Die „Rudolf-Hildebrand-Schule“ in Markkleeberg – eine bedeutende Bildungseinrichtung am Stadtrand von Leipzig

Am 07. April 1924 ist sie in Leipzig-Connewitz gegründet worden, im Jahre 1947 ist sie nach Markkleeberg-Mitte umgezogen und im Jahre 1990 bekam sie auf einem ehemaligen Armeegelände in Markkleeberg-West ihr jetziges Domizil: die „Rudolf-Hildebrand-Schule“, kurz: RHS.

Bild: aus einem Gedenkband „100 Jahre Rudolf-Hildebrand-Schule – 1924 bis 2024“

All die Jahre ist der Name „Rudolf-Hildebrand-Schule“ geblieben, auch wenn es mal kurz im Jahre 1974 den Versuch gab, diese Schule in „Ernst-Thälmann-Schule“ umzubenennen. Doch dazu ist es nicht gekommen.

Die berühmteste Schülerin ist die einst für einen Friedensnobelpreis nominierte Ruth Pfau (1929 – 2017). Weiter waren der immer noch aktive Schauspieler Christian Steyer (*1946) und der gegenwärtige Oberbürgermeister von Markkleeberg Karsten Schütze (*1966) Schüler der „Rudolf-Hildebrand-Schule“.

Jetzt, am 26. September 2026, trafen sich Absolventinnen und Absolventen des Abiturjahrganges 1976 in der modernen Aula der Schule.

Bild: Abiturjahrgang 1976 mit Dr. Carsten Müller in der Aula der „Rudolf-Hildebrand-Schule“ Markkleeberg

Dr. Carsten Müller, Lehrer und Historiker, „führte“ durch die Schulgeschichte und das moderne Schulgebäude – inzwischen malerisch im „Leipziger Neuseenland“ gelegen.

Es ist schon eine besondere Schule – das wurde den ehemaligen Schülerinnen und Schülern klar: ein deutschlandweit renommierter Laien-Chor, modernstes Lernen mit Screen-Boards in allen Klassenzimmern und Aushängeschild der immer noch selbständigen Stadt Markkleeberg am „Rande“ von Leipzig.

„Das gabs zu Ihren Schulzeiten nicht“, war Dr. Carsten Müller immer mal zu hören. Da ging es beispielsweise um iPhone-freien Unterricht, um KI-gesteuerte Schüler-Hausarbeiten oder die Schule beeinflussende Elternvertretungen.

Auch der Geburten-Rückgang macht an der Schule nicht „Halt“ – wurden doch gerade wegen hohen Geburtenzahlen zu DDR-Zeiten Erweiterungsbauten in den 90-iger Jahren konzipiert, für über 1000 Schülerinnen und Schüler.

Eine deutlich lesbare Aufschrift „Rudolf-Hildebrand-Schule“ – „die gabs zu unserer Zeit auch nicht“, war zu hören – bot dann den „Ehemaligen“ die Gelegenheit für Erinnerungs-Fotos davor, bei einer Abiturklasse sogar mit Klassenleiterin.

Thomas Bohne