Eine Clownin heitert in Kliniken Kinder auf, während ihr Mann als klassischer August auftritt. Eines Tages verunglücken er und die beiden gemeinsamen Kinder tödlich. Für die trauernde Frau beginnt eine schwierige Zeit, die berufliche Rückschläge beinhaltet, aber auch eine vorsichtige neue Freundschaft mit einem Schauspieler. Das auf einer wahren Geschichte beruhende Drama vollzieht die Trauerarbeit der Hauptfigur respektvoll nach, ohne ihren Schmerz zu vereinfachen. Rückblenden zeigen auch das frühere Familienleben mit all seinen Spannungen und verhindern so jede Verklärung. Abgesehen von wenigen vordergründigen Momenten, überzeugt der Film durch sorgsame Umsetzung und eine ausgezeichnete Hauptdarstellerin. – Ab 14. (Filmdienst)

Fotonachweis ©: Alamode Film, imago/Manfred Siebinger, Nikolett Kustos/Alamode Film
Aus der Kinotipp-Jury
…visuell ist das beeindruckend präzise gebaut. Warme, dichte Bilder der Vergangenheit kippen in kühle, entleerte Gegenwart. Die Zirkus- und Clownsmotive, die auf dem Papier leicht kitschig wirken könnten, entfalten hier eine unerwartete Kraft – als Bild für etwas, das gleichzeitig absurd, schmerzhaft und kaum auszuhalten ist.
….der Musikeinsatz ist wohltuend reduziert. Vieles passiert in der Stille und gerade dort entfaltet sich die größte Intensität. Goiginger inszeniert mit einer Klarheit, die ich als fast mutig empfunden habe.
Im ersten Drittel wirkt die emotionale Setzung stellenweise noch etwas kalkuliert, als würde der Film seine Wirkung absichern wollen. Doch das legt sich schnell und macht Platz für eine Ruhe, die mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat.
Ein zutiefst berührender und erschütternder Film zum Thema Trauer und Trauerarbeit, aber nicht ohne „Hoffnungsschimmer“
VIER MINUS DREI
PRODUKTION: Österreich/Deutschland 2026
REGIE: Adrian Goiginger
MIT: Valerie Pachner (Barbara) · Robert Stadlober (Heli) · Hanno Koffler (Friedrich) ·
LÄNGE: 121 Minuten
KINOSTART: 16.04.2026

Fotonachweis ©: Alamode Film, imago/Manfred Siebinger, Nikolett Kustos/Alamode Film