Ich bin „versöhnt“ sagte der Maler Michael Triegel „der erfrorene Obdachlose aus Rom liegt jetzt auf dem Friedhof Campo Santo Teutonico nicht weit von meinem Bild entfernt – „da habe ich ihm mit roter Schirmmütze ein Denkmal gesetzt“.
Die Rede ist von der Premiere des Dokumentarfilms „Triegel trifft Cranach“ am vergangenen Sonntag (25.01.26) in den Passage-Kinos. Zwei ausverkaufte Vorstellungen und großes Medieninteresse.
Natürlich ging es im Film wie in der Diskussion nach der Premiere um den Ärger mit der UNESCO bezüglich Triegels Altarbild – der Ort ist der Naumburger Dom nicht weit von der weltberühmten „Uta“ entfernt. Und es ging natürlich um diesen Maler, der „figürlich“ malt und nicht nur „schwarze Quadrate“. Bei dieser Diskussion bemerkte Triegel, dass er ein Bild gemalt habe – „und fertig“.

„Und wenn das jetzt neben diesem Obdachlosen in Rom hängt“ – Zitat Triegel: „ein Skandal, dass im reichen Europa ein Mensch erfrieren muss“ – sei das doch alles „gut“.
Der Regisseur von „Triegel trifft Cranach“ Paul Smaczny erwähnte vor der Premiere noch, dass Leipzig sich glücklich schätzen könne, einen Verleih wie „Weltkino“ in der Stadt zu haben.
„Weltkino“ hat den Entstehungsprozess dieses Films zeitig mit begleitet und wird „Triegel trifft Cranach“ am 5. Februar 2026 mit über 50 Kopien in die deutschen Kinos bringen – zum Kinostart gibt’s dann auch auf dieser Plattform (Oratorium Leipzig) eine Film-Besprechung.
Lange wurde nach diesem Dokumentarfilm applaudiert, das war ungewöhnlich. Erwähnung fand dann durch eine Wortmeldung aus dem Publikum, dass der Ton fabelhaft sei und die Film-Musik wirklich „passt“, auch da applaudierte man kräftig.
„Schauen Sie sich „Triegel trifft Cranach“ an und werben Sie dafür“ – wurde „von vorn“ ins Publikum gerufen – mehr ist erstmal dazu nicht zu sagen.
Thomas Bohne
