In den letzten Tagen der DDR fällt die Mutter eines 21-jährigen Ostberliners ins Koma und wacht erst nach der Wiedervereinigung wieder auf. Um fortan ihr schwaches Herz zu schonen, gaukeln ihr der Sohn und seine Schwester vor, dass die DDR noch existiere, was beiden aber zunehmend schwerer fällt. Diese schöne Grundidee führt zu einer tragikomischen Abfolge von Ereignissen, die die DDR trotz aller Makel als verlorene Heimat zeigt. Eine warmherzige melancholische Komödie mit ansprechenden Ideen und hervorragenden darstellerischen Leistungen, der mitunter etwas die Konsequenz fehlt, was durch plakative Einfälle wettgemacht werden soll. – Ab 14. (Katholischer FILMDIENST)

Auch in Erinnerung an Regisseur Wolfgang Becker, der am 12.12.2024 in Berlin 2024 verstorben ist.
Die Premiere seines letzten Filmes „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ am 12.12. 2025 hat er nicht mehr erlebt.
„Good Bye Lenin!“ war auch der internationale „Startfilm“ für den inzwischen sehr bekannten Daniel Brühl. In US-Filmen mit Matt Damon (Das Bourne Ultimatum) oder mit Brad Pitt (Inglourous Basterds) trat er später auf.
„Good Bye Lenin!“ leitete eine bis dahin noch nicht dagewesene DDR-Nostalgie ein. Bis dann mit „Das Leben der Anderen“ (2005) oder „Nahschuß“ (2020) wesentlich „ernste Töne“ zu vernehmen waren und die DDR verstärkt als totalitärer Überwachungsstaat in den Blick kam.
Thomas Bohne
VERWEISTITEL: Good Bye Lenin!
PRODUKTION: Deutschland 2002
REGIE: Wolfgang Becker
MIT: Daniel Brühl (Alex Kerner) · Katrin Saß (Mutter Kerner) · Florian Lukas (Denis) ·
AUSZEICHNUNG: Europäischer Filmpreis 2003 Bester Film, Stefan Arndt
Europäischer Filmpreis 2003 Bester Darsteller, Daniel Brühl
Europäischer Filmpreis 2003 Bestes Drehbuch, Bernd Lichtenberg
BIS: 30.06.26 in der 3sat-Mediathek
