„Doch unsere Sache ist es … das Übel auf den uns bekannten Feldern auszujäten, damit jene, die nach uns kommen, einen guten Boden vorfinden.“ – das wäre ein Zitat vom „Zauberer Gandalf“ aus Tolkiens Herr-der-Ringe-Trilogie. Kommt aktuell in der Enzyklika von Papst Leo IV. „Magnifica humanitas“ zum Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz“ (KI) vor.
Und als katholischer Pfarrer nun „passend“ dazu mein Besuch des Herr-der-Ringe-Events am 29. Mai 2026 in der Quarterback-Immobilien-Arena-Leipzig. Natürlich ist dieses Zitat in dieser Multimedia-Show mit Orchester und Filmvorführung nicht vorgekommen, der „Zauberer Gandalf“ aber schon. Und natürlich die „neun Gefährten“, welche diesen gefährlichen Ring der Macht zerstören sollen.

Das Wichtigste bei dieser Performance war die Filmmusik von Howard Shore – Oscar prämiert und mit etwa 200 Mitwirkenden präsentiert.
Die etwa 3000 Besucherinnen und Besucher in der Arena Leipzig dankten nach über drei Stunden mit Standing-Ovation.
Es ging letztlich um ein Musik-Event mit dem Feeling und Ausmaßen einer Richard-Wagner-Oper. Leitmotivisch wird hier durch den Herr-der-Ringe-Kosmos geführt und dann immer wieder das berühmte Mittelerde-Motiv mit Flöte und Orchester.
Nicht zu vergessen natürlich die mythische Klänge produzierende Musik-Bearbeitung für Kinder- und Erwachsen-Chor – gigantisch!
Man muss natürlich sagen, dass ohne das Zusammenspiel und Zusammenwirken mit computergenerierten Bildern (CGI) und hervorragenden darstellerischen Leistungen auf der überdimensionalen Hallen-Leinwand die ganz große Wirkung wohl dann ausgeblieben wäre.
An manchen Stellen dieses Abends in Leipzig hörte ich die „berühmte Stecknadel“ in der Menge runterfallen – so gespannt war manchmal die Aufmerksamkeit und das berühmte Mitfiebern beim Film.

Der multimediale Eventabend „Herr der Ringe – die Gefährden“ wurde vollendet durch passende Fast-Food-Angebote: „Auenland-Häppchen“ oder Käsebrezeln mit Namen „Ringe der Macht“ – durchaus alles erschwinglich um fünf Euro, nur eben in der Pause schon nicht mehr zu haben.
Das Veranstaltungskonzept verdient ebenfalls Beachtung, da örtlich vorhandene Orchester und Chöre mit „im Boot“ waren – hier in Leipzig der MDR mit Chören und Orchester und in Köln beispielsweise der Domchor und Ensembles des WDR.
Der angekündigte Veranstaltungsschluss gegen 21:30 Uhr wurde natürlich nicht eingehalten, aber sehr beschwingte und zufrieden blickende Zuschauerinnen und Zuschauer sah ich dann gegen 22:00 Uhr die Halle verlassen.
Thomas Bohne