommunikation und des Austauschs geschaffen und bieten eine großartige Gelegenheit für Begegnungen und Dialog.‘ (Christus vivit, 87) Auch Papst Leo XIV. ermutigt diese neuen Wege: ‚Bekräftigt euer Engagement, die christliche Hoffnung in sozialen Netzwerken und im Internet zu stärken.‘ (29. Juli 2025, Ansprache an katholische digitale Missionare und Influencer).“

 

Das war nun für Marco Guillen die letzte Visitation in Deutschland. Am Freitag (28. August) führte ihn dann sein Weg weiter zu Visitationen in Frankreich und im Leipziger Oratorium geht die Arbeit weiter – wie gewohnt.

Thomas Bohne