Er ist ein „Alt-Meister“ im Showgeschäft, seit über 40 Jahren rockt und singt er: Bryan Adams.
Nun war er nach zwei Jahren wieder in der Quarterback Immobilien Arena in Leipzig. Pünktlich kam er nicht, eine Viertel-Stunde später tauchte der „Meister“ auf – ganz allein mit Akustik-Gitarre, mitten in der Halle auf einer extra-Bühne.

Dann bewegte er sich quasi in einem „Bad in der Menge“ vor zur Hauptbühne.
Und, die „Show goes on“ – Vier Musiker mit Bryan Adams (Gesang, Gitarre, Bas-Gitarre), Keith Scott (Gitarre), Tommy Mandel (Keyboards) und dem herausragenden Drummer Mickey Curry. Da ging im wahrsten Sinne „die Post ab“, nach einem Soft-Beginn mit „Straight From the Heart“ dann härtere rockig-rhythmische Klänge – es dauerte eine Weile bis der recht bekannte Filmsong „Everything I Do“ aus dem bekannten Kevin-Costner-Film „König der Diebe“ von 1991 kam – alles nicht mehr frisch und neu, so wie das Publikum.
Aber die meist ab 50-jährigen rockten, tanzten und sangen – da war Stimmung in der Halle, schon ziemlich am Anfang. Für viele kehrte die Jugend da zurück – was machts, wenn man dann sogar sein T-Shirt schwingt, wie in „alten“ Zeiten.
Der Profi Bryan Adams kennt sich mit Publikums-Aktionen und Stimmungs-Mache aus: beeindruckend, Leuchtdioden für die Armgelenke, vielfach verteilt beim Einlass.
Ansonsten setzt der bald 67-jährige Adams eher auf „handgemachte“ Musik mit gelegentlichen Film-Einspielungen auf der Rückwand.
Eindrücklich dabei ein junger Mann, der in den 1980er-Jahren auf einer Beinprothese quer durch Kanada gelaufen ist.
Zweieinhalb Stunde Show lieferte der Alt-Rocker ab – mit erstaunlicher Kondition, ohne Pause.

Und ruhig nachdenklich ging der Abend dann mit „All for Love“ zu Ende – gewidmet den Kindern in Gaza: rötliches Licht, Leucht-Dioden-Punkte in der ganzen Halle.
Fast eine Andacht.
Thomas Bohne