Medientipp – Ostersonntag, 05. April 2026, 20:15 bis 23:15 (arte)
Die Geschichte des Sklavenaufstandes gegen die unmenschliche Gesellschaft Roms um 74 v. Chr. unter dem thrakischen Sklaven Spartacus. Eine Freiheitskämpfer-Saga mit melodramatischen und sentimentalen Akzenten in freier Auslegung der historischen Fakten und starker Vereinfachung der Ereignisse. Allein in der außergewöhnlichen Bildgestaltung der Massenszenen und kämpferischen Auseinandersetzungen vermittelt der Film einen Eindruck dieser ersten revolutionären Freiheitsbewegung. – Ab 16. (Filmdienst)
Mit dem „christianisierten“ Schluss hatte die DDR natürlich ein Problem – zeigte den Film aber trotzdem mit großem Werbe-Aufwand im Kino (sogar im monumentalen 70-mm-Format, hier in Leipzig nur in der SCHAUBURG)
Peter Ustinov erhielt seinen einzigen OSCAR für die Nebenrolle des Sklavenhändler Lentulus – ausschlaggebend dafür, wie er mit unterschiedlichster Mimik die vor ihm aufgereihten Sklaven mustert (die Sklaven sieht man als Zuschauer da gar nicht).
Der Film passte natürlich hervorragend in die offizielle Geschichtsdarstellung der DDR, dass Spartacus eine Art vormarxistischer Freiheitskämpfer der Antike gewesen ist.
Thomas Bohne
Filmdaten
ORIGINALTITE: SPARTACUS
PRODUKTION: 1959/60
REGIE: Stanley Kubrick
KINOSTART: 16.12.1960 (BRD), 18.3.1966 (DDR)
DARSTELLER: Kirk Douglas (Spartacus) · Laurence Olivier (Marcus L. Crassus) · Jean Simmons (Varinia) · Charles Laughton (Gracchus) · Peter Ustinov (Lentulus Batiatus) · Tony Curtis (Antonius)
LÄNGE: 197 Minuten (gek. 180 – arte)
GENRE: Action | Historienfilm | Literaturverfilmung | Monumentalfilm
AUSZEICHNUNGEN:
Oscar 1961 Bester Nebendarsteller, Peter Ustinov
Oscar 1961 Beste Kamera: Farbe, Russell Metty
Oscar 1961 Beste Ausstattung: Farbe, Julia Heron, Alexander Golitzen, Eric Orbom, Russell A. Gausman
Oscar 1961 Beste Kostüme: Farbe, Valles, Bill Thomas
